Peter Haber (Schauspieler)

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Peter Alexander Haber (* 12. Dezember 1952 in Stockholm) ist ein schwedischer Schauspieler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Peter Haber wuchs als Sohn einer Schwedin und eines Deutschen in Södertälje in der Nähe von Stockholm auf. Getauft wurde er in Remscheid, wo die Familie seines Vaters lebte. Dort verbrachte er auch als Kind regelmäßig seine Sommerferien. Bis heute ist er Deutschland verbunden und spricht sehr gut Deutsch.[1] Schon als Kind begann er, sich für das Theater zu interessieren und stand mit 12 Jahren in einem Laientheater auf der Bühne.[2]

Nach der Schulzeit besuchte er die staatliche Schauspielschule in Stockholm, brach sie jedoch ab[2] und übernahm Theaterengagements in Landskrona und Gävle, wo er häufig in Shakespeare-Rollen zu sehen war. Haber wurde auch als Tenor ausgebildet und sang in Opern. Von 1987 bis 1994 war er am Stadttheater Stockholm engagiert. Seither ist er freischaffend tätig. Ende der 1980er Jahre begann er, zunächst kleinere Rollen im schwedischen Fernsehen zu übernehmen, denen bald Hauptrollen folgten, meist in Krimi-Serien und -Mehrteilern. International bekannt wurde Haber vor allem in der Rolle des Kriminalkommissars Martin Beck in der Fortsetzung der Fernsehserie Kommissar Beck – Die neuen Fälle nach den Kriminalromanen von Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Regelmäßig ist er auch in schwedischen Filmen zu sehen.

Wegen seiner guten Deutschkenntnisse, die eine Synchronisation unnötig machen, und seiner Popularität beim deutschen Publikum ist er regelmäßig als Gast in deutschen Fernsehserien wie Tatort (2006 als Björndal in der Episode Mann über Bord mit Axel Milberg) und in Hauptrollen in Fernsehfilmen zu sehen. 2008 spielte er in der deutsch-schwedischen Produktion "Der Kommissar und das Meer" mit. 2009 spielte er im Fernsehfilm Crashpoint – 90 Minuten bis zum Absturz den Flugkapitän Winkler. Gelegentlich ist er in TV-Melodramen neben bekannten deutschen Schauspielerinnen zu sehen, so 2008 neben Hannelore Elsner in Mein Herz in Chile und 2010 neben Thekla Carola Wied in Den Tagen mehr Leben!. Daneben ist er nach wie vor in seiner schwedischen Heimat auf der Theaterbühne zu erleben. So trat er 2002 im Stockholmer Chinateatern in Der Revisor auf.[3] Er verkörperte im Jahr 2012 in der Inszenierung des dänischen Regisseurs Jan Maagaard die Titelfigur des „Götz von Berlichingen“ bei den Burg Festspielen in Jagsthausen, als erster nichtdeutscher Darsteller des "Götz von Berlichingen".

Peter Haber ist seit 1990 mit der Kollegin Lena T. Hansson verheiratet, das Paar hat einen gemeinsamen Sohn.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1987: Nionde kompaniet
  • 1988: Venus 90
  • 1990: Fiendens fiende (Fernsehserie, acht Folgen)
  • 1992: Todesspur für Isabell (Blueprint) (Fernsehmehrteiler)
  • 1992: Jönssonligan & den svarta diamanten (Die Jönsson-Bande und der schwarze Diamant)
  • 1993: Jönssonligans största kupp (Die Jönsson-Bande und ihr größter Coup)
  • 1993: Cooler Sommer (Sunes sommar)
  • 1999: Der Weg nach draußen (Vägen ut)
  • 2000: Gossip
  • 2006: Tatort (Fernsehreihe, Folge Mann über Bord)
  • 2008: Der Kommissar und das Meer - An einem einsamen Ort (Fernsehserie, 3. Folge)
  • 2008: Mein Herz in Chile (Fernsehfilm)
  • 2009: Verblendung (Män som hatar kvinnor)
  • 2009: Crashpoint – 90 Minuten bis zum Absturz (Fernsehfilm)
  • 1997–2010: Kommissar Beck – Die neuen Fälle (Beck, Fernsehserie, 26 Folgen)
  • 2010: Den Tagen mehr Leben!
  • 2012: Eine Frau verschwindet (Regie: Matti Geschonneck)
  • 2013: Totenengel - Van Leeuwens zweiter Fall

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Leben mit und nach Beck. In: Hamburger Abendblatt vom 4. November 2006. (Aufgerufen am 10. September 2010.)
  2. a b Kurzbiografie von Peter Haber. Bei: prisma.online.de. (Aufgerufen am 10. September 2010.)
  3. Beck i graven med Haber. In: Svenska Dagbladet vom 4. Januar 2002. (Schwedisch; aufgerufen am 10. September 2010.)