Mayda

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Mayda ist der Name einer Phantominsel, die im 16. Jahrhundert auf etlichen Karten auftauchte. Sie wurde zumeist sichelförmig dargestellt, ihre Lage dagegen variierte im Lauf der Zeit erheblich.

Frühe Karten verorteten die Insel westlich von Britannien und südwestlich von Irland. Später war sie auf den Karten eher Richtung Amerika zu finden, bei Neufundland, Bermuda oder nahe der Karibik. Letztmals tauchte sie 1906 auf einer Karte von Rand McNally auf.

Sie erschien außerdem unter den Namen Asmayda, Asmaida, Mayde und Mayd. Gelegentlich wurde behauptet, dieser Name sei arabischen Ursprungs.

Mayda auf historischen Karten[Bearbeiten]

Moderne Sichtung[Bearbeiten]

Am 22. August 1948 fand der Frachter Scientific American westlich der Britischen Insel in 20 Klafter (also etwa 36 Meter) Tiefe Land mit einem Durchmesser von 28 Meilen. Das wurde durch den amerikanischen Frachter Southland zwei Tage später bestätigt, der eine sichelförmige Erhebung ausmachte.[1] Unter Umständen steht diese Untiefe im Zusammenhang mit den hartnäckigen Gerüchten von einer Insel Mayda hier.

Quellen[Bearbeiten]

  1. No Longer on the Map: Discovering Places that Never Were, Raymond H. Ramsay, New York 1972 ISBN 0670514330 pg 220
  • The Great Deep. The Sea and its thresholds, James Hamilton-Paterson
  • Legendary islands of the Atlantic: a study in medieval geography, William H Babcock, New York 1922 (American Geographical Society research series; 8)
  • "The Problem of Mayda, an Island Appearing on Medieval Maps", William H Babcock, Geographical Review, Vol. 9, No. 4 (Apr-Jun, 1920), S. 335–346.
  • No Longer on the Map: Discovering Places that Never Were, Raymond H Ramsay, New York 1972, ISBN 0670514330.