PlayStation 4

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PlayStation 4
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PlayStation 4
Hersteller Sony
Typ Stationäre Konsole
Generation 8. Konsolen-Generation
Veröffentlichung
JapanJapan 22. Februar 2014
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 15. November 2013
EuropaEuropa 29. November 2013
China VolksrepublikChina noch ausstehend
Hauptprozessor AMD Jaguar x86 (AMD64) Octa-Core
Grafikprozessor AMD-Radeon-basiertes Design (Graphics Core Next)
Speichermedien CD, DVD-ROM, Blu-ray Disc und Cloud
Controller Funkcontroller (Bluetooth): DualShock 4, PlayStation Move, PlayStation Vita
Online-Dienst PlayStation Network
Verkaufte
Einheiten
ca. 11,45 Millionen[1]
(Stand: 10. Oktober 2014)
Vorgänger PlayStation 3

Die PlayStation 4 (abgekürzt: PS4, in Vorberichten häufig auch „Orbis“ genannt)[2] ist eine stationäre Spielekonsole von Sony Computer Entertainment. Das Gerät wurde im Februar 2013 als offizieller Nachfolger der PlayStation 3 angekündigt. Der Verkauf begann in Nordamerika am 15. November, in Europa, Australien und Asien begann er am 29. November 2013. Die PlayStation 4 steht als Konsole der achten Generation in direkter Konkurrenz zu Nintendos Wii U und Microsofts Xbox One.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Konsole mit dem offiziellen Codenamen Jedai[3] begann im Jahr 2008. Die Funktion des leitenden Architekten übernahm der US-amerikanische Spielentwickler und Programmierer Mark Cerny.[4] Zwei Jahre zuvor brachte Sony die PlayStation 3 aufgrund von Lieferschwierigkeiten im Vergleich zum Konkurrenten Microsoft mit einem Jahr Verzögerung in den Handel.[5] Dies hatte bei der Veröffentlichung einen Rückstand von über zehn Millionen verkauften Einheiten zur Xbox 360 zur Folge.[6] In einem Interview 2011 bezeichnete Jim Ryan, CEO von Sony Computer Entertainment Europe, den späteren Marktstart als Fehler und sprach davon, eine solche Situation zukünftig vermeiden zu wollen.[7] Insgesamt war die PlayStation 3 trotz 77 Millionen ausgelieferter Einheiten zum Zeitpunkt der PS4-Ankündigung (Stand: Januar 2013)[8] deutlich weniger erfolgreich als die beiden Vorgänger PlayStation und PlayStation 2.

Die offizielle Vorstellung der PlayStation 4 erfolgte weiterhin vor dem Hintergrund, dass ein Nachfrageeinbruch im TV-Segment sowie ein starker Yen Sony seit 2008 große Verluste beschert hatten.[9] Der Konzern hatte darauf mit mehreren Umstrukturierungsmaßnahmen und Mitarbeiterentlassungen reagiert,[10] am 1. April 2012 trat der langjährige PlayStation-Leiter Kazuo Hirai die Nachfolge des scheidenden Konzernchefs Howard Stringer an.[11] Trotzdem senkte die Ratingagentur Fitch im November 2012 die Bonitätsnote des Unternehmens auf „BB“, eine Kennzeichnung für spekulative, möglicherweise verlustbehaftete Anleiheninvestments.[9] Dem Erfolg der neuen Konsole wurde daher eine große Bedeutung für die weitere Zukunft des gesamten Konzerns zugesprochen.[12]

Anfang 2013 gelangten über einen Leak[13] die genauen technischen Spezifikationen ins Internet. Die Daten stimmten teilweise mit früheren Gerüchten[14] überein und bewahrheiteten sich später weitgehend. Auch die ungefähre Optik des Controllers war seit dem 14. Februar 2013 bekannt, wobei es sich bei dem aufgetauchten Bildmaterial um die Aufnahme eines noch nicht finalen Prototypen handelte.[15] Zuvor hatten sich Gerüchte um einen Nachfolger der PlayStation 3 zunehmend verdichtet.

