Place Dauphine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Place Dauphine
Bau der Statue Heinrichs IV. vor der Place Dauphine

Die Place Dauphine auf der Westspitze der Île de la Cité im 1. Arrondissement ist einer der fünf Königlichen Plätze von Paris.

Ursprünglich lagen hier drei kleine Schwemminseln der Seine (l'île aux Juifs, l'île des Passeurs und l’îlot de la Gourdaine). An dieser Stelle wurde 1314 der Großmeister des Templerordens Jacques de Molay verbrannt. Beim Bau des Pont Neuf (1578–1607) wurden die Schwemminseln mit der Île de la Cité verbunden.

1607 beauftragte Heinrich IV. den Parlamentspräsidenten Achille de Harlay mit der Anlage eines dreieckigen Platzes zu Ehren des damaligen Thronfolgers Ludwig XIII. Es war nach der Place des Vosges die zweite königliche Platzanlage des 17. Jahrhunderts in Paris. Ursprünglich war das dreieckige Gelände mit 32 zweigeschossigen Häusern aus Backstein und weißen Kalksteinquadern umrahmt, im Aussehen ganz ähnlich wie die Häuser des Platzes im Marais.

In der Folgezeit wurden zahlreiche Häuser aufgestockt oder abgerissen und durch Neubauten ersetzt, sodass die einheitliche Gestalt der Platzanlage verlorenging. Lediglich die Häuser am Westende des Platzes haben ihre ursprüngliche Form bewahrt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Revolutionäre ließen die Todesopfer auf ihrem Weg von der Conciergerie zum Schafott den Pont Neuf passieren, um den Verurteilten einen letzten Blick auf die Seine zu gönnen.

Im Café du Terre-Plein auf der Île de la Cité trafen sich die Schriftsteller Restif de la Bretonne und Louis-Sébastien Mercier zum revolutionären Gedankenaustausch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Die übrigen königlichen Plätze von Paris:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Place Dauphine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.8565128333332.3425126666667Koordinaten: 48° 51′ 23″ N, 2° 20′ 33″ O