Paykan

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Iran National
Paykan-1.jpg
Paykan
Produktionszeitraum: 1967–2005
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Pickup
Motoren: Ottomotoren:
1,5–1,7 Liter
(40,3–53,7 kW)
Länge: 4267 mm
Breite: 1613 mm
Höhe: 1422 mm
Radstand: 2502 mm
Leergewicht: 885–925 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Samand

Paykan (persisch: پيکان) ist die Bezeichnung für ein im Iran sehr verbreitetes Automodell, das bekannteste Produkt aus dem Hause Iran National (heute: Iran Khodro Industrial Group). Paykan lehnt sich an das persische Wort Peykan (Pfeil) an.

Es handelt sich dabei um ein Fahrzeug der Mittelklasse, das technisch auf dem englischen Modell Hillman Hunter von 1966 basiert. Die Fertigung im Iran wurde 1967 aufgenommen, zunächst aus angelieferten Teilen, die als "complete knock down" (CKD) vollständig zerlegt zum Zusammenbau im Iran geliefert wurden. Mitte der 70er Jahre begann die - bis auf den Motor - vollständige Produktion im Iran. Nachdem der Hillman-Nachfolger Chrysler die Produktion in England 1979 einstellte und die Rechte der Konstruktion an den Iran verkaufte, war der Paykan ein rein iranisches Fahrzeug. Dort wurde der Wagen bis 2005 hergestellt.

Der Viertürer wird immer noch häufig als Taxi verwendet, sein Neupreis lag bei etwa 6000 Euro. Daneben existierten weitere Karosserieformen und Modelle, ein Pickup und der sogenannte "Jugendpaykan" mit einem schwächeren Motor.

Der Paykan war nicht nur ein unmittelbarer Erfolg, er brachte seinen Besitzer beim Verkauf als Gebrauchtwagen mehr ein, als er als Neufahrzeug gekostet hatte. Zum einen war der Preisanstieg auf die steigenden Inflation im Iran zurückzuführen. Zum anderen lag es auch daran, dass die Nachfrage die Produktion bei weitem übertraf. War zunächst bei Produktionsbeginn im Jahr 1967 eine Jahresproduktion von 7000 Fahrzeugen vorgesehen, wurden 1978 pro Jahr 136.000 Fahrzeuge hergestellt. Die Produktion lief in drei Schichten 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche.

Paykan Pickup wird immer noch in der Stadt Täbris weiterproduziert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

[1]

  1. Abbas Milani: Eminent Persians. Syracuse University Press, 2009, Bd. 2, S. 635