Louis I. de Bourbon, duc d’Orléans

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Herzog Ludwig I. von Orléans

Ludwig I., Herzog von Orléans (französisch Louis de Bourbon, duc d’Orléans; * 4. August 1703 in Versailles; † 4. Februar 1752 in Paris), auch Louis d’Orléans genannt, war ein Mitglied der französischen Königsfamilie aus dem Haus Bourbon-Orléans.

Leben[Bearbeiten]

Herzog Ludwig war der einzige legitime Sohn von Herzog Philipp II. von Orléans, des Regenten von Frankreich (1715–1723), und der Françoise Marie de Bourbon, somit Enkel von Philipp I. von Orléans, Liselotte von der Pfalz und König Ludwig XIV. Nach dem Tod seines Vaters 1723 folgte er ihm als Herzog von Orléans und Herzog von Nemours nach.

Ludwig wurde in Versailles geboren und erhielt den Titel eines Herzogs von Chartres. Als frommer, wohltätiger und kultivierter Prinz nahm er wenig Anteil an der Politik seiner Zeit; einzig seine Feindschaft gegenüber dem Kardinal Guillaume Dubois im Jahr 1723 ist auffallend.

1730 sorgte Kardinal André-Hercule de Fleury für Herzog Ludwigs Entlassung aus der Stellung eines Generals der Infanterie, ein Posten, den er neun Jahre innegehabt hatte. Nach seinem Rückzug ins Privatleben beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Übersetzung von Psalmen und Episteln Paulus'.

1723 trat er die Nachfolge seines Vaters als Herzog von Orléans an und starb schließlich in der Abtei von St. Genevieve in Paris.

Nachkommen[Bearbeiten]

Mit seiner Ehefrau Auguste Marie Johanna von Baden-Baden, Tochter von Markgraf Ludwig Wilhelm, genannt Türkenlouis, hatte er zwei Kinder:

  • Louis-Philippe I. (* 12. Mai 1725; † 18. November 1785); er folgte seinem Vater als Herzog von Orléans nach
  • Louise Marie d’Orléans (* 5. August 1726; † 14. Mai 1728)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Louis I. de Bourbon, duc d’Orléans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien