Michel Guérard

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Michel Guérard (* 27. März 1933 in Vétheuil im Département Val-d’Oise) ist ein französischer Koch und einer der Erfinder der Nouvelle Cuisine.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des Lyzeums Corneille in Rouen begann er 1950 seine Konditorenausbildung bei Kléber Alix. 1957 folgte eine Anstellung als Chefkonditor im Hôtel de Crillon, wobei er 1958 für seine Leistungen den französischen Orden Bester Arbeiter Frankreichs im Gebiet Konditorei erhielt, den drei Jahre später auch Paul Bocuse erhalten sollte. Nach seiner Tätigkeit als Chefkonditor im Lido eröffnete er 1965 sein Restaurant "Le Pot au Feu" in Asnières, für das er 1970 2 Sterne des Guide Michelin erhält.

Ab 1974 führt Guérard dann mit seiner Frau Christine das Hotel "Les Prés d'Eugénie" und erhält bereits ein Jahr später 2 Sterne des Guide Michelin für dessen Restaurant. 1976 erscheint Guérard erstes Buch, welches heute als erste Beschreibung der Nouvelle Cuisine angesehen wird und in mehrere Sprachen übersetzt wird: La Grande Cuisine Minceur (dt. "Die leichte Große Küche"). Im Jahr 1977 erhält er dann den dritten Stern für sein Restaurant.

1978 folgt dann die Eröffnung des Gourmethaus "Comptoirs Gourmands Michel Guérard" in Paris und schließlich 1983 der Kauf des historischen Landgutes Château de Bachen im Weinbaugebiet Tursan im Südwesten Frankreichs. 1987 gründet er mit anderen "Großen Mützen" (siehe Gault-Millau) den Arbeitgeberverband "Chambre Syndicale de la Haute Cuisine Française" und wird zwischen 1988 und 1990 dessen Präsident. Mit der Wiederbelebung im Jahre 1993 eines antiken Gasthofes "La Ferme aux Grives", wendet sich Michel Guérard dann wieder stärker hin zur regionalen Küche, um ihr mit neuen Ideen wieder auf die Beine zu helfen.

Derzeit (Stand 2006) wird Michel Guérard mit 3 Sternen bei Guide Michelin und 19 Gault Millau Punkten geführt.

Literatur[Bearbeiten]

  • La Grande Cuisine Minceur (dt. Die leichte Große Küche) (1976)

Weblinks[Bearbeiten]