Pierre Louis Prieur

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Pierre Louis Prieur

Pierre Louis Prieur, auch Prieur de la Marne, (* 1. August 1756 in Sommesous an der Marne; † 31. Mai 1827 in Brüssel) war ein französischer Politiker.

Er praktizierte als Anwalt in Châlons-sur-Marne bis 1789 und wurde dann in die Generalstände gewählt, wo er Sekretär der Versammlung wurde. Seine scharfen Attacken auf das ancien régime brachten ihm den Spitznamen Crieur de la Marne ein. 1791 wurde er Vizepräsident des Strafgerichts von Paris. Nachdem er in den Nationalkonvent wiedergewählt worden war, wurde er in die Normandie geschickt, wo er bittere Vergeltungsmaßnahmen gegen die Föderalisten anordnete. Er stimmte für den Tod Ludwigs XVI. und wurde als Mitglied des Ausschusses für nationale Verteidigung und des Wohlfahrtsausschusses in die Bretagne entsandt, wo er die Terrorherrschaft etablierte. Im Mai 1794 wurde er Präsident des Konvents. Die Gegenrevolutionäre zwangen ihn dazu, sich vom Mai 1795 bis zur Bekanntmachung einer Amnestie im Herbst zu verstecken. In der Zeit des Direktorium, des Konsulats und des Kaiserreichs beteiligte er sich nicht an öffentlichen Angelegenheiten. 1816 wurde er als Königsmörder verbannt.