Ossu

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ossu (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ossu
Ossu (Osttimor)
Ossu
Ossu
Koordinaten 8° 44′ S, 126° 22′ O-8.7377777777778126.37305555556Koordinaten: 8° 44′ S, 126° 22′ O
Viqueque cities rivers.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Viqueque
Subdistrikt Ossu
Suco Ossu de Cima
Höhe 622 m

Ossu ist ein osttimoresischer Ort im Distrikt Viqueque.

Geographie[Bearbeiten]

Ossu befindet sich 622 m über dem Meer im Suco Ossu de Cima (Subdistrikt Ossu). Der Ort liegt im Südosten Timors, etwa 13 km in Luftlinie nördlich von der Distriktshauptstadt Viqueque und etwa 91 km südöstlich von der Landeshauptstadt Dili. Ossu ist von mehreren Bergen umgeben. Dem Monte Mundo Perdido im Westen, dem Builo im Süden, dem Matebian-Massiv im Osten und dem Fatu Laritame im Norden.

Im Ort gibt es ein kommunales Gesundheitszentrum, einen Hubschrauberlandeplatz, eine Grundschule, eine prä-sekundäre Schule und eine Sekundärschule.[1]

Markant ist die katholische Pfarrkirche Sta. Teresinha do Menino Jesus (Theresia vom Kinde Jesus), die am 30. November 2012 eingeweiht wurde. Das rot-weiße Gebäude mit drei Glockentürmen über dem Portal hat ein grünes Giebeldach. Das Kirchenportal, zu dem eine Treppe führt, ist mit einigen Heiligenfiguren und -bildern geschmückt. Ein für Osttimor seltener Anblick ist die Kirchturmuhr im Hauptturm.

Geschichte[Bearbeiten]

Ossu war früher ein eigenständiges Reich, das von einem Liurai regiert wurde.

1939 wurde in Ossu eine Mission mit einer kleine Schule eröffnet. Francisco Guterres, genannt Lu-Olo, ehemaliger Parlamentspräsident und Vorsitzender der FRETILIN, der größten Partei des Landes, wurde am 7. Oktober 1954 in Ossu geboren. Hier ging er auch zwischen 1963 und 1969 an die St. Teresina Schule der Salesianer Don Boscos. 1973 betreute Guterres die Schule für ein Jahr. Auch der spätere Bischof von Dili Carlos Filipe Ximenes Belo SDB besuchte die St. Teresina Schule.

Ende 1979 gab es in Ossu ein indonesisches Umsiedlungslager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 509 kB)
  2. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)