Limoux

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Limoux (Limós)
Wappen von Limoux
Limoux (Frankreich)
Limoux
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Limoux
Kanton Limoux
Gemeindeverband Communauté de communes du Limouxin et du Saint-Hilairois.
Koordinaten 43° 3′ N, 2° 13′ O43.0569444444442.2186111111111168Koordinaten: 43° 3′ N, 2° 13′ O
Höhe 156–740 m
Fläche 32,41 km²
Einwohner 10.155 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 313 Einw./km²
Postleitzahl 11300
INSEE-Code
Website http://www.limoux.fr/

Der Fluss Aude fließt durch die Gemeinde

Limoux (okzitanisch Limós) ist eine französische Gemeinde mit 10.155 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Limoux und Hauptort des Kantons Limoux.

Limoux liegt am Fluss Aude, zwanzig Kilometer südlich von Carcassonne.

Geschichte[Bearbeiten]

Spuren menschlicher Besiedlung gibt es mit dem Menhir „Pierre Droite“ (so viel wie „aufrechter Stein“) bereits seit dem Neolithikum. Eine primitive Siedlung wurde auf dem Hügel von Flassian (Flacianum) gegründet, eine weitere (Limosus) an den Ufern der Aude.

844 übertrug Karl der Kahle den Ort der nahegelegenen Abtei Saint-Hilaire. Im 10. Jahrhundert gehörte er zur Grafschaft Rasès, deren Inhaber hier die königlichen Rechte ausübte, wurde später sogar der Hauptort der gleichnamigen Vizegrafschaft. Die Entwicklung wurde durch das Aufkommen der Katharer und den folgenden Albigenserkreuzzug gestört. Danach kam der Ort an Lambert de Turry, der sich nun Lambert de Limoux nannte. Im 14. Jahrhundert ging Limoux an die französische Krone.

Unter Papst Johannes XII. wurde in Limoux 1317 das Bistum Limoux errichtet, aber im folgenden Jahr schon wieder aufgelöst. Einziger Bischof war Durandus von St. Pourçain. Kathedralkirche war die Kirche Saint-Martin.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 9603 10.824 11.101 10.206 9665 9411 9709
Place de la république, Limoux, Postkarte, 1910

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Menhir „la Pierre Droite“
  • Die gallorömische Villa in Flassian
  • Die Altstadt mit Häusern aus dem 15. Jahrhundert
  • Das Hôtel de Brasse
  • Der Pont Neuf über die Aude aus dem Jahr 1327
  • Der Pont-Vieux, der im 19. Jahrhundert wiederhergestellt wurde
  • Das Hôtel de ville
  • Die Place de la République mit Arkaden auf drei Seiten
  • Der Rest der Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert: Porte de la Trinité
  • Die Kirche Saint-Martin (12. Jahrhundert)
  • Die Kirche Notre-Dame de Marceille (14. Jahrhundert)

Carneval de Limoux[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet in Limoux der längste Karneval der Welt statt, so 2012 von Mitte Januar bis zum 25.März 2012. Der Karneval wird an den Samstagen und Sonntagen durch Umzüge der verschiedenen bandes gefeiert. Diese ziehen, von Musikern begleitet, in Pierrotkostümen durch die Stadt zum zentralen Platz. Die Umzüge befassen sich mit lokalen Ereignissen wie Politik, dem örtlichen Sportverein oder stadtbekannten Originalen und finden jeweils um 11, 16.30 und 21.30 Uhr statt. Tabus bei der Darstellung gibt es wenige, jedoch soll die Anonymität der Darsteller hinter den Masken und Figuren gewahrt bleiben.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ich kenn dich, aber du kennst mich nicht in FAZvom 2. Februar 2012, Seite R6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Limoux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien