Max Minghella

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Max Minghella (2006)

Max Giorgio Choa Minghella (* 16. September 1985 in London) ist ein britischer Schauspieler, der vor allem für den Film arbeitet.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Minghella kam 1985 im Londoner Stadtteil Hampstead zur Welt. Er entstammt einer eng mit Theater, Film und Fernsehen verbundenen Familie: Sein Vater ist der Regisseur und Oscar-Preisträger Anthony Minghella, seine Mutter ist die aus Hongkong stammende Choreografin und Schauspielerin Carolyn Choa. Seine Schwester Hannah Minghella ist Filmproduzentin und Produktionschefin von Sony Pictures Animation. Seine Tante und sein Onkel Edana und Benidict Minghella sind als Drehbuchautoren für das Fernsehen tätig, unter anderem für Doc Martin und Doktor Martin.

Minghella wuchs in London auf und kam dort früh mit Bühne und Film in Berührung: Sein Vater nahm ihn häufig zu Theaterinszenierungen und Dreharbeiten mit.[1] Als Teenager gab ihm sein Vater kleine Statistenrollen in seinen Filmen, unter anderem in Unterwegs nach Cold Mountain. Nach Beendigung seiner Schulzeit wurde er Mitglied am National Youth Theatre in London und besuchte dort die Schauspielklasse. Über einen Agenten kam er nach Hollywood. Seine erste größere Filmrolle übernahm er 2005 in dem amerikanischen Film Bee Season als Filmsohn Aaron von Richard Gere und Juliette Binoche; der Film wurde 2005 auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Noch im selben Jahr verkörperte er den Filmsohn Robby von George Clooney in dem international erfolgreichen und Oscar-nominierten Film Syriana. Von da an war Minghella vorrangig in US-amerikanischen Produktionen zu sehen. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er 2006 mit der Hauptrolle als Jerome in der im amerikanischen Kunsthochschulmilieu spielenden satirischen Komödie Art School Confidential neben John Malkovich. Nach einer Handvoll weniger erfolgreicher Filme konnte er 2009 mit der männlichen Hauptrolle in Agora – Die Säulen des Himmels seinen bislang größten internationalen Erfolg verbuchen: In dem spanischen, mit Hollywood-Produktionsgeldern finanzierten und neben anderen Filmpreisen mit mehreren Goyas ausgezeichneten Film gibt Minghella den Sklaven Davus neben Rachel Weisz als Hypatia von Alexandria. Im Februar 2012 wurde er für den Thriller Not Safe for the Work gecasted.[2]

Neben seiner Filmarbeit absolviert Max Minghella seit 2006 ein Studium der Geschichte an der Columbia University in New York City, wo er seinen Hauptwohnsitz hat.[3]

2014 trat Minghella erstmals als Produzent in Erscheinung und war in ausführender Funktion an der Romanverfilmung Die zwei Gesichter des Januars beteiligt, die auf dem gleichnamigen Buch von Patricia Highsmith basiert. Die Regie übernahm Hossein Amini.

Trivia[Bearbeiten]

Als sein berufliches Vorbild bezeichnete Minghella in einem Interview Matt Damon, mit dem er sich als 13-Jähriger am Set des Films seines Vaters Der talentierte Mr. Ripley angefreundet hatte. Damon, so Minghella, sei jemand, von dem er viel gelernt habe: „Er versucht ein normales Leben zu führen.“ Auf Starrummel und die Verfolgung durch Paparazzi, wie er es in Gesellschaft seines Kumpels Jude Law in London erlebt habe, könne er verzichten.[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Minghella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ausführliche Biografie von Max Minghella, bei screenrush.co.uk (englisch), abgerufen am 26. Juni 2010
  2. Max Minghella and Eloise Mumford Are Not Safe For Work, in Dread Central, 14. Februar 2012, abgerufen am 14. Februar 2012
  3. The Talented History Student, in The New York Times, 14. Mai 2006, abgerufen am 26. Juni 2010
  4. The Max Factor, archiviert bei webcitation.org, Erstdruck in USA Weekend, 20. November 2005, abgerufen am 26. Juni 2010