Lutherkirche (Lübeck)
Die Lutherkirche in der Lübecker Vorstadt St.-Lorenz-Süd ist eine unter Denkmalschutz stehendes evangelisch-lutherisches Kirchengebäude.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Kirche in Backstein reflektiert die Architekturvorstellungen der Deutschen Christen. Sie wurde nach einem Entwurf der Lübecker Architekten Glogner & Vermehren (Willy Glogner und Paul Vermehren) errichtet und am 31. Oktober 1937 eingeweiht. Fritz Behn schuf die Lutherstatue aus Muschelkalk neben dem Eingang.
Die Lutherkirche war bis zu seiner Verhaftung im Frühjahr 1942 Wirkungsstätte des Lübecker Märtyrers Pastor Karl Friedrich Stellbrink. In der Nachkriegszeit wurde die Kirche auch durch die Tätigkeit des früheren Danziger Pastors Gerhard M. Gülzow bekannt, der in Lübeck die heimatvertriebenen Danziger sammelte.
Die Gemeinde der Lutherkirche gehört zur Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche. Mit der Melanchthon-Kirche bildet sie die Luther-Melanchthon-Gemeinde. Zusammen mit der Melanchthon-Kirche, der Bodelschwingh-Kirche, der Wichern-Kirche und der Bugenhagenkirche bildet sie den Kirchengemeindeverband Lübeck-West.
Die Kirche ist dem Gedenken Stellbrinks und seiner drei römisch-katholischen Kollegen gewidmet, die 1943 mit ihm hingerichtet wurden.
Die erste Orgel wurde 1937 von der Lübecker Orgelbaufirma E. Kemper erbaut. Das Instrument hatte 29 Register auf zwei Manualen und Pedal und war die erste Orgel in Lübeck mit elektro-pneumatischen Trakturen. Die heutige Orgel wurde in den Jahren 1986 und 1990 von der Orgelbaufirma E.F. Walcker (Kleinblittersdorf) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 22 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch. Das erste Manual ist ein Koppelmanual.[1]
|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
- Koppeln: II/P, III/P und Koppelmanual (II und III/I)
[Bearbeiten] Literatur
Rolf Saltzwedel: Die Luthergemeinde in Lübeck während der Zeit des Nationalsozialismus. In: Der Wagen 1995/96 (1995), S. 119-138.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
53.85434888888910.664146944444Koordinaten: 53° 51′ 16″ N, 10° 39′ 51″ O