Michail Mjasnikowitsch

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Michail Mjasnikowitsch (2011)
Kyrillisch (Weißrussisch)
Міхаіл Уладзіміравіч Мясніковіч
Łacinka: Michail Uładzimiravič Miasnikovič
Transl.: Michail Uladzimiravič Mjasnikovič
Transkr.: Michail Uladsimirawitsch Mjasnikowitsch
Kyrillisch (Russisch)
Михаил Владимирович Мясникович
Transl.: Michail Vladimirovič Mjasnikovič
Transkr.: Michail Wladimirowitsch Mjasnikowitsch

Michail Mjasnikowitsch (* 6. Mai 1950 in Nowy Snou bei Njaswisch, Minskaja Woblasz, Weißrussische SSR, Sowjetunion) ist ein weißrussischer Politiker. Er war vom 28. Dezember 2010 bis zum 27. Dezember 2014 Ministerpräsident Weißrusslands (unter dem Präsidenten Alexander Lukaschenko, der das Land seit fast 20 Jahren autokratisch regiert). Lukaschenko ernannte Andrej Kabjakou zu Mjasnikowitschs Nachfolger[1].

Michail Mjasnikowitsch schloss 1972 ein Studium am Institut für Bauingenieurwesen in Brest ab, sowie 1989 ein Studium an der Hochschule der KPdSU in Minsk. Seine Karriere im Staats- und Parteiapparat der damaligen Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik (BSSR) begann er 1983. Von 1986 bis 1990 war er Minister für Kommunale Wohnungswirtschaft der BSSR. Ab 1990 war Mjasnikowitsch stellvertretender Ministerratsvorsitzender. Bei den Präsidentschaftswahlen 1994 leitete er das Wahlkampfteam des Kandidaten Wjatschaslau Kebitsch. Nach dem Sieg Aljaksandr Lukaschenkas nahm er jedoch dessen Angebot an, Leiter der Präsidialverwaltung zu werden. 2001 verließ Mjasnikowitsch die Politik und wurde Vorsitzender des Präsidiums der weißrussischen Akademie der Wissenschaften. Nach den Präsidentschaftswahlen 2010 ernannte Lukaschenka ihn zum neuen Ministerpräsidenten.

Quellen[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. sueddeutsche.de: Lukaschenko feuert Chefs von Regierung und Zentralbank