Polarlys (Schiff, 1996)

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Polarlys
Die Polarlys zwischen Havøysund und Hammerfest
Die Polarlys zwischen Havøysund und Hammerfest
Schiffsdaten
Flagge Norwegen Norwegen
Schiffstyp Passagier- und RoRo-Schiff
Klasse De Nye Skipene
Rufzeichen LHYG[1]
Heimathafen Tromsø[1]
Eigner Hurtigruten ASA[1]
Reederei Hurtigruten ASA
Bauwerft Ulstein Verft AS (Ulsteinvik, Norwegen)
Baunummer 223
Kiellegung 1. Februar 1995
Stapellauf 4. November 1995
Übernahme 23. März 1996[2]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 123,0[1] m (Lüa)
Breite 19,5 m
Tiefgang (max.) 4,9 m
Vermessung 11.341 BRZ[1]
Maschinenanlage
Maschine dieselmechanisch
2x Dieselmotor (Ulstein Bergen BRM-9), je 3.970 kW
2x Dieselmotor (Ulstein Bergen KRG-9), je 1.660 kW
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 11.260 kW (15.309 PS)
Höchst­geschwindigkeit 18 kn (33 km/h)
Propeller 2x Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 737 auf 6 Passagierdecks[3]
Fahrzeugkapazität 35[3] PKW
Sonstiges
Klassifizierungen Det Norske Veritas
Registrier­nummern IMO-Nr. 9107796[1]

Die Polarlys (norwegisch für „Polarlicht) ist ein Passagier- und RoRo-Schiff der Hurtigruten ASA, das auf der Hurtigruten an der Küste Norwegens im Linienverkehr eingesetzt wird. Zuvor hatte es bereits zwei weitere Schiffe mit diesem Namen gegeben. Wie die Nordlys und die Midnatsol ist auch die Polarlys nach einer Naturerscheinung benannt.

Geschichte

Bau und Indienststellung

Am 14. Juni 1994 schlossen die Reederei Troms Fylkes Dampskibsselskap ASA und die Werft Ulstein Verft AS den Vertrag über den Bau eines neuen Schiffes, das auf der Hurtigruten zum Einsatz kommen sollte. Der Rumpf wurde als Baunummer 223 auf der Ulstein Verft in Ulsteinvik am 1. Februar 1995 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 4. November 1995 und am 23. März 1996 konnte das Schiff abgeliefert werden. Am gleichen Tag wurde das Schiff von der Juristin und Politikerin Ann Kristin Olsen auf den Namen Polarlys getauft.[2]

Einsatz

Unmittelbar nach der Indienststellung unternahm die Polarlys eine Kurzkreuzfahrt zu den Shetland- und den Orkney-Inseln. Am 17. April 1996 nahm das Schiff den Liniendienst auf der Hurtigruten auf und ersetzte die Nordstjernen.

Maschinenanlage und Antrieb

Die Polarlys ist mit einer dieselmechanischen Antriebsanlage ausgestattet. Sie besteht aus zwei „Vater-und-Sohn“ Antriebsgruppen; jede umfasst zwei Neunzylinder-Reihendieselmotoren des Typs Ulstein-Bergen BRM-9 („Vater“, in Fahrtrichtung voraus eingebaut) bzw. Ulstein-Bergen KRG-9 („Sohn“, in Fahrtrichtung achtern eingebaut). Die Nenndrehzahl der Motoren beträgt 750/min. Sie wirken gemeinsam über zentral angeordnete Reduktionsgetriebe („Doppelmotorengetriebe“) des Typs Volda ACG1500/900HV und Wellenanlagen auf jeweils einen Verstellpropeller. Die Generatoren (Wellengeneratoren) des Schiffes sind direkt an die Hauptmotoren gekoppelt und wurden von Leroy Somer hergestellt. Sie leisten 1.600 kW („Vater“-Seite, Hauptgenerator) bzw. 1.550 kW („Sohn“-Seite, Hilfsgenerator). Die reine Antriebsleistung des Schiffes wurde von der Werft mit 3.600 kW/Propeller (ca. 4.500 PS/Propeller) angegeben.[4] Als Manövrierhilfen dienen zwei Querstrahlanlagen im Bug mit einer Leistung von je 600 kW (ca. 815 PS) und eine Anlage im Heck mit einer Leistung von 880 kW (ca. 1.200 PS).

Ausstattung

Die Polarlys verfügt über sieben Decks und bietet 619 Passagieren Platz. Es gibt 473 Betten in 225 Kabinen. Die 35 Stellplätze für Autos an Bord können über eine seitliche Ladeluke an Bord erreicht werden. Die Innenausstattung des Schiffes orientiert sich an der Natur Skandinaviens.

Die Polarlys hat die für ein Schiff ihres Baujahres und Kategorie die üblichen Ausstattungen und Einrichtungen. So gibt es ein Restaurant, Bistro, Bar sowie Aufenthaltsräume und eine Sauna an Bord.

Literatur

  • Doug Woodyard: Pounder's Marine Diesel Engines and Gas Turbines. Butterworth-Heinemann, ISBN 978-0750658461.

Weblinks

Commons: Polarlys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Schiffsdaten auf Det Norske Veritas, aufgerufen am 19. Dezember 2010
  2. a b Norwegische Postschiffe: "MS Polarlys", aufgerufen am 18. Dezember 2010
  3. a b Schiffsinformationen der Reederei (Memento vom 15. Februar 2011 im Internet Archive), aufgerufen am 13. Dezember 2010
  4. Ulstein Group: M/S Polarlys, aufgerufen am 23. Dezember 2010