Mogera insularis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mogera insularis
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Maulwürfe (Talpidae)
Tribus: Eigentliche Maulwürfe (Talpini)
Gattung: Ostasiatische Maulwürfe (Mogera)
Art: Mogera insularis
Wissenschaftlicher Name
Mogera insularis
Swinhoe, 1863

Mogera insularis ist eine Säugetierart aus der Gattung der Ostasiatischen Maulwürfe innerhalb der Maulwürfe (Talpidae). Sie ist über weite Teile des Südens Chinas sowie auf den Inseln Hainan und Taiwan verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Mogera insularis ist eine kleine Art der Maulwürfe mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 8,7 bis 13,7 Zentimeter und einer sehr kurzen Schwanzlänge von 0,3 bis 1,4 Zentimeter. Dabei unterscheiden sich die drei Unterarten in ihrer Größe, wobei die Nominatform auf Taiwan am größten und die Festlandform Mogera insularis latouchei am kleinsten ist. Das Fell ist sowohl auf dem Rücken wie auf dem Bauch schiefergrau bis schwarz mit Ausnahme von ein paar weißen Haaren auf den Füßen und an der Schwanzspitze.[1]

3 · 1 · 4 · 3  = 42
3 · 0 · 4 · 3
Zahnformel der Ostasiatischen Maulwürfe

Mogera insularis unterscheidet sich von dem ebenfalls im Süden Chinas vorkommenden Euroscaptor longirostris vor allem durch die kürzere und breitere Schnauze. Zudem sind die vergrößerter Krallen der Vorderbeine bei Mogera insularis schmaler und die Anzahl der Zähne ist geringer, da die Arten der Gattung Mogera keine unteren Eckzähne besitzen.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Mogera insularis

Das Verbreitungsgebiet von Mogera insularis umfasst weite Teile des Südens der Volksrepublik China sowie die Inseln Hainan und Taiwan. Dabei wurde die Art in den Provinzen Guangxi, Hunan, Fujian, Zhejiang, Sichuan, Anhui, Guizhou, Jiangsu, Guangdong und Jiangxi nachgewiesen. Nach neueren Funden kommt die Art auch im Norden von Vietnam vor.[2]

Auf Taiwan und Hainan ist Mogera insularis die einzige Art der Maulwürfe.[1]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise von Mogera insularis liegen nur sehr wenige Daten vor. Die Art kommt sowohl im Bergland im Süden Chinas wie auch in den Hochgebirgsregionen vor.[1] Wie alle Maulwürfe lebt sie unterirdisch und gräbt Tunnel im Boden, wo sie sich von Insekten und Würmern ernährt.

Systematik[Bearbeiten]

Mogera insularis wird als eigenständige Art innerhalb der Ostasiatischen Maulwürfe (Gattung Mogera) eingeordnet.[3] Historisch wurde sie der Art Euroscaptor micrura zugeordnet, die heute zu den Südostasiatischen Maulwürfen gehört.[3]

Innerhalb der Art werden neben der Nominatform Mogera insularis insularis auf Taiwan die beiden Unterarten Mogera insularis hainana auf Hainan und Mogera insularis latouchei auf Taiwan unterschieden.[3] Die Verbreitungsgebiete dieser Unterarten sind heute getrennt, die Inseln waren jedoch während der letzten Eiszeit Teil des Festlandes.[1] Der Status der Unterarten ist dabei vor allem aufgrund der deutlichen Größenunterschiede von Mogera insularis insularis und Mogera insularis latouchei unklar und es ist möglich, dass es sich um getrennte Arten handelt.[1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des großen Verbreitungsgebiets und der angenommen hohen Bestandszahlen als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft. Bedrohungen für die Bestände sind nicht bekannt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mogera insularis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Insular Mole. In: Andrew T. Smith, Yan Xie (Hrsg.): A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ u. a. 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 324.
  2. a b Mogera insularis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: Andrew T. Smith, C.H. Johnston, 2008. Abgerufen am 14. April 2013
  3. a b c Mogera insularis. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.