MOS Technology VIA

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Chip MOS 6522 (VIA)

Der Versatile Interface Adapter 6522 (VIA) ist ein flexibler Ein-/Ausgabebaustein der Firma MOS Technology. Er verfügt über zwei sehr mächtige 16-Bit-Intervalltimer, ein seriell-nach-parallel/parallel-nach-seriell-Schieberegister und zwei individuell programmierbare I/O-Ports mit je 8 Bit. Zur Kontrolle dieser Funktionen gibt es ein Interrupt-Flag-Register, ein Interrupt-Enable-Register und ein Paar Funktionskontrollregister.

Der 6522 wurde auch von Rockwell Semiconductor und GTE in Lizenz gefertigt.

Der Schieberegister-Fehler[Bearbeiten]

Pin-Belegung des 6522 VIA

Das enthaltene Schieberegister weist einen Designfehler auf, weshalb es nicht, wie ursprünglich geplant, zur Implementierung des CBM-Busses („seriellen IEC-Busses“) im Commodore VC 20 eingesetzt werden konnte. Stattdessen wurde diese Funktionalität komplett in Software implementiert. Das hatte zur Folge, dass dieser Bus nur mit ca. 1/6 der Geschwindigkeit arbeiten konnte, als wenn man auf die Hardwareunterstützung hätte zurückgreifen können.

Bei den CIAs 6526 des Nachfolgemodells C64 wurde das besagte Problem zwar behoben, aber in der Floppy VC1540 (und später der VC1541) wurden immer noch die 6522-Chips verwendet. Außerdem entschied sich der damalige Commodore-Chef Jack Tramiel, die Rückwärtskompatibilität zum VC20 wichtiger als die Floppygeschwindigkeit einzustufen, und so wurde dieselbe Technik mit ihrer geringen Geschwindigkeit beibehalten. Erst beim C128 in Verbindung mit der Floppy VC1571 wurde die ursprünglich geplante Technik realisiert, der sogenannte Burst-Modus.