Pulvinsäure
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| Strukturformel | |||||||
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| Allgemeines | |||||||
| Name | Pulvinsäure | ||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C18H12O5 | ||||||
| CAS-Nummer | 26548-70-9 | ||||||
| PubChem | 3035166 | ||||||
| Kurzbeschreibung | gelber Feststoff | ||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 308,3 g/mol | ||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Schmelzpunkt |
216-217 °C [1] |
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| Siedepunkt |
Zersetzung |
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| Sicherheitshinweise | |||||||
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| LD50 |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Die Pulvinsäure ist eine organische chemische Verbindung, die zu den Lactonen, Enolen und ungesättigten Carbonsäuren (auch Alkensäuren) zählt. Sie gab der bei Pilzen und Flechten weit verbreiteten Gruppe der Pulvinsäure-Farbstoffe ihren Namen. Im Vergleich zu ihrem Methylester Vulpinsäure besitzt die Pulvinsäure eine sehr viel geringere Toxizität.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte und Vorkommen
In Pilzen wie den Röhrlingen und Flechten kommen sehr viele verschiedene Farbstoffe vor, die entweder Derivate der Pulvinsäure (etwa die Gomphidsäure) oder aus mehreren Pulvinsäure-Einheiten zusammengesetzt sind (Beispiel für zwei Einheiten : Badione). 1831 wurde der Pulvinsäure-Methlyester Vulpinsäure bei der Untersuchung von Flechten durch den französischen Apotheker und Chemiker Antoine Bebert entdeckt, aber erst 1860 von Franz Möller und Adolph Strecker genauer untersucht und beschrieben.[5]
[Bearbeiten] Darstellung und Biosynthese
Jacob Volhard synthetisierte als erster die Vulpinsäure sowie die Pulvinsäure. In Pilzen verläuft die Biosynthese über Phenylalanin; daraus entsteht nach Desaminierung, Dimerisierung und Ringspaltung schließlich die Pulvinsäure.[6]
[Bearbeiten] Chemische Eigenschaften
Pulvinsäure ist ein Lacton, also ein intramolekularer Ester der trans-1,4-Diphenyl-2,3-dihydroxy-1,3-butadien-1,4-dicarbonsäure und entsteht aus dieser durch Abspaltung von Wasser:
[Bearbeiten] Biologische Bedeutung
Viele gelbe Farbstoffe in Pilzen und Flechten leiten sich von der Pulvinsäure ab. Dabei wird zwischen Derivaten der Pulvinsäure sowie di- und oligomeren Stoffen unterschieden. Zu den Dimeren zählen die Badione; Derivate des Monomers sind etwa die Gomphidsäure und die Vulpinsäure. Die Vulpinsäure, der Methylester der Pulvinsäure, ist ein starkes Gift, das den produzierenden Pilzen und Flechten als Fraßschutz vor Schnecken und anderen Freßfeinden dient.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ J. d'Ans, E. Lax, C. Synowietz: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 1983, Springer-Verlag, ISBN 354012263X
- ↑ In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ Acta Pharmacologica et Toxicologica. Vol. 2, Pg. 109, 1946.
- ↑ National Academy of Sciences, National Research Council, Chemical-Biological Coordination Center, Review. Vol. 5, Pg. 0, 1953.
- ↑ Canstatt's Jahresbericht über die Fortschritte in der Pharmacie und verwandte Wissenschaften in allen Ländern, Harvard Universität, Jahrgang 10 (1861)
- ↑ L Zechmeister: Fortschritte Der Chemie Organischer Naturstoffe, 1971, Springer-Verlag, ISBN 3211810242

