Golling an der Salzach

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Golling an der Salzach
Wappen von Golling an der Salzach
Golling an der Salzach (Österreich)
Golling an der Salzach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Hauptort: Golling an der Salzach
Fläche: 82,09 km²
Koordinaten: 47° 36′ N, 13° 10′ O47.613.166666666667476Koordinaten: 47° 36′ 0″ N, 13° 10′ 0″ O
Höhe: 476 m ü. A.
Einwohner: 4.090 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5440
Vorwahl: 0 62 44
Gemeindekennziffer: 5 02 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 80
5440 Golling an der Salzach
Website: www.golling.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Anton Kaufmann (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(21 Mitglieder)
13 ÖVP, 5 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Golling an der Salzach im Bezirk Hallein
Abtenau Adnet Annaberg-Lungötz Bad Vigaun Golling an der Salzach Hallein Krispl Kuchl Oberalm Puch bei Hallein Rußbach am Paß Gschütt Sankt Koloman Scheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Golling an der Salzach im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Golling an der Salzach ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburg im Bezirk Hallein in Österreich mit 4090 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Salzachtal im Tennengau im Salzburger Land rund 25 km südlich von Salzburg.

Ortsteile der Gemeinde sind: Markt, Obergäu, Torren. Obergäu und Torren waren früher eigenständige Gemeinden, wurden aber im Laufe der Zeit an Golling angegliedert. Dabei wurde dann der damalige Ort Golling als Gemeindeteil ortsüblich „Markt“ benannt.

Es ist der letzte Ort, bevor es von Salzburg kommend direkt ins Gebirge geht. Die Lage Gollings am Nordfuß von Hagengebirge und Tennengebirge bringt unbeständige Wetterverhältnisse mit, der Ort wird oft als „Wetterloch“ bezeichnet, weil es hier häufiger regnet als in den nördlichen Nachbargemeinden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kuchl
Schönau am Königssee (Lkr. BGL, BY, DE) Nachbargemeinden Scheffau am Tennengebirge
Werfen (Bez. St. Johann i.P)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften und Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Geschichte[Bearbeiten]

Burg Golling
Älteste Darstellung Gollings, unter der Brücke, mit Salzach, Rabenstein, Schwarzem Berg – der Weg wohl am Dürrnberg (Albrecht Altdorfer, Anfang 16. Jh.)

Im Ortsteil Torren am rund 10 m erhöhten Nikolausberg am Westrand des Salzachtales wurde 1982 ein keltisches Werkzeugdepot aufgefunden, das den Ambisonten zogeordnet wird. Der Nikolausberg, mit einer Ausdehnung von 10x120 m und umgeben von Felsabbrüchen weist Siedlungsspuren vom Mesolithikum (Mittelsteinzeit) bis zur Römerzeit auf. Das Depot eines Grobschmiedes aus der Latènezeit wurde durch systematische Grabungen des Heimatmuseums Golling in einer Tiefe von nur 35 cm freigelegt. Ein schwerer Amboss in Pyramidenform und ein kleiner Setzhammer, zwei große Schmiedezangen, eine Herdschaufel, ein Bandeisen und ein Eisenring sowie Schlackefunde belegen die Schmiedewerkstatt. Die Fundobjekte werden heute im Heimatmuseum in der Burg Golling ausgestellt.[2]

Der Ortsname zeigt eine Besiedelung durch Slawen (slow. golica, ‚mit Gras bewachsener Berg‘). 1241 erfolgte die erste urkundliche Nennung des Ortsnamens als Golingen (damals noch mit einem "l") einer Urkunde von Erzbischof Eberhard II. 1284 erfolgte die erste Nennung von Golling als Marktort. Die Burg Golling war 1438 bis 1803 Sitz eines Salzburger Pflegegerichtes.

1809 gab es Kämpfe der verbündeten Franzosen und Bayern gegen die Österreicher und die Salzburger Landesschützen am Pass Lueg. Von 1810 bis 1816 gehörte der Ort zum Königreich Bayern. 1820 kam es zur Wiedererrichtung des Pfleggerichtes als "K.K. Pfleggericht". 1896 erfolgte die Gründung des politischen Bezirkes Hallein (Tennengau) und zur Eingliederung Gollings.

Politik[Bearbeiten]

Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

Gemeinderat[Bearbeiten]

13
5
3
13 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:


Wappen[Bearbeiten]

Wappen at golling.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

In geteiltem Schild oben in Blau der nach rechts gewendete Kirchenpatron, Sankt Johann Evangelist in grünem Kleide mit rotem Mantel, aus der Teilungslinie wachsend, mit der linken Hand einen goldenen Kelch haltend, den die rechte segnet; unten in Rot auf grünem Boden ein nach rechts gewendeter schwarzer Rabe, der einen goldenen Ringe im Schnabel hält.


