Niederschmalkalden
50.71583333333310.375277777778262Koordinaten: 50° 42′ 57″ N, 10° 22′ 31″ O
| Niederschmalkalden
Stadt Schmalkalden
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| Höhe: | 262 m |
| Eingemeindung: | 30. Juni 1994 |
| Eingemeindet nach: | Wernshausen |
| Postleitzahl: | 98574 |
| Vorwahl: | 036848 |
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Lage von Niederschmalkalden in Schmalkalden |
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Teilansicht (2012) |
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Niederschmalkalden ist ein Ortsteil der Stadt Schmalkalden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Thüringen). Bis zur Eingemeindung nach Wernshausen am 30. Juni 1994 war Niederschmalkalden eine selbständige Gemeinde.[1] Zusammen mit Wernshausen und Helmers gehört Niederschmalkalden seit dem 1. Dezember 2008 zu Schmalkalden.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Niederschmalkalden liegt im Tal der Schmalkalde, kurz vor deren Mündung in die Werra. Durch Niederschmalkalden führt die Landesstraße von Schmalkalden im Osten zur Bundesstraße 19 im Werratal westlich des Ortes. Außerdem verläuft die Bahnstrecke Wernshausen–Zella-Mehlis durch den Ort. Die nächstgelegenen Städte sind Schmalkalden (etwa sechs Kilometer östlich) und Meiningen (etwa 18 Kilometer südlich). Für die Bundesstraße 19 ist eine Ortsumgehung, teilweise auf der Trasse der unvollendet gebliebenen Reichsautobahnstrecke 85, in Bau, in deren Zuge bei Niederschmalkalden das Tal der Schmalkalde mit einer 630 Meter langen Brücke überspannt wird. Die Fertigstellung der Schmalkaldetalbrücke ist für Mitte 2012 vorgesehen.[3]
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort wurde erstmals 1324 als Nidern Smalcaldin erwähnt, als er aus dem Besitz der Dynasten von Frankenstein an die Grafen von Hennberg gelangte. Als Grenzbefestigung hatten die Henneberger eine Landwehr errichten lassen. Den Anfang hatte der Doppelgraben an der Burgruine Todenwarth, die als Zollburg diente. Niederschmalkalden gelangte damit in das Amt Wasungen. Im 16. Jahrhundert befand sich ein Hochofen zur Eisenverarbeitung am Ortsrand. Er wurde später zur Stabeisen und Drahtfertigung umfunktioniert. Im 18. Jahrhundert war es ein armes Dorf von Tagelöhnern und Landarbeitern. Die Industrialisierung verschaffte Niederschmalkalden im 19. Jahrhundert eine erste Blüte. Im Ort entstand eine Kammgarnspinnerei als Filialbetrieb der im Schweinaer Ortsteil Glücksbrunn betriebenen Fabrik. 1881 übernahm die Kammgarnspinnerei im Nachbarort Wernshausen diesen Betriebsteil.[4] Die historischen Gebäude der nach der Wende stillgelegten Kammgarnspinnerei wurden 2009 abgerissen.[5]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
- ↑ "630 Meter weit übers Tal" auf www.insuedthueringen.de, aufgerufen am 16. Mai 2012
- ↑ Manfred Salzmann et al. Zwischen Ruhla, Bad Liebenstein und Schmalkalden. Berlin 1977. ISBN 3-05-000378-2, S. 146-147
- ↑ "Alte Spinnerei liegt in Trümmern" auf www.insuedthueringen.de, aufgerufen am 16. Mai 2012
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