Marco Jorio

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Marco Jorio als Referent am Wikipedia Day 2007 in Bern

Marco Jorio (* 17. September 1951 in Goldau; heimatberechtigt in Bellinzona) ist ein Schweizer Historiker und Chefredaktor des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS).

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Zug studierte Jorio Neuere Geschichte, Schweizergeschichte und französische Literatur an den Universitäten Freiburg und Poitiers und schloss 1976 mit dem Lizenziat ab. Von 1976 bis 1981 war er Assistent am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Freiburg. 1981 wurde er promoviert mit einer Dissertation über das Ende des Fürstbistums Basel.

Nachdem er 1985 von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften zum Leiter des Projekts für ein Historisches Lexikon der Schweiz ernannt wurde, übernahm er per 1. Januar 1988 die Stelle als Chefredaktor.[1]

Marco Jorio war von 1982 bis 1986 Parteisekretär der CVP des Kantons Zürich und von 1992 bis 1994 Präsident der CVP der Stadt Bern. Er kandidierte 1995 als Mitglied der CVP für den Nationalrat.[2]

Jorio ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt in Rüfenacht.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der Untergang des Fürstbistums Basel (1792–1815): Der Kampf der beiden letzten Fürstbischöfe Joseph Sigismund von Roggenbach und Franz Xaver von Neveu gegen die Säkularisation. Paulusdruckerei, Freiburg 1981 (= Dissertation, Universität Freiburg, 1981).
  • «Eilet dann, o Söhne»: Beiträge zur zugerischen Militärgeschichte (= Beiträge zur Zuger Geschichte. Bd. 11). Hrsg. von der Offiziersgesellschaft des Kantons Zug. Kalt-Zehnder, Zug 1994, ISBN 3-85761-253-3.
  • (Hrsg.) Die Schweiz und Europa: Aussenpolitik zur Zeit des Westfälischen Friedens. Chronos, Zürich 1999, ISBN 3-905313-14-6.
  • (Hrsg. mit Cindy Eggs) Am Anfang ist das Wort. Lexika in der Schweiz. Hier + Jetzt, Baden 2008, ISBN 978-3-03919-098-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. military.ch Archiv-Version
  2. Nationalratswahlen 1995. In: admin.ch, abgerufen am 19. November 2012