Ankündigung und Enthüllung auf der E3[Bearbeiten]

Am 31. Januar 2013 stellte Sony im offiziellen PlayStation-Blog einen Teaser unter dem Namen „See the Future“ online, der ein PlayStation Meeting für den 20. Februar 2013 ankündigte.[16] In den Tagen vor der Veranstaltung veröffentlichte Sony auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite im Zeichen der bevorstehenden Veranstaltung Videos, die das Produktportfolio der Marke PlayStation rückblickend zusammenfassten.[17]

Die Konferenz fand im Manhattan Center in New York City statt. Obwohl der eigentliche Anlass der Veranstaltung bis zu Beginn unbekannt blieb, rechnete die Presse fest mit der Ankündigung von Sonys nächster Heimkonsole.[18] Die Vorstellung konnte online live in einem Videostream verfolgt werden. Sony und weitere Third-Party-Entwickler zeigten sowohl Technikdemos, welche die Physik- und Grafikleistung der Konsole unter Beweis stellen sollten, als auch zukünftige Spieletitel.[19] Als überraschend galt die angekündigte Verwendung von 8 Gigabyte an kostspieligem GDDR5-Speicher.[20] Zuvor war von Experten ein solches Szenario aus Kostengründen noch kategorisch ausgeschlossen worden.[21] Weiterhin präsentierte der Konzern zwar den DualShock-4-Controller, nicht jedoch das Design der stationären Hardware, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war.[22] Der Release der Konsole wurde für das 4. Quartal 2013 angekündigt.[19]

Nach der Ankündigung sank die Sony-Aktie geringfügig um etwa 1,77 Prozent. Die Ratingagentur Fitch bezweifelte öffentlich, ob die Konsole den aktuellen Ratingstatus des Unternehmens verändern könnte.[23] In der Presse wurde insbesondere kritisiert, Sony hätte nicht das Gehäuse der PS4 und somit auch nicht die eigentliche Konsole präsentiert.[24][25] Im Gegensatz dazu zeigte sich das Finanz- und Beratungsunternehmen Wedbush Securities beeindruckt von der Präsentation und lobte den Fokus auf Spiele.[26] Insgesamt wurde der Vorstellung eine große mediale Aufmerksamkeit zuteil. So wurde der offizielle PS4-Teaser zum meistangesehenen Video auf der Onlineplattform YouTube im Monat Februar.[27]

Die äußere Gestalt der Konsole wurde erstmalig auf der Electronic Entertainment Expo 2013 in Los Angeles präsentiert. Nur wenige Stunden nach dem Auftritt der Firma Microsoft, wurde zudem der Preis der Konsole von 399 US-Dollar bekannt gegeben und damit deren konkurrierende Heimkonsole, die Xbox One, um 100 US-Dollar unterboten.[28] Sony nutzte außerdem die Möglichkeit, sich offensiv für die Möglichkeit zum Offline-Betrieb sowie einen freien Handel mit Gebrauchtspielen auszusprechen.[29] Beides sollte zum damaligen Zeitpunkt aufgrund eines DRM-Systems auf der Xbox nicht beziehungsweise nur sehr eingeschränkt möglich sein. Die Pläne wurden jedoch nur wenige Wochen später aufgrund massiver Kritik verworfen.[30]

Markteinführung und Erfolg[Bearbeiten]

Die Konsole wurde Mitte November 2013 zuerst in den USA veröffentlicht. Europa (Ende November), große Teile Asiens und Australien folgten wenige Wochen später.[31] Der Absatz lag zwei Wochen nach der Markteinführung deutlich über dem der Vorgängerkonsole in demselben Zeitraum.[32] Zudem war das Gerät vielerorts vergriffen, weil Sony die hohe Nachfrage nicht decken konnte.[33][34] Der anfängliche Verkaufserfolg wird vor allem durch den vergleichsweise niedrigen Preis, sowie den langen Lebenszyklus der Vorgängerkonsole begründet.[31]

Der Verkaufserfolg hält auch Monate nach dem Launch an. Sony verkündet hierbei immer wieder neue Umsatzrekorde, womit das Unternehmen seinen Vorsprung zur fast zeitgleich erschienenen Next-Gen-Konsole der Konkurrenz Microsoft, die Xbox One, weiter ausbaut. Noch vor der Markteinführung in Japan (22. Februar 2014) vermeldet Sony 5,3 Millionen verkaufte Exemplare der Konsole.[35] In Zusammenhang mit Sonys Meldung von Anfang März 2014 bereits 6 Millionen Einheiten verkauft zu haben, bedeutet das, dass in nur zwei Wochen seit dem Japan-Release rund 700.000 Geräte abgesetzt werden konnten.[36] Dieser anfängliche Erfolg konnte sich in Japan nicht fortsetzen, die Verkaufszahlen brachen dort nach wenigen Wochen stark ein. Relativ gesehen liegen sie nun damit sogar hinter der anderen dort erhältlichen Next-Gen-Konsole Wii U.[37] Bereits am 17. April gibt Sony hingegen offiziell bekannt das die Playstation 4 sich insgesamt 7 Millionen mal verkauft hat. Mit insgesamt 20,5 Millionen Spielen ist auch der Softwarebereich nicht minder erfolgreich. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der gamescom 2014 am 12. August verkündete Sony, dass seit dem Launch mehr als 10 Millionen Konsolen verkauft werden konnten.[38]

