Otto Neumann (Leichtathlet)

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Otto Neumann (* 28. August 1902 in Karlsruhe; † 12. April 1990 in Mannheim) war ein deutscher Leichtathlet.

Leben[Bearbeiten]

Deutsche Mannschaft in der 400-Meter-Staffel 1928

Er wurde 1922 und 1924 für die MTG Mannheim startend Deutscher Meister über 400 Meter. 1927 gewann er den Titel mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (Hübner, Erich Renell, Otto Neumann, Klähn) des DSC Berlin. Im Jahr darauf wurde er Deutscher Meister über 400 Meter Hürden und mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (Otto Neumann, Herbert Böcher, Reinhold Schmidt, Hermann Engelhard) des SC Teutonia 1899 Berlin.

Neumann wurde für die Olympischen Spiele 1928 in Amsterdam nominiert. Dort schied er im Einzel über 400 Meter im Zwischenlauf aus. Mit der deutschen 4-mal-400-Meter-Staffel (Otto Neumann, Werner Storz, Richard Krebs, Hermann Engelhard) jedoch, gewann er mit der europäischen Bestzeit von 3:14,8 min die Silbermedaille. Er hatte bei einer Größe von 1,78 m ein Wettkampfgewicht von 71 kg.

Er war Diplom-Turn- und Sportlehrer und wurde promoviert. An der Universität Heidelberg war er Honorarprofessor für Leibesübungen. Von 1938 bis 1940 trainierte er den SV Waldhof Mannheim und erreichte mit der Mannschaft 1939 das Pokalfinale. 1952 initiierte er die Gründung der Basketball-Abteilung des USC Heidelberg.[1] Von 1955 bis 1957 war er Vorsitzender der Vereinigung alter Leichtathleten, dem Zusammenschluss der Deutschen Meister.

Neumann wurde 1955 mit der Carl-Diem-Plakette des DSB und 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. USC Heidelberg

Weblinks[Bearbeiten]

  • Otto Neumann in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)