Otto von der Gablentz

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Otto Martin von der Gablentz (* 9. Oktober 1930 in Berlin; † 13. Juli 2007 in Amsterdam) war ein deutscher Diplomat.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn von Otto Heinrich von der Gablentz studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Politikwissenschaft und Soziologie am Europakolleg Brügge, am St Antony’s College der Universität Oxford und an der Harvard University. Als Politikwissenschaftler beschäftigte er sich mit der Berlin-Frage. Er war seit 1959 im Auswärtigen Dienst tätig, von 1961 bis 1964 in Australien und 1967 in London. 1973 wurde er Referatsleiter für Europäische politische Einigung und wechselte 1978 unter Helmut Schmidt ins Bundeskanzleramt.

1981 wurde er Abteilungsleiter für Außen- und Verteidigungspolitik. Nach dem Regierungswechsel war er seit 1983 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden, 1990 Botschafter in Israel und von 1993 bis 1995 Botschafter in Russland. Er war seit 1993 Honorary Fellow der Hebräischen Universität Jerusalem, erhielt 1997 die Ehrendoktorwürde der Universität von Amsterdam und war von 1996 bis 2001 Rektor des Europakollegs Brügge. Er lebte zuletzt in Amsterdam und wurde in Berlin beigesetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  •  Hans Wolfgang Kuhn, Otto Martin von der Gablentz: Ausgewählte Dokumente zum Viermächte-Status Berlins. Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik, Frankfurt am Main 1958.
  •  Willy Brandt, Otto Martin von der Gablentz: Dokumente zur Berlin-Frage. 1944–1959. Oldenbourg, München 1959.
  •  Otto Martin von der Gablentz: Die Berlin-Frage in ihrer weltpolitischen Verflechtung 1944–1963. Oldenbourg, München 1963.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)