Die Konsole[Bearbeiten]

Die PlayStation 4 kostet 399 € (399 $, 349 £). Sie wiegt 2,8 kg und ist damit leichter als die erste Generation der PlayStation 3, die 5 kg wog. Die Konsole wird von Foxconn gebaut.[39] Bei Verkauf stand unmittelbar das Systemupdate 1.50 zur Verfügung, das wesentliche Funktionen, wie z.B. die Wiedergabe von Film-Blu-rays oder Remote Play ermöglichte. Seit dem Systemsoftware-Update 1.75, welches am 29. Juli 2014 erschien, kann die PlayStation auch 3D-Blu-Ray-Filme abspielen. Das aktuelle Systemsoftware-Update ist 1.76. (Stand: 2. September 2014)

Sony gab auf der Gamescom 2014 bekannt, dass die PlayStation 4 ab dem Systemsoftware-Update 2.0 das Uploaden von Gameplay-Videos auf YouTube ermöglicht, verbesserte Funktionen für die Freundesliste mit sich bringt und das sogenannte SharePlay kommt. SharePlay erlaubt es PlayStation-Plus-Mitgliedern andere PlayStation-Plus-Mitglieder einzuladen, um ihnen virtuell den Controller in die Hand zu geben und das Spiel zu übernehmen. Der eingeladene Spieler kann die Steuerung über das Spiel auch übernehmen, wenn er den Titel nicht selbst besitzt.[40]

Die Produktionskosten der Konsolen bei Erscheinen beliefen sich laut einer Schätzung des US-amerikanischen Unternehmen IHS auf 381 US-Dollar und lag damit 18 Dollar unter dem Einführungspreis in den USA.[41] Sony gab zum damaligen Zeitpunkt bekannt, die Konsole mit leichtem Defizit zu verkaufen.[42] Auf dem europäischen Markt konnte über „das gesamte Ökosystem“ des Produkts von Beginn an Gewinn erwirtschaftet werden.[43] Inzwischen konnten die Produktionskosten der Konsole verringert werden.[44]

Bei Temperatur, Stromverbrauch und Geräuschentwicklung ergeben sich folgende Werte:[45]

Leerlauf Blu-ray Spiele
Maximale Oberflächentemperatur 40 °C 41 °C 44 °C
Energieaufnahme 82,5 W 103 W 145 W
Geräuschentwicklung 32 dB 33,5 dB 39,5 dB

Die US-amerikanische Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council hat den Stromverbrauch der Spielekonsolen Xbox One und PlayStation 4 kritisiert, wonach alleine in den USA die beiden Konsolen im Standby-Modus Stromkosten in der Höhe von 400 Millionen US-Dollar pro Jahr verursachen sollen. Die PlayStation 4 wird wegen des ineffizienten Controller-Aufladens kritisiert, bei dem die USB-Anschlüsse ständig aktiviert sind, selbst wenn kein Gerät zum Aufladen angeschlossen ist. Außerdem verbrauche die PS4 beim Streamen von Filmen zwischen 30 und 45 Mal mehr Energie als namentlich Apple TV oder Google Chromecast.[46]

Offizielles Zubehör[Bearbeiten]

Controller[Bearbeiten]

DualShock 4

Die Konsole verwendet einen DualShock-4-Controller, der optisch weitgehend dem Vorgänger, dem DualShock 3 für die PlayStation 3, gleicht. Trotz identischer Datenübertragungstechnik vom Controller zur Konsole (Bluetooth und USB-Kabel) ist der DualShock 3 nicht mit der PlayStation 4 kompatibel.[47] Die Latenz wurde dem vorherigen DualShock 3 gegenüber reduziert und die Rumble-Funktion verbessert. Zusätzlich ist ein Touchpad integriert, ebenso wie ein Audioausgang für Kopfhörer und ein Mono-Lautsprecher für Musik und Geräusche. Daneben sind der Select- und Start-Knopf zugunsten einer Optionstaste entfernt worden.[4] Die beiden Analogsticks wurden für eine bessere Griffigkeit überarbeitet. Weiterhin sind die Trigger nun nicht mehr nach außen (konvex), sondern nach innen (konkav) gekrümmt.[48] Eine Leuchtfläche, die sogenannte Light Bar, dient mithilfe von zwei Kameras zur genauen Bestimmung des Controllers im Raum, ähnlich dem Konzept der PlayStation Move. Durch verschiedene Farben können dabei mehrere Controller voneinander unterschieden werden.[4] Zur Bewegungserkennung ist weiterhin ein Six-Axis Motion-Sensing-System, bestehend aus einem 3-Achsen-Gyroskop und -Beschleunigungssensor, verbaut.[49] Die sogenannte Share-Taste erlaubt online die Veröffentlichung von aufgezeichnetem Gameplay. Für die Videoaufzeichnung und -bereitstellung verfügt die Konsole über einen zusätzlichen Computerchip.[4] Der bisher vorgestellte Prototyp soll dem finalen Design bereits sehr nahekommen.[50]

