Worb

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Worb
Wappen von Worb
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0627i1f3f4
Postleitzahl: 3076 Worb
3077 Enggistein
3078 Richigen
3075 Rüfenacht
Koordinaten: 609581 / 19775646.9308277.564446585Koordinaten: 46° 55′ 51″ N, 7° 33′ 52″ O; CH1903: 609581 / 197756
Höhe: 585 m ü. M.
Fläche: 21.084 km²
Einwohner: i11'370 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 539 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 14,0 % (2010)[2]
Arbeitslosenquote: 2,09 % (2011)[3]
Gemeindepräsident: Niklaus Gfeller (EVP)
Website: www.worb.ch
Blick auf Worb

Blick auf Worb

Karte
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w

Worb ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Worb ist eine Agglomerationsgemeinde der Stadt Bern. Zur Gemeinde Worb gehören Enggistein, Richigen, Ried, Rüfenacht, Vielbringen, Wattenwil (Worb) und Bangerten.

Die Nachbargemeinden von Worb von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind: Vechigen, Walkringen, Biglen, Schlosswil, Münsingen, Rubigen, Allmendingen bei Bern und Muri bei Bern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Worb ist mehrheitlich reformiert, es existiert eine evangelisch-reformierte und eine römisch-katholische Kirchgemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Legislative[Bearbeiten]

9
7
4
4
8
8
Von 40 Sitzen entfallen auf:

Die Legislative wird vom Grossen Gemeinderat gebildet. Er umfasst 40 Mitglieder. Davon 9 SP, 8 FDP, 8 SVP, 7 EVP, 4 glp und 4 BDP (Wahlergebnisse vom 25. November 2012).[4]

Exekutive[Bearbeiten]

Der vollamtliche Gemeindepräsident ist ab 2009 Niklaus Gfeller (EVP). Er präsidiert den siebenköpfigen Gemeinderat. Dieser setzt sich aus folgenden weiteren Vertretern zusammen: Thomas Leiser (EVP), Jonathan Gimmel (SP),Guy Lanfranconi (FDP), Hanspeter Stoll (FDP, Vizegemeindepräsident), Peter Hubacher (SVP) und Ernst Hauser (BDP) (Stand Wahlergebnisse November 2012).[5]

Nationale Wahlen[Bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 25.0 %, SP 19.5 %, BDP 16.5 %, FDP 11.4 %, GPS 8.9 %, EVP 5.6 %, glp 4.7 %, CVP 2.5 %, EDU 2.4 %.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schloss Worb
Die Kirche im Zentrum
Katholische Kirche
Schloss Worb

Verkehr[Bearbeiten]

Worb besitzt einen Kopfbahnhof der Meterspurbahn RBS. Diese betreibt zwei Linien nach Bern: Einerseits die Linie S7 der S-Bahn Bern via Bolligen, die im Berner Hauptbahnhof endet, andererseits die mit Trambahnen bediente Linie 6 die über Gümligen bis Bern Fischermätteli führt. Daneben bestehen Busverbindungen, welche von der RBS mit gelben Postautos betrieben werden. Bernmobil fährt mit drei Nachtbuslinien (Moonliner) nach Worb. Etwas ausserhalb von Worb befindet auch ein SBB-Bahnhof (Worb SBB), der an der Linie S2 (Bern-Langnau) der S-Bahn Bern liegt. Seit Dezember 2004 wird diese Linie von der BLS betrieben.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In der von Gottfried Egger gegründeten Brauerei wird das Egger Bier gebraut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Wahrzeichen von Worb ist das Schloss Worb, welches sich in Privatbesitz befindet. Im Gewölbekeller des Gasthofs Löwen befindet sich ein Korkenzieher-Museum.

Pfarrkirche

Die 1983/84 erfolgte Restaurierung der Kirche von Worb bedingte eine archäologische Grabung im Kirchenraum. Der Bestand älterer Kirchenbauten konnte bis ins Frühmittelalter zurückverfolgt werden. Die erste frühmittelalterliche Kirche war ein Holzpfostenbau mit rechteckigem Grundriss und Pfosten auf der mittleren Längsachse. Auf eine nachfolgende gemauerte Anlage verweisen nur noch geringe Spuren. Die dritte Kirche wurde im 11. Jahrhundert im frühromanischen Stil mit einer Apsis errichtet. Von ihr haben sich größere Teile des Schiffes erhalten. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist diese Kirche abgebrannt und wiederhergestellt worden. In der Folge entstand ein querrechteckiges Altarhaus, das die Apsis ablöste. Später musste auch die anscheinend stärker beschädigte Westmauer des Schiffes ersetzt werden. Diese Erneuerung erfolgte entweder gemeinsam mit dem Bau des heutigen Turmes, um 1434, oder in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt die an der Westwand sichtbare spätgotische Bilderfolge der Schöpfungsgeschichte. 1520 wurde der spätromanische Rechteckchor durch das heutige, dreiseitig geschlossene Altarhaus mit Sakristei ersetzt. Der mit einem Netzgewölbe gedeckte Raum verlängerte die Chorzone bedeutend. Bauherren waren die Patronatsherren der Kirche, die Familie von Diesbach und die damaligen Inhaber der Herrschaft Worb. Die von Diesbachs stifteten auch die Glasgemälde des Chores.

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Worbs Partnerstadt ist seit 1997 Edelény in Ungarn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Eggenberger, Manuel Kehrli e.a.: Worb, Pfarrkirche. Die Ergebnisse der Bauforschungen von 1983, Bern 2012.
  • Heinrich Richard Schmidt (Hrsg.): Worber Geschichte, Bern 2005, Stämpfli, ISBN 3-7272-1173-3
  • Johanna Strübin-Rindisbacher: Neuschloss Worb, Bern 2004, Stämpfli, ISBN 3-7272-1170-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Worb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Mitarbeiter: Gemeindesuche. Bevölkerung. In: Offizielle Webseite. Bundesamt für Statistik, 2011, S. 1, abgerufen am 23. Dezember 2012 (HTML, deutsch, Eingabe Worb).
  3. Mitarbeiter: Gemeindesuche. Arbeit. In: Offizielle Webseite. Bundesamt für Statistik, 2011, S. 1, abgerufen am 23. Dezember 2012 (HTML, deutsch, Eingabe Worb. Jahresdurchschnitt).
  4. http://www.worb.ch/de/politik/abstimmungenundwahlen/wahlergebnisse/?action=showinfo&info_id=194157
  5. http://www.worb.ch/de/politik/abstimmungenundwahlen/wahlergebnisse/?action=showinfo&info_id=194156
  6. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=627.html abgerufen am 14. Juli 2012