Personenschifffahrt auf dem Genfersee

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Das 1973 stillgelegte Dampfschiff Genève 2012

Die Personenschifffahrt auf dem Genfersee (Teile des Genfersees liegen in der Schweiz und Frankreich) verbindet die zahlreichen Seeanstössergemeinden wie Bellevue, Coppet, Evian-les-Bains, Genf, Hermance, Lausanne, Le Bouveret, Montreux, Nyon, Thonon-les-Bains und Vevey mit einem dichten Verkehrsnetz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Genève auf einer Postkarte aus dem Jahr 1928
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: (Erfolgreiche) Bestrebungen zur Erhaltung und Sanierung der Dampfschiffe nach Anbruch der Dieselzeit fehlen

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Die Berufsfischer werden von Historikern als erste Fährleute auch auf diesem See vermutet. 1823 wurde das erste Dampfschiff durch den amerikanischen Konsul Edward Church auf dem See eingesetzt. Ab dem 1. Juli 1823 verkehrte die Guillaume Tell zwischen Genf und Lausanne regelmässig. Bald konkurrierten mit dem Dampfer auch die Winkelried (1824) und die Waadtländer Léman (1826) um den Transport von Gütern und Personen auf dem See.

Mit der Belle Epoque seit Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Ausbau der Eisenbahnen kamen mehr Personen und Güter an die Ufer der Seen, wo Schiffe den Weitertransport übernahmen. Von der zunehmenden Zahl ausländischer Touristen profitierte auch der Genfersee. Die Flotten wurden stark ausgebaut und die ersten Salondampfer erstellt. 1875 wurde mit der Mont Blanc der erste Salonraddampfer auf dem Genfersee in Betrieb genommen. Die Schiffe der Compagnie Générale de Navigation sur le Lac Léman (CGN) waren bekannt für ihre Gastronomie.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden auf den Schweizer Seen nur noch vereinzelt grössere Dampfschiffe in Betrieb genommen. Als letzter Raddampfer der Schweiz stiess 1928 die Stadt Luzern zur Flotte auf dem Vierwaldstättersee. Dieselmotorschiffe lösten die teilweise veralteten und nicht rentablen Dampfschiffe auf Flüssen und Seen ab. Diese benötigen weniger Personal und sind schneller betriebsbereit, da sie nicht für die Dampferzeugung vorgeheizt werden müssen. Die Erneuerung der Flotten der Schweizer Schifffahrtsgesellschaften führte zum Bau von verschiedensten modernen und komfortablen Motorschiffen.

Aktuelle Flotte[Bearbeiten]

Motorschiffe
  • Valais (2007), 200 Passagiere
  • Morges & Lavaux (2006), 200 Passagiere
  • Lausanne (1991), 1500 Passagiere
  • Henry Dunant (1963), 700 Passagiere
  • Général Guisan (1964), 700 Passagiere
  • Ville-de-Genève (1978), 560 Passagiere
  • Léman (1990), 650 Passagiere
  • Col-Vert (1960), 125 Passagiere
  • Coppet (2007, Schnellboot), 120 Passagiere
  • Genève (2007, Schnellboot), 120 Passagiere
Raddampfer

Dieselmotorschiffe

  • Helvétie (1926), momentan ausser Betrieb
  • Italie (1908), momentan ausser Betrieb
  • Vevey (1907), 750 Passagiere, momentan ausser Betrieb

Schiffe mit Dampfantrieb

  • Montreux (1904), 750 Passagiere
  • La Suisse (1910), 1200 Passagiere
  • Savoie (1914), 560 Passagiere
  • Simplon (1920), 1000 Passagiere
  • Rhône (1927), 850 Passagiere

Häfen, Stationen, Kurse[Bearbeiten]

Linienschiffs-Anlegestationen sind mit einem * gekennzeichnet.

  • Amphion, Aubonne,* Bellevue,* Chillon, Choiseul, * Clarens,* Céligny, Commerce, * Coppet, * Corsier, Crans,* Cully, * Eaux-Vives, Est, * Evian, Evian-Mouette, Founex, Gitana, * Hermance, * La Belotte, La Nautique, La Tour de Peilz, Lausanne, Lausanne-Vidy, * Lausanne-Ouchy, Lausanne-Vieux Port ,* Lutry, * Nyon, * Les Paquis, Lugrin, Lutry-Vieux-Stand, * Lutry, * Cully, * Meillerie, Château,* ,* Montreux, * Nernier, * Nyon, Perroy, Petit-Bois, Pichette Ouest u. Est, Port Vidoli, Prangins, * Pully,* Rivaz, Ripaille,* Rolle, Saladin,* Sciez,* Sechex , * St Gingolph, * St Prex, * St Sulpice, Tannay, * Territet, * Thonon, * Tourronde, Venoge, * Versoix, Versoix-Bourg, * Vevey-Plan, * Vevey-Marché, * Vevey-la-Tour * Villeneuve, * Yvoire

Schiffervereinigungen, Segelclubs[Bearbeiten]

  • ACVL (Regionaler Dachverein)
  • La Société nautique de Rolle
  • Le Cercle de voile du Vieux Chablais
  • Le Club Nautique de Nernier Yvoire. 1957
  • Le Club Nautique de la Baie de Corsier
  • L'Union Nautique de Morges
  • L Amicale de voile de Vevey
  • Le Cercle de Voile de Villeneuve
  • Le Cercle de Voile du Vieux Chablais
  • Le Cruising Club Suisse groupe Lémanique, section Haut Lac
  • Le Yacht Club de Genève
  • Les Pirates du Bief
  • Océanique Yacht Club
  • Société Nautique de Genève

Werften[Bearbeiten]

Die Gebrüder Sulzer aus Winterthur und Escher-Wyss aus Zürich konnten während der Belle Epoque eine grosse Anzahl Dampfschiffe für die Schweizer Seen liefern. Ihr Ruf für den guten Schiffbau und insbesondere für die Qualität der Dampfmaschinen machte sie auch im Ausland bekannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Charles Borel: Die Schweiz und die Binnenschiffahrt. Genf, Buchdruckerei Robert Steffen 1941. 87 S.
  • Liselotte Lohrer: Der Verleger Johann Friedrich Cotta - Chronologische Verlagsbibliographie 1787–1832. Stuttgart 1959. Hrsg. von Deutsches Literaturarchiv, Aus den Quellen bearbeitet von Bernhard Fischer, K. G. Saur, München 2003, ISBN 3598116322 (Über die Verbindung Cotta-Church)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Compagnie générale de navigation sur le lac Léman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien