Nikolai Dmitrijewitsch Selinski

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Nikolai Zelinski

Nikolai Dmitrijewitsch Selinski (russisch Николай Дмитриевич Зелинский, wiss. Transliteration Nikolaj Dmitrievič Zelinskij; * 25. Januarjul./ 6. Februar 1861greg. in Tiraspol, heute Republik Moldawien; † 31. Juli 1953 in Moskau) war ein russischer Chemiker.

Selinski studierte an der Neurussischen Universität in Odessa und an den Universitäten von Leipzig und Göttingen in Deutschland. Er wurde in Odessa promoviert und war danach Professor für Organische und Analytische Chemie an der Universität Moskau. 1911 trat er aus Protest gegen die Bildungspolitik der zaristischen Regierung (unter anderem in Bezug auf Frauenstudium) zurück und wurde Direktor eines staatlichen Labors in Sankt Petersburg. Nach der Revolution 1917 war er wieder Professor in Moskau.

Er war einer der Begründer der Theorie der organischen Katalyse und an der Entwicklung der petrochemischen Industrie und synthetischem Kautschuk beteiligt. Ab 1929 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Er erhielt den Leninpreis (1934), dreimal den Stalinpreis (1942, 1946, 1948), viermal den Leninorden und den Titel Held der sozialistischen Arbeit.

Der Krater Zelinskiy auf dem Mond wurde nach ihm benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walentin Janin u. a.: Otetschestwennaja istorija: istorija Rossii s drewneischich wremen do 1917 goda : Tom 2. Bolschaja Rossijskaja enziklopedija, Moskau 1996, ISBN 5-85270-049-5, S. 243-244. (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikolai Selinski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien