Liste der Außenlager des KZ Buchenwald

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Die Liste der Außenlager des KZ Buchenwald gibt einen Überblick über die zahlreichen Nebenlager von Buchenwald. Das KZ Buchenwald war eines der großen Konzentrationslager der SS auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar vorrangig als Arbeitslager (im Unterschied zu den Vernichtungslagern) betrieben. Auch die meisten Außenlager waren einer bestimmten Fabrikation zugeordnet, bei der die Gefangenen massiv ausgebeutet und zum Teil getötet wurden. Die Geschichtswissenschaft und das Rechtswesen unterscheiden das KZ als Arbeitslager jedoch ganz klar von einem offenen Zwangsarbeitslager.

Zusätzlich zum Hauptlager gab es zeitweise eine Vielzahl von Außenlagern an vielen verschiedenen Orten; das Sonderlager Fichtenhain und ein Quarantänelager (Kleines Lager, abgegrenzter Teil innerhalb des KZ Buchenwald). Im März 1944 erhöhte die SS-Verwaltung die Anzahl der Außenlager auf 22 weitere Konzentrationslager, die von hier aus im Rahmen der Kriegsproduktion verwaltet wurden. In den letzten Kriegsmonaten bestanden viele kleinere Lager von vornherein als provisorische Zwischenschritte vor dem absehbaren Kriegsende. Es ist zum Teil heute schwer nachzuvollziehen, wo in dieser Phase ein Lager auf Dauer angelegt war oder nur als Etappe beim Rückzug vor den herannahenden Alliierten zu sehen ist.

Außenlager[Bearbeiten]

Die aufgeführten Lager-Nummern beziehen sich auf die Nummerierung des Projekts Deutschland – ein Denkmal, initiiert von Sigrid Sigurdsson.[14]

Chronologie zu den Außenlagern und anderen mit dem KZ Buchenwald verbundenen Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Auszüge der Chronologie sammeln Informationen zu den Außenlagern und anderen mit dem KZ Buchenwald verbundenen Gefangenen-Einrichtungen in zeitlicher Folge.

  • 1942
    • Februar: Gustloffwerke Weimar, das erste Außenkommando bei einem Rüstungsbetrieb. (Die Häftlinge waren weiter im Hauptlager eingesperrt und wurden von der SS zur Arbeit „verliehen“)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Baranowski: Die verdrängte Vergangenheit. Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Nordthüringen. Mecke Verlag, Duderstadt 2000, ISBN 978-3-932752-67-4.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 3 Sachsenhausen Buchenwald. Beck, München 2006, ISBN 978-3406529634.
  • Bundesgesetzblatt: Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemäß § 42 Abs. 2 BEG. In: Bundesgesetzblatt I (1977), S. 1786–1852; Änderung und Ergänzung des Verzeichnisses der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemäß § 42 Abs. 2 BEG. In: Bundesgesetzblatt I (1982), S. 1571–1579.
  • Bernd Eichmann: Versteinert, verharmlost, vergessen : KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland. Fischer Taschenbuch Verl., Frankfurt/M. 1985, ISBN 3-596-27561-X.
  • Katrin Greiser: Thüringen 1945 – Todesmärsche aus Buchenwald : Überblick. Namen. Orte. Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Weimar 2001, ISBN 978-3-935598-04-0.
  • Katrin Greiser: Die Todesmärsche von Buchenwald. Räumung, Befreiung und Spuren der Erinnerung. Wallstein, Göttingen 2008, ISBN 978-3-8353-0353-9.
  • International Tracing Service: Catalogue of camps and prisons in Germany and german-occupied territories. Sept. 1st, 1939 – May 8th, 1945 1st Issue, Arolsen, July 1949.
  • International Tracing Service: Catalogue of camps and prisons in Germany and german-occupied territories. Sept. 1st, 1939 – May 8th, 1945 Volume II, Arolsen, April 1950.
  • Felicja Karay: Wir lebten zwischen Granaten und Gedichten. Das Frauenlager der Rüstungsfabrik HASAG im Dritten Reich, Köln 2001 (Jerusalem 1997) Über das Buchenwalder Außenlager Leipzig-Schönefeld.
  • Jan Erik Schulte (Hrsg.): Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933–1945. Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2005, ISBN 3-506-71743-X.
  • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung (Hrsg.): Sehen, Verstehen und Verarbeiten. KZ Buchenwald 1937–1945. KZ Mittelbau-Dora 1943–1945. Materialien für die Vorbereitung von Besuchen in den Gedenkstätten. (= ThILLM-Heft 43) Bad Berka, 2000, ISSN 0944-8691.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nico Wingert: KZ Halle – Die verdrängte Vergangenheit. In: Stern, 27. Januar 2008
  2. a b c d e Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemäß § 42 Abs. 2 BEG.
  3. Karola Fings: Im Blickfeld: KZ-Außenlager in Köln. In: Jan Erik Schulte (Hrsg.): Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933–1945. [...] S. 216.
  4. Köln/Baubrigade III. Website des Netzwerk Außenlager Buchenwald, abgerufen am 30. August 2012.
  5. Karola Fings: Im Blickfeld: KZ-Außenlager in Köln. In: Jan Erik Schulte (Hrsg.): Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933–1945. [...] S. 218.
  6. KZ-Außenlager Münchmühle. DIZ Stadtallendorf.
  7. Tunnelbau für Himmler und Göring. In: Frankfurter Rundschau, 11. Mai 2004 (PDF; 23 kB).
  8. Bernd Vorlaeufer-Germer: Häftlinge bauten einen Tunnel für Hitler. In: Frankfurter Rundschau, 12. April 2005.
  9. Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. [...] Bd. 3 Sachsenhausen Buchenwald. [...] 2006, ISBN 978-3406529634. S. 567–568.
  10. Usingen/OT Kransberg Netzwerk Außenlager Buchenwald, abgerufen am 17. Dezember 2012.
  11. Detaildarstellung (Auswahl) im Verzeichnis der nationalsozialistischen Lager und Haftstätten 1933 bis 1945 (Deutschland – ein Denkmal), abgerufen am 14. Dezember 2012.
  12.  Sven Röbel, Nico Wingert: Das vergessene Geheimnis. In: Der Spiegel. Nr. 38, 2005, S. 46 (17. September 2005, online).
  13.  Christoph Pauly, Nico Wingert: Geheimes KZ im Untergrund. In: Der Spiegel. Nr. 19, 2006, S. 70 (8. Mai 2006, online).
  14. Ortsübersicht: Konzentrationslager sowie Außenlager. Konzentrationslager Buchenwald. In: Deutschland – ein Denkmal. Verzeichnis der nationalsozialistischen Lager und Haftstätten 1933 bis 1945. Ein Projekt zur Erforschung der nationalsozialistischen Lager- und Haftstätten sowie der Orte des Massenmordes 1933/1945. Idee und Konzept: Sigrid Sigurdsson [Datenbank Deutschland – ein Denkmal – ein Forschungsauftrag 1996 bis ...]; Kurator: Michael Fehr; wissenschaftliche Recherche und Bearbeitung der Datenbank: Bettina und Holger Sarnes 1996–2000; aktualisiert 2009.