Metro 2033 (Computerspiel)

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Metro 2033
Metro 2033 Logo.jpg
Studio UkraineUkraine 4A Games
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten THQ (2010-2012)
DeutschlandDeutschland Deep Silver (2013-/Redux)
Erstveröffent-
lichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 16. März 2010
EuropaEuropa 19. März 2010
2014 (Redux)
Plattform Windows, Xbox 360
Xbox One, Playstation 4 (Redux)
Spiel-Engine 4A Engine
Genre Ego-Shooter, Survival Horror
Thematik Postapokalypse
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur, Gamecontroller
Systemvor-
aussetzungen
Zweikern-Prozessor mit 2,4 GHz, 1 GB RAM, 512 MB Grafikkarte (Nvidia GeForce 8800 oder besser) mit Shader Model 3.0, DirectX 9.0c, 12 GB Festplattenspeicher, Windows XP oder neuer
Medium DVD-ROM, Download, BluRay (Redux)
Sprache Englisch, Deutsch und Russisch
Aktuelle Version 1.0
Kopierschutz Steamworks
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 16 Jahren empfohlen
Information Deutsche Version ungeschnitten.

Metro 2033 (früher noch mit dem Untertitel „The Last Refuge“) ist ein Ego-Shooter des ukrainischen Entwicklers 4A Games und des Publishers THQ. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman Metro 2033 von Dmitri Gluchowski. Das Spiel erschien im März 2010 in Europa und den USA für Xbox 360 und Windows. Mit Metro: Last Light ist am 17. Mai 2013 ein Nachfolger erschienen.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen dystopischen Roman des russischen Autors Dmitri Alexejewitsch Gluchowski aus dem Jahr 2007, weicht aber an einigen Stellen von dessen Handlung ab.

Die Erde wurde in einem nicht näher benannten Atomkrieg verwüstet. In Moskau haben sich die wenigen Überlebenden, um die 40.000 Personen, in das große U-Bahn-Netzwerk gerettet, die Moskauer Metro. Die Erdoberfläche und einige Tunnel sind aufgrund der radioaktiven Verseuchung nur mit einer Schutzmaske (im Spiel Gasmaske) betretbar. Durch die radioaktive Strahlung ist dort im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Mutanten entstanden, welche oft die Metrostationen überfallen. Aber nicht nur Mutanten, sondern auch Banditen, Kommunisten und Faschisten bevölkern die Metro. Die einzelnen Stationen der Metro haben sich seit dem Atomkrieg im Laufe der Zeit zu eigenständigen Zwergstaaten entwickelt, die mit anderen Stationen Handel treiben und Bündnisse eingehen, oftmals aber auch um Lebensraum, Nahrung, Handelsgüter, Treibstoff und um ihrer neuen und alten Ideologien willen Kriege führen. Daneben existieren noch die geheimnisvollen „Schwarzen“, welche die Menschen in den Wahnsinn treiben können.

Der Spieler übernimmt die Rolle des 20-jährigen Artjom, der aufbricht, um der Bitte eines Rangers namens Hunter nachzukommen, eine Person namens Miller in der wohl größten noch von Menschen bewohnten Metrostation Polis zu finden. Der Spieler durchquert verlassene Tunnel, die vereiste Oberfläche und teils zivilisierte, teils überrannte Stationen. Die Menschen der Metro verzweifeln durch die Überfälle und durch das Auftreten der „Schwarzen“, die einmal als Homo novus beschrieben werden. Oftmals wird der Protagonist mit den „Schwarzen“ konfrontiert, wobei diese aber im Gegensatz zum allgemeinen Auftreten dem Spieler eher in visionsähnlichen Zwischensequenzen das Leben retten.

Im Gegensatz zur Romanvorlage kann der Spieler zwei verschiedene Enden herbeiführen. Zum einen das „schlechte“ Ende (Die Vernichtung der „Schwarzen“), das dem Ende im Roman entspricht; zum anderen das glückliche Ende, bei welchem der Spieler die Vernichtung der „Schwarzen“ abwendet, indem er das Gerät, das die Koordinaten des Hauptquartiers der „Schwarzen“ an die Raketen überträgt, von der Spitze des Turmes stößt. Letzteres wird aber nur möglich, wenn sich der Spieler an bestimmte Richtlinien hält: Interagieren (z. B. Gitarre spielen), Helfen (z. B. Bettlern Munition und damit Geld geben) und Verstecke finden, in denen sich Waffen, Ausrüstung und interaktive Gegenstände befinden.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Metro 2033 ist ein Ego-Shooter mit Elementen des Survival-Horror-Genres. Die Handlung verläuft linear, sodass der Spieler nur geringfügig vom vorgezeichneten Handlungspfad abweichen kann. Die Handlung wird zudem in zahlreichen Zwischensequenzen und Dialogen weiter fortgeführt. Trotz des Shooter-Schwerpunktes kann sich der Spieler auch an einigen Gegnern vorbeischleichen. Um für Abwechslung zu sorgen, wurden einige Szenarien implementiert. Zum einen muss der Spieler eine Station vor angreifenden Mutanten verteidigen, zum anderen gilt es, in einem befestigten Waggon vor anrückenden Faschisten zu flüchten oder auch eine Person sicher durch feindliches Gebiet zu eskortieren. Seltsame und gefährliche Anomalien, bedingt durch die nukleare Einwirkung, sowie verseuchte und strahlende Gebiete muss der Spieler ebenfalls überstehen. Das Spiel basiert auf einem halbwegs realistischen Hintergrund, denn die Existenz der Mutanten wird durch die nukleare Verseuchung erklärt. Auch gibt es keine Dämonen oder Magie. Dennoch setzt sich der Spieler an einigen Stellen mit paranormalen Situationen auseinander, sei es das Auftreten von Geistererscheinungen oder die Einbeziehung der „Schwarzen“ in das Geschehen. Dies sorgt mitunter für eine sehr düstere Atmosphäre. Das Spiel bietet zwei mögliche Enden, welche von ungefähr 60 Entscheidungen im Spielverlauf abhängig gemacht werden.[1] Die Währung im Spiel ist statt Geld oder diversen Gütern eine spezielle, stärkere Munition, die noch aus der Vorkriegszeit stammt. Man kann also buchstäblich sein Geld verschießen oder es sparen und dadurch bessere Ausrüstung kaufen. Das Spiel erschien ungeschnitten in Deutschland.