Neben dem DualShock 4 als Standardcontroller, lassen sich auch PlayStation Move oder die PlayStation Vita, Sonys aktuelle Mobilkonsole, als Steuerungsgeräte verwenden. Die Move-Controller der PlayStation 3 werden weiterhin unterstützt.[51]

PlayStation Camera[Bearbeiten]

PlayStation Camera

Bei der PlayStation Camera handelt es sich um eine Weiterentwicklung der PlayStation Eye für die PS3. Ein Dual-Kamera-System erlaubt ähnlich zu Microsofts Kinect eine Tiefenwahrnehmung der Umgebung.[52] Alternativ können die beiden Kameras für voneinander unterschiedliche Aufgaben zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann ein Sensor zur Bewegungserkennung verwendet werden und die zweite Kamera simultan einen Videomitschnitt aufzeichnen.[53] Die beiden Kameras unterstützen jeweils HD-Auflösungen sowie eine maximale Bildrate von 240 Bildern pro Sekunde. Zusätzlich sind vier Mikrofone (Mikrofon mit 4 Kanälen) verbaut.[54] Dieser Aufbau erlaubt einzelne Geräusche beziehungsweise Stimmen räumlich zuordnen zu können und dient darüber hinaus zur Rauschunterdrückung. Für Spiele wäre somit eine zusätzliche Sprachsteuerung denkbar.[55] Sony wird die Kamera laut eigenen Angaben nach dem Start der PlayStation 4 mit weiteren Software-Features ausstatten. Angekündigt wurde bislang eine Gestensteuerung, eine Sprachsteuerung sowie eine Gesichtserkennung.[56]

Verbindungsmöglichkeiten zu externem Zubehör[Bearbeiten]

Remote Play[Bearbeiten]

Über das von Sony „Remote Play“ getaufte Feature kann die Vita PS4-Spiele anzeigen und steuern. Auch die PlayStation 3 unterstützt bereits das Streamen von einigen Spielen auf die Vita, bei der PS4 soll dies laut Shuhei Yoshida, dem Präsidenten der SCE Worldwide Studios, aber mit mehr Spielen funktionieren. Durch den Aufkauf von Gaikai entwickelte Sony eine neue Methode, mit welcher die Übertragung der Inhalte mit einer wesentlich niedrigeren Latenz möglich ist, als es bei der PS3 der Fall ist.[57][58]

Durch Remote Play können alle Spiele, die nicht die PlayStation-Kamera benötigen, auf der Vita gespielt werden. Bei Remote Play verbindet sich die PlayStation Vita entweder über eine direkte WLAN-Verbindung, die WLAN-Verbindung des heimischen Netzwerks (Access Point) oder über das Internet mit der PlayStation 4. Nach der Verbindung kann der volle Inhalt des am Bildschirm ausgegebenen Signals auf der Vita gesehen werden. Ausnahmen bilden dabei Medien-Anwendungen oder die Wiedergabe von Blu-rays. Zusätzlich kann die PlayStation 4 über die Vita gesteuert werden. Da der Vita zwei Knöpfe und die drucksensitiven Analog-Sticks des DualShock-4-Controllers fehlen, werden diese Funktionen auf das rückseitige Touchpad der Vita abgebildet. Einige Spiele bieten zudem eine eigene Steuerung für Remote Play an, die speziell auf die Vita ausgerichtet ist.[59]

PlayStation App[Bearbeiten]

Die PlayStation App ermöglicht die Verbindung zu mobilen Plattformen (wie Smartphones oder Tablets) und deren Nutzung als zweiten Bildschirm. Unterstützt werden sowohl Android- als auch iOS-Geräte. Des Weiteren kann man etwas mit der App zeichnen und es dann auf der PlayStation wiedergeben.

