Purtschellerhaus
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Purtschellerhaus DAV Hütte Kategorie I |
||
|---|---|---|
| Purtschellerhaus mit Untersberg | ||
| Lage | Nordseite des Hohen Gölls; Grenze Bayern / Salzburg; Talort: Berchtesgaden | |
| Gebirgsgruppe | Berchtesgadener Alpen | |
| Geographische Lage | 47° 36′ 3400″ N, 13° 4′ 1700″ O47.609444444413.07138888891692Koordinaten: 47° 36′ 3400″ N, 13° 4′ 1700″ O | |
| Höhenlage | 1.692 m ü. NN | |
|
|
||
| Besitzer | DAV-Sektion Sonneberg | |
| Pächter | Regina und Sepp König | |
| Hüttentyp | Hütte | |
| Geöffnet | Mitte Mai bis Ende Oktober | |
| Beherbergung | 13 Betten, 42 Lager, 10 Notlager | |
| Weblink | Website der Hütte | |
| Hüttenverzeichnis | OeAV DAV | |
Das Purtschellerhaus ist eine Alpenvereinshütte in den Berchtesgadener Alpen, die am Hohen Göll auf der Grenze von Bayern (Deutschland) und Salzburger Land (Österreich) auf 1.692 m ü. NN steht.
Aufgrund leichter Erreichbarkeit ist das Purtschellerhaus, das zur Sektion Sonneberg des Deutschen Alpenvereins gehört und nach dem Alpinisten Ludwig Purtscheller benannt ist, ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern und Tagesgästen, die hier einkehren und einen weiten Ausblick genießen können. Außerdem ist das Schutzhaus wichtiger Stützpunkt für geübte Bergsteiger, die von hier aus über den Normalweg auf den Hohen Göll steigen können. Im Sommer ist es durchgehend bewirtschaftet, im Winter jedoch geschlossen und wegen hoher Lawinengefahr unzugänglich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographische Lage
Das Purtschellerhaus steht auf dem „Eckerfirst“, einem kammartigen Nordausläufer des 2.522 m ü. NN hohen Bergs Hoher Göll, der über den Eckersattel (1.413 m) zum Ahornbüchsenkopf (1.604 m) überleitet. Es befindet sich über dem Talkessel von Berchtesgaden (West-Nordwesten) und dem Tal der Salzach (Osten) auf 1.692 m ü. NN.
[Bearbeiten] Geschichte
1899 begannen die Bauarbeiten am Purtschellerhaus, seine Einweihung fand am 2. Juli 1900 statt. Ursprünglich sollte das Haus „Hütte am Hohen Göll der Sektion Sonneberg“ heißen. Kurz vor der Eröffnung starb jedoch Ludwig Purtscheller, einer der wohl bedeutendsten Alpinisten dieser Zeit. Die Sektion Sonneberg beschloss daraufhin, ihm zu Ehren die Hütte „Purtschellerhaus“ zu nennen.
Bereits 1909 wurden die Räumlichkeiten zu eng und die Hütte wurde durch einen Anbau erweitert. 1937 wurde auf Vorschlag der Sektion Sonneberg der genaue Grenzverlauf bei der Hütte bestimmt. Seit der genauen Vermessung der deutsch-österreichischen Grenze liegen ein Drittel der Hütte in Deutschland und zwei Drittel in Österreich. Noch heute muss man auf dem Weg von der alten Gaststube zur Toilette die Grenze von Deutschland nach Österreich passieren - markiert durch einen Farbstrich am Boden. Dieser eigenartigen Lage verdankt das Purtschellerhaus auch einen Besucheranstieg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Da die Alliierten sonst keinen Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich gestatteten, konnten sich einige 'getrennte' nur in der Hütte legal treffen und unterhalten. Sogar eine bilaterale Hochzeit fand zu dieser Zeit hier statt.
Während der Nachkriegszeit wurde das Haus von der Sektion Berchtesgaden treuhänderisch verwaltet. Im Jahr 1959 übernahm die Sektion Sonneberg wieder die Verwaltung, nachdem sie ihren Sitz nach Coburg in Oberfranken verlegt hatte.
[Bearbeiten] Anreise
- per Zug: die nächsten Bahnhöfe sind Berchtesgaden, Kuchl, Golling
- per Bus: von Berchtesgaden über die Roßfeldstraße bis Enzianhütte oder Ahornkaser
- per PKW: von Berchtesgaden über die Roßfeldstraße bis Enzianhütte oder Ahornkaser
[Bearbeiten] Zugänge
- Vom Ahornkaser (1.500 m), Parkplatz) über den Eckersattel (1.413 m), leicht, Gehzeit: 1 Stunde
- Von der Enzianhütte (1.200 m, Parkplatz) über den Eckersattel, leicht, Gehzeit: 1¼ Stunden
- Von Kuchl oder Golling über Dürrfeichtalm und Eckersattel, leicht, Gehzeit: 3½ Stunden
[Bearbeiten] Übergänge
- Kehlsteinhaus (1.840 m) über Salzburger Steig und Mannlgrat (Klettersteig), Schwierigkeitsgrad II nach UIAA, teilweise gesichert, Gehzeit: 4½ Stunden
- Carl-von-Stahl-Haus oder Schneibsteinhaus über Salzburger Steig, Gölleiten, Hoher Göll, Hohes Brett und Jägerkreuz, Schwierigkeitsgrad I-II nach UIAA, teilweise gesichert, nur für Geübte, Gehzeit: 6 Stunden
[Bearbeiten] Gipfelbesteigungen
- Hoher Göll (2.522 m) über Salzburger Steig, Schusterroute/Kamin und Gölleiten, Schwierigkeitsgrad II nach UIAA, teilweise gesichert, Gehzeit: 3 Stunden
[Bearbeiten] Klettermöglichkeiten
- Klettergarten 15 min oberhalb der Hütte, Schwierigkeitsgrade III bis VI nach UIAA.

