Metzgete
Unter Metzgete versteht man in der Schweiz und im äussersten Südwesten Deutschlands den unmittelbaren Verzehr von nicht haltbar zu machenden Lebensmitteln, die bei der Schlachtung von Schweinen anfallen, insbesondere Blut und Innereien wie der Leber, häufig in Form von Wurst. Ein Gericht an einer Metzgete ist vergleichbar mit der deutschen Schlachtplatte. Serviert werden vorwiegend Blut- und Leberwurst, Haxen, Speck und Rippli mit Sauerkraut oder Kartoffeln.
Die Metzgete, jeweils zur Herbstzeit oft in Landgasthöfen angeboten, hat Tradition. Es gibt sie, seit der Mensch sesshaft geworden ist und sich die Tierhaltung zu Nutzen gemacht hat. In den entbehrungsreichen Wintermonaten war und ist es nicht möglich, den gesamten Tierbestand durch den Winter zu füttern. Nach der Schlachtung geht es darum, möglichst viel der gewonnenen Produkte zu verwerten. Produkte, die man nicht konservieren kann, müssen unmittelbar verwertet werden. Man verarbeitete sie unter anderem zu Blut- und Leberwürsten; die auch heute noch ohne Zugabe von Konservierungsstoffen sofort genossen werden.
Der VBL, Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste in Rieden, hat sich der Erhaltung einer authentischen Metzgete verschrieben.
[Bearbeiten] Radrennen
Züri-Metzgete heisst ein Radrennen, das alljährlich im Raum Zürich durchgeführt wiurd.[1]