Milanówek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Milanówek
Wappen von Milanówek
Milanówek (Polen)
Milanówek
Milanówek
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Landkreis: Grodzisk Mazowiecki
Fläche: 13,52 km²
Geographische Lage: 52° 7′ N, 20° 39′ O52.11666666666720.65Koordinaten: 52° 7′ 0″ N, 20° 39′ 0″ O
Einwohner: 16.410
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 05-822
Telefonvorwahl: (+48) 22
Kfz-Kennzeichen: WGM
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: SkierniewiceWarschau
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 13,52 km²
Einwohner: 16.410
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1214 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1405011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jerzy Wysocki
Adresse: ul. Kościuszki 45
05-822 Milanówek
Webpräsenz: www.milanowek.pl

Milanówek ist eine Stadt in der Woiwodschaft Masowien (Polen), ungefähr 30 Kilometer von Warschau entfernt.

Da Milanówek einerseits nahe der polnischen Hauptstadt Warschau, andererseits aber auch in ländlicher Gegend gelegen ist, ist sie besonders für Geschäftsleute, die in Warschau arbeiten, als Wohnort attraktiv. Um diese Attraktivität zu steigern, wird aktives Stadtmarketing betrieben. Milanówek versteht sich selbst als „die grüne Stadt“ (miasta-ogród wörtl. „Gartenstadt“). Diese Naturverbundenheit drückt sich in den vielen Naturdenkmälern und Grünanlagen aus.

Zum Konzept der „grünen Stadt“ Milanówek gehört auch, Industrie aus der Stadt möglichst fernzuhalten. Die der Stadt dadurch entgehenden Steuereinnahmen sollen durch Mehrzahlungen der Bürger ausgeglichen werden. Tatsächlich ist Milanówek eine eher wohlhabende Stadt, was sich auch in der im Vergleich sehr niedrigen Arbeitslosenquote von 6,58 % (2005) ausdrückt (Vgl. Polen insgesamt: 18 % / Deutschland insgesamt: 11,5 %).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1899 das erste Mal als „Milanówek-Letnisko“ („Ferienort Milanówek“) als Sommer-Ferienort von Michał Lasocki (auch Lasecki geschrieben) erwähnt. Das 100-jährige Jubiläum feierte die Stadt demnach 1999. Die Stadtrechte bekam Milanówek 1951 verliehen. Im Jahr 2008 wurde Milanowek zur Partnerstadt Welzheims im Rems-Murr-Kreis.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Gemeinde zur Woiwodschaft Warschau.[2]

Der Name Milanówek leitet sich vom Vogel Milano (Milan) ab: „kleiner Milan“ bzw. „Milanchen“.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Milanówek (1971-1997)
Wappen von Milanówek (seit 1997)

Die Gestaltung des ersten Stadtwappens geht auf das Jahr 1971 zurück. Es bezog sich auf die beiden Haupterwerbszweige der Stadt, die Textil- und Präzisionsindustrie. Mit Beschluss des Stadtrates vom 10. Juni 1997 wurde dann das aktuelle Wappen eingesetzt. Es zeigt auf der linken Hälfte, blau unterlegt, das Wappen von Graf Michał Lasocki (auch Lasecki geschrieben) aus der Wappengemeinschaft Dolęga, dem "Gründer" der Stadt und weist auf der rechten Hälfte mit einem grünen Eichenblatt auf goldenem Grund auf die Naturverbundenheit Milanóweks hin.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 7. Juli 2014.
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)