Diese Liste befasst sich ausschließlich mit russischen/sowjetischen U-Boot-Klassen. Siehe daher auch Liste der U-Boot-Klassen.
Unterseeboote der Russischen Marine (Sowjetischen Marine) wurden als durchnummerierte „Projekte“ entwickelt, die nicht immer einen eindeutigen (Klassen-)Namen erhielten. Durch die NATO erhielten die Klassen während des Kalten Krieges basierend auf Geheimdienstinformationen Kennungen, wobei diese nicht mit der ursprünglichen Projektbezeichnung korrespondierten.
Die meisten russischen (und sowjetischen) Unterseeboote hatten keine Namen, sondern wurden lediglich über eine Kennung identifiziert. Dieser Kennung wurden Buchstaben (Präfix) vorangesetzt, die den Typus des Bootes definierten:
- К (K) – крейсерская (kreiserskaja, ‚Kreuzer‘)
- ТК (TK) – тяжелая крейсерская (tjascholaja kreiserskaja, ‚Schwerer Kreuzer‘)
- Б (B) – большая (bolschaja, ‚groß‘)
- С (S) – средняя (srednjaja, ‚mittel‘)
- М (M) – малая (malaja, ‚klein‘)
Alle diese Präfixe konnten ein С (S) am Ende erhalten (stand für специальная (spezialnaja) und bedeutete „entworfen für spezielle Missionen“.
Einzelne Boote wurden von der Kaiserlich Russischen Marine im Ausland erworben, darunter das erste in Deutschland gebaute U-Boot Forelle. Insbesondere wurde auf der Germaniawerft in Kiel die Karp-Klasse[1] mit drei Einheiten für die Russische Marine gebaut.
Diesel-Elektrischer Antrieb [Bearbeiten]
Angriffsunterseeboote (PL: Podwodnaja Lodka) [Bearbeiten]
Unterseeboote mit Lenkwaffen [Bearbeiten]
Unterseeboote mit ballistischen Raketen (PLRB: Podwodnaja Lodka s Raketami Ballistitscheskimi) [Bearbeiten]
Unterseeboote mit Nuklearantrieb [Bearbeiten]
Angriffsunterseeboote (PLA: Podwodnaja Lodka Atomnaja) [Bearbeiten]
| Projekt |
NATO Bezeichnung |
|
| 627 Kit, 645 |
November |
13 Boote, ausgemustert |
| 671, 671B, 671K, 671R Jorsch |
Projekt 671 |
ausgemustert |
| 671RT |
Projekt 671PT |
ausgemustert |
| 671RTM Schtschuka |
Projekt 671PTM |
26 Boote, 8 im Dienst |
| 685 Plavnik |
Mike |
1 Prototyp, gesunken 1989 |
| 705 Lira |
Alfa |
7 Boote, alle ausgemustert |
| 971 Schtschuka-B |
Akula I/ Improved/ II |
17 Boote, 3 davon unvollendet und konserviert |
| 945 Barrakuda |
Sierra I |
2 Boote im Dienst |
| 945A Kondor |
Sierra II |
2 Boote im Dienst |
| 945B Mars |
Sierra III |
1 Boot, unvollendet |
Unterseeboote mit Lenkwaffen (PLARK: Podwodnaja Lodka Atomnaja s Raketami Krilatimi) [Bearbeiten]
Unterseeboote mit ballistischen Raketen (PLARB: Podwodnaja Lodka Atomnaja s Raketami Ballistitscheskimi) [Bearbeiten]
| Projekt |
NATO Bezeichnung |
|
| 658, 701 |
Hotel I-III |
8 Boote |
| 667A, 667AU Nalim |
Yankee I |
34 Boote, eins im Dienst |
| 667AM Nawaga |
Yankee II |
1 Boot, ausgemustert |
| 667B Murena |
Delta I |
18 Boote, alle ausgemustert |
| 667BD Murena-M |
Delta II |
4 Boote, alle ausgemustert |
| 667BDR Kalmar |
Delta III |
14 Boote, acht ausgemustert, sechs im Dienst |
| 667BDRM Delfin |
Delta IV |
7 Boote, 6 im Dienst |
| 941 Akula |
Typhoon |
sechs Boote, eins verschrottet, zwei aufgelegt, drei im Dienst |
| 955 Juri Dolgorukij |
|
3 Boote (eines in der Ausrüstung, zwei im Bau, viertes bewilligt, weitere drei geplant) |
Experimental-U-Boote [Bearbeiten]
Grafischer Größenvergleich [Bearbeiten]
- Alexander Antonow, Walerie Marinin, Nikolai Walujew: Sowjetisch-russische Atom-U-Boote. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1998, ISBN 3-89488-121-6
- ↑ Karp class submarine in der englischsprachigen Wikipedia