Pays de Bray

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Das Pays de Bray ist ein Naturraum in Frankreich an der Grenze der Départements Seine-Maritime und Oise. Es liegt zwischen Neufchâtel-en-Bray und Beauvais. Die Heckenlandschaft (Bocage) ist Teil des großen Kalkplateaus, das auch den nördlich gelegenen Teil der Picardie, das Pays de Caux, das Pays de Thelle und den Vexin umfasst. Es wird durch ihre Böden aus Tonmineralen charakterisiert. Die Landschaft betreibt viel Milchviehhaltung.

Einteilung[Bearbeiten]

Lage des Pays de Bray

Der im Département Seine-Maritime gelegene Teil ist das Bray normand, der im Département Oise gelegene das Bray picard.

Hydrographie[Bearbeiten]

Im Pays de Bray entspringen die Epte, die Andelle (beide rechte Nebenflüsse der Seine), die Béthune, die Varenne und die Eaulne (Quellflüsse des Arques) sowie der Avelon, der sich in den ebenfalls in der Landschaft entspringenden Thérain, einen Nebenfluss der Oise, ergießt.

Orte in der Region[Bearbeiten]

Wichtige Orte sind Neufchâtel-en-Bray, Forges-les-Eaux, Gournay-en-Bray und Saint Saens in dem in der Haute-Normandie gelegenen Teil sowie Auneuil im picardischen Teil.

Geschützte Herkunftsbezeichnungen[Bearbeiten]

In der Landschaft gibt des drei geschützte Herkunftsbezeichnungen (AOC): Neufchâtel (Käse), Calvados und Pommeau de Normandie.

Keramische Industrie und Handwerk[Bearbeiten]

Das Töpferhandwerk verfügt in mehreren Gemeinden des Bray picard über eine lange Tradition, so in Savignies, Lachapelle-aux-Pots, Saint-Germain-la-Poterie und Saint-Paul. Schon am Ende des Mittelalters wurde das Töpfergeschirr nach England und über den Rhein ausgeführt. Seit dem 19. Jahrhundert blühte auch die Ziegeleiindustrie. Fie Fliesenherstellung entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; die Betriebe arbeiten teilweise noch.

49.8333333333331.4166666666667Koordinaten: 49° 50′ 0″ N, 1° 25′ 0″ O