Maren Ade

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Maren Ade (* 12. Dezember 1976 in Karlsruhe) ist eine deutsche Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Maren Ade wurde als Tochter zweier Lehrer geboren. Sie experimentierte bereits als Teenager mit der Videokamera, es entstanden erste Kurzfilme. Von 1998 bis 2004 studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München zuerst Produktion und Medienwirtschaft, später dann Film und Fernsehspiel,[1] u.a. bei Doris Dörrie.[2] 2003 hatte ihr Abschlussfilm Der Wald vor lauter Bäumen bei den Hofer Filmtagen Premiere. Die Geschichte um eine junge Lehrerin (gespielt von Eva Löbau), die vergeblich Anschluss an das neue Lehrerkollegium sucht, brachte Ade 2005 den Special Jury Award des Sundance Film Festivals und einen Preis des Newport International Film Festival ein. Im selben Jahr wurde er für den Deutschen Filmpreis nominiert und auf mehreren internationalen Festivals gezeigt.[1]

Mit ihrer Kommilitonin Janine Jackowski gründete Maren Ade 2001 die Filmproduktionsfirma Komplizen Film.[1]

Zwei Jahre später stellte Ade ihre zweite Regiearbeit Alle anderen fertig. In dem Film spielen Birgit Minichmayr und Lars Eidinger ein Paar, das seine junge Beziehung infrage stellt. Alle anderen war 2009 als deutscher Beitrag im Wettbewerb der Berlinale und wurde mit dem Großen Preis der Jury und dem Darstellerpreis für Birgit Minichmayr ausgezeichnet. Ein Jahr später wurde Alle anderen in den Kategorien Bester Film und Beste Regie für den Deutschen Filmpreis nominiert. Der Film wurde in 18 Ländern gezeigt.[1]

Maren Ade wird mit ihren Werken zur Berliner Schule gezählt. Eine Schule im Sinne eines programmatischen Zusammenschlusses sieht sie jedoch nicht darin.[3] Sie arbeitete oft mit dem Kameramann Nikolai von Grävenitz zusammen. Maren Ade wird von der amerikanischen Filmemacherin und bildenden Künstlerin Miranda July sehr geschätzt, bei deren Film The Future auch Nikolai von Grävenitz die Kamera führte.[4]

Ade lehrt im Bereich Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Sie ist mit der Regisseurin der Berliner Schule Valeska Grisebach befreundet.[3] Maren Ade lebt mit ihrem Lebensgefährten, dem Regisseur Ulrich Köhler in Berlin.

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Maren Ade als Produzentin

Mit ihrer Kommilitonin Janine Jackowski gründete Maren Ade 2001 die Firma Komplizen Film. Mit dieser Firma produziert Maren Ade als Produzentin und Koproduzentin folgende Filme:

Weitere Komplizen-Filme ohne Beteiligung von Maren Ade sind: Christina ohne Kaufmann (2004, Regie: Vincent Pluss), Du bruit dans la tête (2009, Regie: Vincent Pluss), Oceanul Mare (2009, Regie: Katharina Copony).[1]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e f Website von Komplizen Film
  2. Elisabeth Raether und Annabel Wahba: "Wir sollen immer nett sein", in: ZEIT ONLINE vom 10. Februar 2011
  3. a b Christina Nord: Das Eigene sehen, TAZ vom 2. Februar 2009
  4. Katrina Onstad: Miranda July Is Totally Not Kidding, in: NEW YORK TIMES, 14. Juli 2011, abgerufen am 7. Januar 2012
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