Project Morpheus[Bearbeiten]

Sony stellte bei der Game Developers Conference sein Virtual-Reality-System vor:[60] der Prototyp hat eine volle 1080p-Auflösung mit einem 90-Grad-Sichtwinkel. Sony will zusätzlich sein VR-System mit Beschleunigungs- und Lagesensoren ausstatten und mit einer PlayStation-Kamera kombinieren. Das Gerät funktioniert momentan nur mit Kabel und Sony plant derzeit keine Wireless Version. Zu der Ausstattung soll eine 3D-Sound-Technologie gehören.

Software[Bearbeiten]

Betriebssystem[Bearbeiten]

Beim nativ auf der PlayStation 4 vorinstallierten Betriebssystem soll es sich um das von Sony selbst entwickelte OrbisOS handeln. Es wird angenommen, dass es sich ähnlich wie bei der PlayStation 3 um ein auf FreeBSD 9 basierendes unixoides System handelt.[61][62]

Spiele[Bearbeiten]

Am Launch-Tag der PlayStation 4 waren folgende Spiele erhältlich:[63]

Zusätzlich erschienen am Launch-Tag weitere Spiele ausschließlich als Download, darunter beispielsweise Resogun, Contrast, Flower und Sound Shapes. Zudem wurden die Free-to-play-Titel War Thunder, Warframe und Blacklight Retribution kostenlos oder zu einem geringen Betrag angeboten.

PlayStation-4-Spiele sind weltweit abspielbar. Es gibt wie bereits bei der Vorgängerkonsole keinerlei regionale Beschränkungen.[66]

Benutzeroberfläche[Bearbeiten]

Das Design der Benutzeroberfläche orientiert sich am Aussehen des PSN-Stores zum Zeitpunkt der PS4-Ankündigung. Im Gegenzug wurden sämtliche Elemente der früheren XrossMediaBar entfernt.[67] Das OS erlaubt zudem Multitasking. Beispielsweise ist es möglich, den Internet-Browser aufzurufen ohne ein aktuelles Spiel beenden zu müssen.[68] Hierzu gehört auch die Integration eines Cross-Game-Chats,[69] welcher trotz großer Nachfrage von der Vorgängerkonsole nicht unterstützt worden ist.[70] Für den Cross-Game-Chat wird kein PS-Plus-Abo benötigt.[71] Der überwiegende Teil der Oberfläche wird mit WebGL realisiert und durch eine, auf der WebKit-Engine basierenden, Renderengine dargestellt.[72]

Abwärtskompatibilität[Bearbeiten]

Die PlayStation 4 ist nicht in der Lage, PlayStation-3-Spiele nativ, das heißt direkt auf der Hardware ausgeführt, wiederzugeben. Stattdessen plant Sony sowohl PS1-, PS2- als auch PS3-Software über den Internetdienst „PlayStation Now“ zu streamen. Die dazu benötigte Technik soll die Firma Gaikai, ein Cloud-Computing-Unternehmen, das von Sony im Jahr 2012 aufgekauft wurde, bereitstellen. Der Dienst war bei der Veröffentlichung der Konsole noch nicht verfügbar. Anfang 2014 startet der Dienst erstmals in den USA. Ein genaues Datum, wann dieser Dienst für Europa geplant ist, ist bisher noch nicht bekannt. Während der CES 2014 hat Sony den Service mit dem Namen „PlayStation Now“ vorgestellt und die ersten beiden Spiele The Last of Us von Naughty Dog und Beyond: Two Souls von Quantic Dream bestätigt.[73][74][75][76]

Informationen zur Nutzung von Gebrauchtspielen[Bearbeiten]

Als im Mai 2013 bekannt wurde, dass die konkurrierende Xbox One über ein System verfügt, welches die Nutzung von gebrauchten Spielen einschränkt, wurde unter großer öffentlicher Beteiligung eine Twitter-Kampagne gestartet. Diese sollte Sony darauf hinweisen, dass die Spieler selbst derartige Restriktionen streng ablehnen. Auf diese Kampagne reagierten einzelne Mitarbeiter von Sony positiv, ein offizielles Statement der Firma blieb zunächst allerdings aus.[77]