Entwicklung[Bearbeiten]

Verlauf der Entwicklung[Bearbeiten]

Einige Mitarbeiter von 4A Games waren zuvor beim ukrainischen Spielentwickler GSC Game World angestellt, wo unter anderem die auf dem Roman Picknick am Wegesrand von Arkadi und Boris Strugazki basierende postapokalyptische S.T.A.L.K.E.R.-Reihe entstand (Shadow of Chernobyl, Clear Sky, Call of Pripyat). Im Sommer 2006 wurde bekannt, dass Stalker-Projektleiter Andrew 'Prof' Prokhorov und weitere Mitarbeiter das ukrainische Studio GSC Game World verlassen hatten und nun an Metro 2033 arbeiteten. Erste Screenshots wurden veröffentlicht und ein Release für Ende 2008 angekündigt.[2] Auf der Games Convention im August 2006 wurde ein Trailer mit Szenen aus einer Vor-Alpha-Version gezeigt.[3] Für mehr als zwei Jahre gab es dann keine Neuigkeiten, bis im Dezember 2008 ein neuer Trailer veröffentlicht wurde: Einstellungen und das gebrochene Englisch des Off-Sprechers waren nahezu identisch zum Games-Convention-Trailer. In Details, wie der Beleuchtung und dem Verhalten der NPCs, waren aber deutliche Fortschritte erkennbar, die zu einer lebendigeren Atmosphäre beitrugen.[3] Gemeinsam mit der Bekanntgabe, dass THQ als Publisher fungieren wird, wurde im Oktober 2009 ein neuer Trailer veröffentlicht.[4]

Technik[Bearbeiten]

Das Spiel verwendet die 4A Engine, eine Eigenentwicklung des Entwicklungsstudios. Für den Titel wurde die Software PathEngine lizenziert, mit der Bewegungen von NPCs innerhalb der 3D-Welt effizient berechnet werden können.[5] Ein Teil der 3D-Modelle wurde vom ukrainischen Dienstleister KoreybaArts gestaltet.[6]

Rezeption[Bearbeiten]

Die PC-Version hat einen Metascore über 81 von 100,[7] die Xbox 360 von 77.[8] Gelobt wurde allgemein die Atmosphäre und die Grafik, kritisiert wurde u. a. die zu kurze Spieldauer und die lineare Handlung. Das PC-Spielemagazin GameStar bewertete das Spiel mit 85 von 100 Punkten.[9]

Nachfolger und Redux-Fassung[Bearbeiten]

Am 17. Mai 2013 erschien mit Metro: Last Light der Nachfolger von Metro 2033. Die Geschichte und die Handlung von Metro: Last Light basieren auf dem „schlechten“ Ende (siehe Handlung) von Metro 2033 und knüpfen an dieses an.

Im Mai 2014 enthüllte Deep Silver die Arbeiten an sogenannten Redux-Fassungen zu Metro 2033 und Last Light. Der Publisher kündigte neben der Veröffentlichung für Windows erstmals auch Ausgaben für die im Winter zuvor veröffentlichten Spielkonsolen PlayStation 4 und Xbox One an. Die einzeln oder im Paket erhältlichen Versionen wurden technisch (Grafik, KI, Waffenhandling) an das Niveau von Last Light angeglichen, außer dem jeweiligen Hauptspiel sind zusätzlich die Downloaderweiterungen enthalten. Als Veröffentlichungstermin wurde der Sommer 2014 angegeben.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sammelbare Moralpunkte: http://metro2033.wikia.com/wiki/Moral_Points metro2033.wikia.com, 30. April 2012
  2. Rene Heuser: Stalker-Klon von Ex-GSC-Mitarbeitern. gamestar.de, 18. August 2006.
  3. a b John Walker: Those who Survived: Metro 2033 is Back. rockpapershotgun, 22. Dezember 2008. (englisch)
  4. Chris Graft: THQ To Publish New Post-Apocalyptic FPS Metro 2033. gamasutra.com, 22. Oktober 2009. (englisch)
  5. Leigh Alexander: PathEngine Announces Version 5.13, New Licensees. gamasutra.com, 5. Dezember 2007 (englisch)
  6. Metro 2033 im Portfolio von KoreybaArts
  7. http://www.metacritic.com/game/pc/metro-2033
  8. http://www.metacritic.com/game/xbox-360/metro-2033
  9. http://www.gamestar.de/spiele/metro-2033/test/metro_2033,44630,2313482.html
  10. http://www.pcgames.de/Metro-Redux-PC-258781/News/Metro-Redux-Ueberarbeitete-Versionen-von-Metro-2033-und-Metro-Last-Light-fuer-PC-Xbox-One-und-PS4-angekuendigt-1121985/