Wie der Rabe in das Wappen kam: „Vor langer Zeit stand auf der Hiasenwand eine Burg. Als die Burgfrau sich wusch, legte sie einen Brillantring auf das Fenstersims. Dabei verschwand der Ring spurlos. Der Kammerdiener wurde verdächtigt, den Ring gestohlen zu haben. Man verurteilte ihn und er wurde später hingerichtet. Ein Schafhirte fand eines Tages den Ring der Burgfrau in einem Rabennest. Seither ist der Rabe mit dem Ring im unteren Teil des Gollinger Wappens abgebildet.“

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten]

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Golling an der Salzach (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft
Katastralgemeinde Golling
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Halleinf8, Salzburg
Pol. Gemeinde Golling an der Salzach
Koordinaten 47° 35′ 47″ N, 13° 10′ 4″ O47.59638888888913.167777777778483
Höhe 483 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 1597 (2001)
Gebäudestand 355 (2001)
Fläche d. KG 93,71 ha
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13619
Katastralgemeindenummer 56207
Zählsprengel/ -bezirk Golling an der Salzach (50204 000)
Bild
Zentrum von Golling
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

Hauptort ist der Marktort Golling an der Salzach, wie in Österreich üblich vor Ort schlicht „Markt“ genannt.

Er befindet sich knapp 11 km südlich von Hallein und 2 km vor dem Pass Lueg. Der Ort liegt rechts an der Salzach, auf 480 m ü. A. Höhe am Fuß des Rabenstein (628 m ü. A.), der als Inselberg ein Vorberg des Schwarzen Bergs ist und den südöstlichsten Gipfel der Osterhorngruppe darstellt. Hier ergab sich ein gute hochwassersichere Siedlungsstelle.

Der Markt bildet eine eigene Ortschaft, Katastralgemeinde (93,71 Hektar) und einen Zählsprengel. Er umfasst etwa 350 Gebäude mit etwa 1600 Einwohnern, etwa die Hälfte der Gemeindebevölkerung.

Direkt durch den Ort verlaufen Salzachtal Straße (B 159) und Salzburg-Tiroler-Bahn (mit Bahnhof im Ort). Von der Tauern Autobahn (A 8) führt die Abfahrt an das südliche Ortsende, dort zweigt auch das Lammertal ab. Golling selbst hat eine kleine Salzachbrücke.

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:


Salzach
Taxgut (Gem. Kuchl) Kellau (O,KG)

Rußegg
(beide Gem. Kuchl)

Aubauer
Torren (O,KG)
Nachbargemeinden Hiasenbauer (Gem. Kuchl)
Salzach


Salzachsiedlung

Obergäu (O,KG)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Golling liegt direkt an der Salzburg-Tiroler-Bahn und verfügt über einen eigenen Bahnhof (Golling–Abtenau), an dem EC, ÖBB-IC, REX und die Linie S3 der S-Bahn Salzburg halten sind.

Golling ist über die A 10 Tauernautobahn erreichbar und liegt an den Landesstraßen B 159 und B 162.

Sender Haarberg[Bearbeiten]

Auf dem Haarberg bei Golling steht ein Sendemast der Telekom Austria. Er dient als Füllsenderstandort, der v.a. private Stationen ausstrahlt. Er diente auch zur Verbreitung des Privatfernsehens, bis Österreich das DVB-T eingeführt hat. Das Sendegebiet reicht bis in die Innenstadt von Salzburg und ist auch für den Tennengau von Bedeutung. Im Süden geht der Sender etwa bis Radstadt. Er wird auch fälschlicherweise als "Sender Hallein" bezeichnet. Am Sender Haarberg werden zurzeit folgende Sender ausgestrahlt:

Programmname Frequenz Strahlungsleistung RDS PS
Antenne Salzburg 102,8 MHz 0,2 kW _ANTENNE_/_SALZBURG_

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Golling an der Salzach

Freizeit[Bearbeiten]

  • Mittelalterfest von Forum Castelli: jährlich Ende August
  • Aqua Salza: die Wellness-Therme mit Familienbad wurde im November 2008 unter dem neuen Namen eröffnet

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Hoffmann, Erich Urbanek (Hrsg.): Golling. Geschichte einer Salzburger Marktgemeinde. Golling a. d. Salzach 1991.
  • Friederike Zaisberger, Erich Urbanek: Golling und seine Burg. Golling 1984.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Golling an der Salzach – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 663 f.