Im Juni nutzte Sony die Computerspielemesse E3 in Los Angeles, um öffentlich klarzustellen, die PlayStation 4 werde über keinerlei Gebrauchtspielsperren verfügen.[78] Eine Ausnahme bildet die Online-Nutzung von Gebrauchtsoftware. An dieser Stelle überlässt Sony den einzelnen Verlegern, ob ein bereits als gebraucht erworbenes Spiel erneut zum Beispiel im Online-Multiplayer genutzt werden kann.[79][80] Eine Umsetzung über Onlinepässe erlaube Sony laut Scott Rohde, Chef der Abteilung Software-Entwicklung bei Sony, dabei allerdings nicht, da die Nutzer bereits über PlayStationPlus für die Nutzung von Onlinefunktionen zahlen müssten und ein doppeltes Zahlen verhindert werden solle. Gleichzeitig räumte er aber auch ein, dass man den großen Publishern nur sehr schwer vorschreiben könne, wie sie diese Dinge exakt handhaben, auch wenn er sich persönlich nur schwer vorstellen könne, dass irgendein großer Publisher solche Systeme aufgrund der entsprechenden negativen Wirkung anwenden würde.[81]

Obwohl hochrangige Mitarbeiter Sonys bereits vor der Online-Kampagne die generelle Möglichkeit zum Weiterverkauf von Gebrauchtspielen bestätigt hatten,[82][83] soll diese dennoch Einfluss auf die Entscheidung des Unternehmens ausgeübt haben.[84]

Programmierschnittstellen und Entwicklungsumgebung[Bearbeiten]

Zum Einsatz kommen zwei unterschiedliche APIs, die zukünftig zu einer einzigen verschmolzen werden sollen:

  • GNM (Low Level)
  • GNMX (High Level)

GNM erlaubt eine hardwarenahe Programmierung der Konsole. Auf High-Level-Ebene kommt hingegen GNMX zum Einsatz, die GNM förmlich umschließt (daher auch die Bezeichnung Wrapper-API) und auf der einfacher zu entwickeln ist.[85] Das Feature-Set ist mit OpenGL 4.4 sowie DirectX 11.2 vergleichbar und geht stellenweise noch darüber hinaus. Für den Grafikprozessor wurde eine eigene Shadersprache mit dem Namen PSSL entwickelt, die ebenso einen deutlich direkteren Zugriff auf die Hardware als beim PC ermöglichen soll.[86][87]

Als Entwicklungsumgebung kommt Visual Studio 2010 sowie Visual Studio 2012 unter Windows 7 zum Einsatz. Vorab integriert sind diverse Tools, unter anderem zur statischen sowie der Echtzeitanalyse von CPU- und GPU-Performance. Beim Compiler greift Sony auf LLVM zurück, der neben einer Open-Source-Community auch vom Unternehmen selbst regelmäßig erweitert wird.[87]

Hardware[Bearbeiten]

Technische Spezifikationen[Bearbeiten]

Die Hardware wurde von AMD in Koordination mit Sony als Accelerated Processing Unit (APU) realisiert. Der Haupt- (CPU) und Grafikprozessor (GPU) sind auf einem gemeinsamen Die vereinigt.[68][4] AMD beschreibt die Hardware als „semi-custom[88] und sieht in der PS4 die leistungsfähigste APU, die von dem Unternehmen bisher entwickelt wurde.[89]

Die Grafikeinheit besteht aus 18 Rechengruppen, den sogenannten Compute Units. Deren 1,84 TeraFLOP/s Rechenleistung kann frei für Grafik-, Simulationsaufgaben oder eine Mischung der beiden verwendet werden.[68] Insgesamt sind 20 Compute Units verbaut, zwei davon sind allerdings zur höheren Chipausbeute deaktiviert.[90] Die GPU taktet mit 800 MHz und basiert auf einem „DirectX 11.2+ Feature Set[86], welches um diverse Custom-Features erweitert wurde.[87][91] Die Modifikationen erweitern den Befehlssatz um spezielle Intrinsics und verbessern insbesondere die Verwendung des Grafikprozessors für General-Purpose-Anwendungen.[86] So wurde unter anderem die Anzahl von Compute-Befehlen unter GCN von zwei auf 64 erhöht.[92]

Der Hauptprozessor basiert auf AMDs Jaguar-Reihe mit 1,6 GHz[93][94] Taktrate in einer Ausführung als Acht-Kern-Prozessor. Dieser ist in zwei Vier-Kern-Gruppen realisiert, welche sich jeweils 2 MiB L2-Cache teilen. Jedem Kern steht weiterhin ein eigener 32 KiB L1-I-Cache und -D-Cache zur Verfügung. Neben dem Einsatz von 128-Bit-ALUs sowie mehreren Leveln an Sprungvorhersagen zeichnet sich der Prozessor vorwiegend durch die Verwendung einer x86-Architektur mit 64-Bit-Erweiterung aus.[87] Diese löst die auf der Konsole bisher verwendeten RISC-Architekturen wie IBM Power ab. Für Spiele stehen sechs der acht Kerne zur Verfügung, die restlichen Prozessoren werden von dem Betriebssystem reserviert.[95]

