Microsoft OneDrive

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OneDrive
Logo von OneDrive
https://onedrive.com
Beschreibung Cloudspeicherdienst
Registrierung ja
Eigentümer Microsoft
Erschienen 2007 (als Windows Live Folders)
Status online

Microsoft OneDrive, ehemals Microsoft SkyDrive[1] ist ein Online-Datenspeicherungs-Dienst von Microsoft, der im Jahr 2007 von Microsoft unter dem Namen Windows Live Folders (Codename SkyDrive) in den Vereinigten Staaten von Amerika gestartet wurde[2]. Seit dem 19. Februar 2014 wird der Dienst unter dem Namen OneDrive betrieben. Der Dienst ermöglicht es, Dateien hochzuladen und dort – auch von anderen Zugängen aus – zu bearbeiten bzw. darauf zuzugreifen.[3]

Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser (Internet Explorer, Safari oder Firefox), über proprietäre Client-Anwendungen oder Apps. Optional können die Dateien auch anderen Nutzern zugänglich gemacht werden. Der kostenlose Speicherplatz beträgt seit dem Frühjahr 2012 7 GB. Seit dem 17. Juli 2014 stehen jedem Nutzer 15 GB kostenfrei zur Verfügung.[4] Zuvor betrug die kostenfreie Speicherkapazität 25 GB. Bestandskunden räumte Microsoft während eines Zeitfensters ein kostenloses Upgrade zurück zu ihrer gewohnten Speichermenge ein.[5][6]. Durch die Verwendung von OneDrive als Fotoarchiv in den entsprechenden Apps für Smartphones und Tablets sowie das Einladen von Freunden kann man weitere 8 GB kostenlos erhalten[7]. Für Käufer einer Microsoft Office-365-Version wurden ursprünglich weitere 20 GB, seit dem 17. Juli 2014 werden sogar 1 TB freigeschaltet. Die maximale Größe für einzelne Dateien beträgt 10 GB bei Verwendung einer aktuellen Browser-Version oder der OneDrive-App; bei Verwendung eines älteren Webbrowsers können nur Dateien mit einer Größe von bis zu 300 MB hochgeladen werden.[8]

Software und Apps[Bearbeiten]

Mit Hilfe der von Microsoft angebotenen OneDrive-Anwendung ist es möglich, Daten sehr einfach auf OneDrive hochzuladen („in der Cloud zu speichern“). Dazu wird ein OneDrive-Ordner auf dem eigenen PC angelegt und alle Dateien, die in diesen Ordner geschoben werden, werden automatisch zwischen Computer (PC oder Mac) und OneDrive.com abgeglichen. Werden Dateien an einem Speicherort hinzugefügt, verändert oder gelöscht, so werden diese automatisch beim nächsten Online-Kontakt auch an allen anderen (eigenen) Speicherorten damit synchronisiert.[9][10]

Neben OneDrive für Windows und Mac OS bietet Microsoft ebenfalls Apps für Windows Phone[11], Android[12], iPhone und iPad[13] an. Mit diesen hat man mobilen Zugriff auf die synchronisierten Dateien und die Möglichkeit, sie zu verwalten und mit anderen zu teilen. Aufgenommene Fotos oder Videos können ebenfalls direkt auf OneDrive hochgeladen und für andere freigegeben werden.

Eine Alternative zu den genannten Anwendungen ist das für Microsoft Windows als Freeware verfügbare Programm SDExplorer. Es ermöglicht ebenfalls, Dateien und Ordner mit OneDrive zu synchronisieren. Die kostenpflichtige Version SDExplorer Pro bietet zudem die Möglichkeit OneDrive als zusätzliches Laufwerk in den Arbeitsplatz einzubinden. Für Mac OS gibt es als Alternative das Programm Windows Live Mesh for Mac.

Seit Windows 8.1 ist OneDrive fest im Explorer integriert.

Sprachen[Bearbeiten]

Seit Mai 2008 ist der Dienst nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch und anderen Sprachen verfügbar. Unter aktuellen Linux- und Windows-Betriebssystemen ist es auch ohne spezielle Software möglich, OneDrive als Netzlaufwerk ins System einzubinden.

Office Online[Bearbeiten]

Mit der Einführung von Microsoft Office 2010 wurden dem Onlineangebot auch vereinfachte Webversionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote, die so genannten Office Web Apps, hinzugefügt, mit denen vom Browser aus einfache Dokumente angefertigt und teilweise auch bearbeitet werden können. So lassen sich zum Beispiel Präsentationen online, ohne lokal installiertes PowerPoint, wiedergeben oder Notizen zu OneNote-Dokumenten hinzufügen. Zum Start von Office 2013 wurden diese nochmals überarbeitet und bekamen neue Funktionen.[14] Zum Start von OneDrive wurden die Web Apps in Office Online umbenannt.

Namensänderung[Bearbeiten]

Altes Logo von Skydrive

Microsoft wurde von BSkyB wegen Verletzung von Markenrechten verklagt und im Juli 2013 verurteilt. Beide Unternehmen einigten sich darauf, dass Microsoft den Namen übergangsweise verwenden darf und im Gegenzug auf eine Berufung verzichtet. BSkyB hatte im Zeitraum 2008–2011 ein Produkt namens „Sky Store & Share“ im Angebot. Seit Februar 2014 trägt SkyDrive den Namen OneDrive, nachdem im August 2013 die Namensänderung bekanntgegeben wurde.[15][16][17]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pcworld.com/article/2091412/microsoft-renames-skydrive-to-onedrive.html
  2. Paul Thurrott's SuperSite for Windows: Windows Live 2007: A Look at the Next Generation
  3. Microsoft SkyDrive Anleitung, videonerd.de
  4. microsoft.com: OneDrive Speicher-Update ab sofort verfügbar
  5. Skydrive auf 7 GB reduziert – Gratisupgrade für Bestandskunden pocketpc.ch, abgerufen am 27. Oktober 2012
  6. Microsoft SkyDrive Reloaded, mobilfunkexperten.de
  7. Gratis mehr OneDrive-Speicher freischalten pcwelt.de, abgerufen am 25. Juli 2014
  8. OneDrive, Vergleich mit Apple iCloud, Google Drive und Dropbox
  9. https://apps.live.com/skydrive/app/9a65e47d-606a-4816-a246-90f54bf7a3ea
  10. https://apps.live.com/skydrive/app/f644a8ef-9f98-4d1b-a3d2-eab969b0fd44
  11. https://apps.live.com/skydrive/app/6bfef787-bd6d-4971-afef-a8e069db4603
  12. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.microsoft.skydrive
  13. https://apps.live.com/skydrive/app/2dd992ed-5756-43df-9cb9-61434ca23235
  14. pcwelt.de http://www.pcwelt.de/news/Microsoft-Neue_Office_Web_Apps_Funktionen_ueber_SkyDrive_verfuegbar-6950114.html, abgerufen am 5. November 2012
  15. http://www.chip.de/news/Microsoft-SkyDrive-wird-in-OneDrive-umbenannt_63441199.html
  16. Microsoft muss den Namen "SkyDrive" ändern. In: heise online. Abgerufen am 6. August 2013.
  17. Microsoft verliert Markenrechtsstreit um "SkyDrive". In: heise online. Abgerufen am 6. August 2013.