MG R-Type

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MG

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R-Type
Produktionszeitraum: 1935
Klasse: Rennwagen
Karosserieversionen: Monoposto
Motoren: Ottomotor:
0,75 Liter (81 kW)
Länge: 3632 mm
Breite: 1346 mm
Höhe:
Radstand: 2388 mm
Leergewicht: 620 kg
Vorgängermodell: MG Q-Type
Nachfolgemodell: keines

Der MG R-Type war ein Rennwagen, den MG 1935 herstellte. Er war für den Einsatz in Wettbewerben gedacht und stellte eine Weiterentwicklung des Q-Type dar.

Der Wagen hatte eine getunte Version des Kurzhub-(73 mm)-Motors mit Königswellenantrieb und oben liegender Nockenwelle aus dem Morris Minor und Wolseley Ten von 1928. Dieser Motor wurde schon für den Einsatz im Q-Type stark getunt und man veränderte in weiter, insbesondere im Ansaugtrakt, um größere Zuverlässigkeit zu erreichen. Man baute einen Zoller-Kompressor an, womit er 110 bhp (81 kW) bei 7.200 min-1 leistete. Die Motorkraft wurde über ein Viergang-Vorwahlgetriebe und ein rahmenfestes Differenzial im Aluminiumgehäuse zu den Hinterrädern weitergeleitet. Die Verbindung vom Differenzial zu den Hinterrädern wurde über Halbachsen mit Schiebehülsen und Kardangelenken bewerkstelligt.

Das revolutionäre Stahlfahrwerk hatte die Form eines Y, wobei das Zentralrohr sich um Motor und Getriebe gabelte. Es war sehr leicht. Der Wagen hatte als erster MG (und vermutlich erster britischer Wagen überhaupt) rundum Einzelradaufhängung, Querlenker und Torsionsstäbe, sodass sich ein großer Federweg ergab, der den schlechten Rennkursen damals – besonders Brooklands – Rechnung trug. Es kamen Hebelstoßdämpfer zum Einsatz. Die Trommelbremsen waren mit Bowdenzügen betätigt und besaßen Trommeln mit 305 mm Durchmesser. Die Drahtspeichenräder hatten Zentralverschlüsse.

Der Einsitzer sah aus wie ein kleiner Grand-Prix-Rennwagen und hatte eine leicht abnehmbare Aluminiumkarosserie.

Der Wagen wurde für £ 750 angeboten und die ersten zehn Exemplare wurden an ausgesuchte Kunden ausgeliefert. Eine weitere Auflage war zwar geplant, wurde aber nie gebaut. 2006 wurde ein Wagen für £ 130.000,-- versteigert.

Der erste Renneinsatz erfolgte in Brooklands in der International Trophy. Sechs Wagen waren am Start (davon drei Werkswagen), aber es konnte nur ein 6. Platz errungen werden, wobei keiner der Werkswagen ins Ziel kam. Man erkannte, dass das Fahrwerk Schwierigkeiten machte, hauptsächlich, weil die Hinterradaufhängung zu weich war. Man schlug verschiedene Lösungen vor, aber als der neue Chef Leonard Lord die Rennabteilung von MG schloss, wurden alle dahingehenden Arbeiten eingestellt. Es gab weiterhin Einsätze von Privatfahrern und die Werkswagen wurden an die Familie Evans verkauft, die bereits einen der anderen Wagen besaßen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Wise, Martyn: R-Type, MG-Enthusiast (August 2006)
  • Green, Malcolm: MG Sports Cars, CLB International. (1997), ISBN 1-85833-606-6