Zusätzlich besitzt die PS4 eine Reihe dedizierter Chips für Installationen, Daten-Uploads und -Downloads im Hintergrund oder im Sleep-Modus,[4] sowie zur Aufnahme von Gameplayvideos.[68] Darunter befindet sich ebenfalls ein Audioprozessor basierend auf AMDs TrueAudio-Technologie,[96][97] der eigenständig die De- und Kompression verschiedener Soundformate übernehmen kann.[98] Haupt- und Grafikprozessor werden für diese Aufgaben nicht beansprucht und somit entlastet.

Zum Einsatz kommen 8 GByte Arbeitsspeicher vom Typ GDDR5 mit 176 GByte/s Bandbreite.[68] Der Speicherzugriff erfolgt über einen 256 Bit breiten Bus bei einer effektiven Taktrate von 5500 MHz.[87] CPU und GPU schreiben Daten in einen gemeinsamen Adressbereich und können diesen vollständig auslesen (hUMA).[93][99][100] Kopiervorgänge zwischen beiden Einheiten, wie in einem konventionellen System mit getrennten Speicherpartitionen, entfallen. Darüber hinaus befinden sich auf der Hauptplatine 256 MB DDR3-RAM sowie 32 MB Flash-Speicher mit bisher unbekanntem Verwendungszweck.[101]

Kamera: PlayStation Camera[Bearbeiten]

  • Maße: 186 mm × 27 mm × 27 mm[54]
    (Breite × Höhe × Tiefe)
  • Gewicht: 183 g[54]
  • Videoauflösung: maximal 1280×800 Pixel × 2[54]
    (je ein Bild pro Kamera, Dual-Cam-Technik)
  • Bildrate:[54]
    • 1280×800 Pixel mit 60 FPS
    • 640×400 Pixel mit 120 FPS
    • 320×192 Pixel mit 240 FPS
  • Videoformate: RAW, YUV (unkomprimiert)[54]
  • Aufnahmebereich: ab 30 cm[54]
  • Blickwinkel: 85°[54]
  • Mikrofon: bestehend aus 4 Kanälen[54]
  • Verbindungstyp: proprietäres Format (AUX)[54]
  • Kabellänge: 2 m[54]

Controller: DualShock 4[Bearbeiten]

  • Maße: 162 mm × 52 mm × 98 mm[49]
    (Breite × Höhe × Tiefe)
  • Gewicht: 210 g[49]
  • Datenausgänge: USB (Micro B), Extention Port, Audio-Ausgang[49]
  • Kabellose Kommunikation: Bluetooth® Ver2.1+EDR[49]
  • Batterie: Eingebauter Lithium-Ion-Akku [49]
  • Aktionstasten: Dreieck, Kreis, Kreuz, Quadrat[49]
  • Richtungstasten: Oben / Unten / Links / Rechts[49]
  • Sonstige Tasten: PS-Taste, Share-Taste, Option-Taste sowie vier Schultertasten[49]
  • Analogsticks: L (mit L3-Taste) und R (mit R3-Taste)[49]
  • Spannung: 3,7 V[49]
  • Kapazität: 1000 mAh[49]
  • Touch Pad: kapazitiv, Klick-Mechanismus, bis zu zwei Berührungen gleichzeitig[49]
  • Bewegungssensoren: Six-Axis Motion-Sensing-System[49]
    (3-Achsen-Gyroskop und 3-Achsen-Beschleunigungssensor)[49]
  • weitere Eigenschaften: Light Bar, Vibration, eingebauter Mono-Lautsprecher[49]

Bildausgabe[Bearbeiten]

Die Konsole unterstützt eine Auflösung von bis zu 3840×2160 Pixel (4K Ultra HD). Diese Auflösung soll allerdings nur bei Bildern und Videos zum Einsatz kommen. Bei Spielen reicht die Leistung der Konsole dafür laut Shuhei Yoshida nicht aus.[102]

Abspielmedien und Geschwindigkeiten[Bearbeiten]

Schnittstellen[Bearbeiten]

I/O[Bearbeiten]

  • Super-Speed USB (USB 3.0)[68]
  • AUX (für die Kamera)[68]

Kommunikation[Bearbeiten]

