Lopez Lomong

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lopez Lomong beim 1500-Meter-Lauf der US-Trials

Lopez Lomong (geboren als Lopepe Lomong; * 1. Januar 1985 in Kimotong, Bundesstaat Scharq al-Istiwa'iyya) ist ein US-amerikanischer Mittelstreckenläufer sudanesischer Herkunft.

Als Junge von sechs Jahren wurde er während des Bürgerkrieges im Südsudan von einer Miliz gekidnappt, die Kindersoldaten rekrutierte. Er flüchtete und schlug sich nach Kenia durch, wo er zehn Jahre lang im Flüchtlingslager Kakuma lebte. Im Rahmen eines Programms des International Rescue Committees kam er 2001 als einer von rund 3500 sogenannten Lost Boys of Sudan in die Vereinigten Staaten, wo sich eine Pflegefamilie in Tully (Upstate New York) seiner annahm.

Er begann als College-Athlet. Sein sportliches Talent führte ihn ins Team der Northern Arizona University. Mit Nike als Sponsor begann er 2007 seine Profi-Laufbahn und wurde in diesem Jahr NCAA-Meister über 3000 m in der Halle und 1500 m im Freien. Im Juli 2007 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft.

2008 qualifizierte er sich als Dritter bei den US-Ausscheidungskämpfen über 1500 m für die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Lopez Lomong setzt sich als Mitglied der Athletenvereinigung Team Darfur für die Lösung des Darfur-Konflikts ein. Er wurde für die Eröffnungsfeier der Spiele in Peking als Flaggenträger der US-amerikanischen Mannschaft bestimmt, was als politisches Signal aufgefasst wurde.[1]

[Bearbeiten] Persönliche Bestzeiten

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Amerikas Fahnenträger: Die personifizierte Anklage Lopez Lomong, 7. August 2008
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen