Peseckendorf

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52.02305555555611.32305555555683Koordinaten: 52° 1′ 23″ N, 11° 19′ 23″ O

Peseckendorf
Höhe: 83 m ü. NN
Fläche: 6,87 km²
Einwohner: 219 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39387
Vorwahl: 039408

Peseckendorf ist ein Ortsteil der Stadt Oschersleben (Bode) im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Peseckendorf liegt zwischen den Städten Oschersleben (Bode) und Wanzleben im westlichen Teil der waldarmen Magdeburger Börde, deren auf eiszeitlicher Lößgrundlage äußerst fruchtbaren Schwarzerdeböden seit alters her landwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Das Gebiet um Peseckendorf fällt nach Süden zur 2 km entfernten Bode leicht ab, während in Richtung Nordwesten das Gelände allmählich um ca. 100 m ansteigt (Kniel 205 m ü. NN).

Zur ehemaligen Gemeinde Peseckendorf gehörte der 2,5 km nordwestlich von Peseckendorf liegende Ortsteil Neubau.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich gehörte das Rittergut Peseckendorf dem Geschlecht der Asseburg. 1848 sind bereits 15 Höfe mit 118 Einwohner vermerkt. Ebenfalls existierten zu dieser Zeit auch schon 2 Wassermühlen.

Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Peseckendorf in die Stadt Oschersleben (Bode) eingemeindet.[1] Die Postleitzahl hat sich dabei von 39398 zu 39387 geändert.[2]

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Wappen von Peseckendorf

Das Wappen wurde am 20. August 1999 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine steigende rote Spitze, belegt mit einem schwarz gefugten, spitzbedachten silbernen Turm mit je einer Tor- und Fensteröffnung; oben begleitet von zwei steigenden roten Ahornblättern.“

Die Tinkturen Rot und Silber verweisen auf die ursprüngliche Zugehörigkeit zum Bistum Halberstadt. Der Turm ist das Wahrzeichen des Ortes, welcher im Park des früheren Gutshofes steht. Die Blätter symbolisieren diesen Park, in dem viele Baumarten, auch exotische, vorkommen.

Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Rot - Silber (Weiß).

Die Flagge des Ortes ist Rot - Weiß gestreift mit dem mittig aufgelegten Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Zwei Kilometer westlich von Peseckendorf befindet sich die 1997 neu eröffnete Motorsport Arena Oschersleben.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Von Peseckendorf führen Landstraßen in die umliegenden Städte Oschersleben (Bode), Wanzleben, Seehausen und Hadmersleben. Der nächste Bahnhof befindet sich in der 1,5 km entfernten Nachbargemeinde Klein Oschersleben (Ortsteil der Stadt Oschersleben) an der Bahnlinie Magdeburg - Halberstadt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das ehemalige Peseckendorfer Gutshaus, das 1906 vom Architekten Paul Schultze-Naumburg in historisierendem Stil errichtet wurde, war nach 1945 zunächst eine Schulungsstätte des DDR-Gewerkschaftsbundes FDGB. Nach der Nutzung als Hilfsschulheim (1969 bis 1991) erwarb der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt die Gebäude und richtete nach umfangreicher Sanierung eine Jugendbildungsstätte ein. Zum Komplex gehört ein Landschaftspark mit Teichen sowie ein 25 m hoher Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der deutsche Arzt und Botaniker Johannes Thal starb 1583 in Peseckendorf. Im 19. Jahrhundert war der Schriftsteller und Theologe Julius Dammann zeitweise als Pfarrer in Peseckendorf tätig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Postleitzahlsuche der Deutschen Post

Weblinks[Bearbeiten]