AV Ausgang[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: PlayStation 4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. onlinewelten.com: Sonys Playstation dominiert die Verkaufscharts und die Konkurrenz muss zuschauen., 10. Oktober 2014, aufgerufen am 10. Oktober 2014.
  2. GamesIndustry.biz: Orbis: The Next-Gen PlayStation Takes Shape (Englisch), 4. April 2012, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  3. Play3.de: PlayStation 4: Nicht einmal SCEJ-Präsident Hiroshi Kawano kennt das finale Design, Februar 2013, abgerufen am 22. Februar 2013
  4. a b c d e f Gametrailers.com: PlayStation Meeting 2013 Live Stream (Englisch), 20. Februar 2013, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  5. BBC.co.uk: PlayStation 3 sells out at launch (Englisch), 11. November 2006, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  6. Engadget.com: Live from the Bill Gates keynote (Englisch), 7. Januar 2007, aufgerufen am 12. März 2013.
  7. Eurogamer.de: Sony: it would be „undesirable“ for PS4 to launch significantly later than the competition (Englisch), 23. November 2011, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  8. DigitalTrends.com: PlayStation 3 pulls ahead of Xbox 360 with 77 million consoles sold (Englisch), 10. Januar 2013, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  9. a b Welt.de: Fitch stuft Ratings von Sony, Panasonic auf 'Ramsch'-Niveau ab, 22. November 2012, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  10. Heise.de: Sony bestätigt 10.000 Entlassungen, 4. April 2012, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  11. ITEspresso.de: Sony-Führungswechsel: Howard Stringer geht, Kazuo Hirai übernimmt, 1. Februar 2012, aufgerufen am 24. Februar 2013.
  12. Spiegel.de: Neue Playstation: Sonys Schicksalsmoment, 20. Februar 2013, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  13. VGLeaks: World Exclusive: Orbis unveiled (Englisch), 28. Januar 2013, aufgerufen am 22. Februar 2013.
  14. PSX-Sense.nl: Exclusief: Talloze informatie over de PlayStation 4 inclusief specificaties (Niederländisch), 7. Juni 2012, aufgerufen am 12. März 2013.
  15. Destructoid.com: Is this the new PlayStation controller? (Englisch), 14. Februar 2013, aufgerufen am 22. Februar 2013.
  16. PlayStation.com: See the Future (Englisch), 31. Januar 2012, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  17. PlayStation.com: PlayStation Meeting 2013, online seit dem 31. Januar 2013, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  18. Stern.de: Sony startet die nächste Gaming-Generation, 20. Februar 2013, aufgerufen am 20. Februar 2013.
  19. a b UStream.tv: PlayStation Meeting 2013, 20. Februar 2013, aufgerufen am 21. Februar 2013.
  20. Eurogamer.net: PS4: PC-like architecture, 8 GB RAM delight developers (Englisch), 22. Februar 2013, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  21. Eurogamer.net: Spec analysis: Durango vs. Orbis (Englisch), 9. Februar 2013, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  22. Gameswelt.de: Design der Konsole noch nicht final, 22. Februar 2013, aufgerufen am 5. März 2013.
  23. ChannelNewsAsia.com: Sony shares slide after PlayStation 4 announcement (Englisch), 21. Februar 2013, aufgerufen am 22. Februar 2013.
  24. Focus.de: Sony narrt PS4-Fans mit Phantom-Präsentation, 21. Februar 2013, aufgerufen am 12. März 2013.
  25. Stern.de: Sonys Luftnummer, 21. Februar 2013, aufgerufen am 12. März 2013.
  26. VG27.com: PS4 reveal “truly impressive” says Pachter & colleagues (Englisch), 21. Februar 2013, aufgerufen am 23. Februar 2013.
  27. ThinkWithGoogle.com: YouTube Ads Leaderboard February 2013, 4. März 2013, aufgerufen am 12. März 2013.
  28. Heise.de: E3: PS4 zum Kampfpreis, läuft offline, 11. Juni 2013, aufgerufen am 25. Dezember 2013.
  29. ComputerBild.de: Sonys E3-Show: Kampfansage an Microsoft, 11. Juni 2013, aufgerufen am 25. Dezember 2013.
  30. Xbox.com: Your Feedback Matters – Update on Xbox One (Englisch), 19. Juni 2013, aufgerufen am 25. Dezember 2013.
  31. a b PCMagazin.de: Playstation 4 verkauft sich weltweit mindestens 2,8 Millionen Mal, 4. Dezember 2013, aufgerufen am 25. Dezember 2013.
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