Naypyidaw
19.7596.1Koordinaten: 19° 45′ N, 96° 6′ O
| Naypyidaw Naypyidaw |
||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat | Myanmar | |
| Mandalay-Division | ||
| ISO 3166-2 | MM-04 | |
| Höhe | 115 m | |
| Fläche | 7054,4 km² | |
| Einwohner | 1.336.000 (2011) | |
| Dichte | 189,4 Ew./km² | |
| Die Uppatasanti-Pagode in Naypyidaw | ||
Naypyidaw (Birmanische Schrift:
), auch Nay Pyi Taw oder Naypyitaw, ist seit 2005 die Hauptstadt von Myanmar.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Im November 2005 wurde die Hauptstadt des Staates von Rangun, das rund 300 km südlich von Naypyidaw liegt, auf ein Areal drei Kilometer westlich der Kleinstadt Pyinmana verlegt, das am 22. März 2006 den Namen Naypyidaw („Sitz der Könige“) verliehen bekam. Als Grund für den Umzug wurde angegeben, das Gebiet bei Pyinmana, das aus allen Landesteilen leicht zu erreichen ist, sei durch seine zentrale Lage besser als Hauptstadt geeignet. Spekulationen über derartige Pläne gab es schon seit 2001. Diese Berichte waren aber von Seiten der Regierung bis kurz vor der offiziellen Bekanntgabe als noch nicht aktuell zurückgewiesen worden.
Am 27. März 2006 beging die Regierung erstmals den „Tag der Streitkräfte“ in der neuen Hauptstadt. Vor ausgewähltem Publikum und streng reglementierter Berichterstattung nahm General Than Shwe eine Parade von über 12.500 Soldaten ab und ermöglichte erstmals der Weltöffentlichkeit einen – wenn auch zensierten – Einblick in die nach wie vor halbfertige Verwaltungskapitale des Landes. Seitdem wurde der Ausbau zur neuen Hauptstadt in großem Tempo vorangetrieben. 2010 zählte die Stadt nach offiziellen Angaben bereits gut 1 Mio. Einwohner. Unabhängige Beobachter halten deutlich geringere Zahlen für realistisch.[1]
Infrastruktur [Bearbeiten]
Wie bei vielen Planstädten ist das Stadtgebiet deutlich gegliedert in verschiedene Regierungsviertel, Wohngebiete, Militärzonen, Einkaufszentren sowie Hotel- und Freizeitgebiete. Dazwischen befinden sich künstliche Seen, Parks und breit angelegte Straßen. Eine ganze Reihe von repräsentativen Gebäuden wurde bereits fertiggestellt, so zum Beispiel der Gebäudekomplex des birmanischen Parlaments.
Ein zwei Hektar großes Gebiet wurde für Botschaften und internationale Einrichtungen reserviert.
2009 wurde die Uppatasanti-Pagode eingeweiht, die der Shwedagon-Pagode in Rangun nachempfunden ist.
In Naypyidaw wurden ferner ein Golfplatz, ein Zoologischer Garten und ein Safari-Park angelegt. Auch ein Flugplatz ist im Zusammenhang mit dem Hauptstadtumzug entstanden.[2]
Die Stadt ist eine Zwischenstation auf der von Überlandbussen befahrenen Strecke Rangun–Mandalay. Der Bahnhof der Stadt liegt ebenfalls an der Eisenbahnstrecke Rangun–Mandalay. Ferner existiert von hier eine Verbindung nach Kyaukpadaung. Die Bahn ist ein wichtiges Transportmittel zur Zuckerrohrverfrachtung.[3]
Veranstaltungen [Bearbeiten]
Jahr 2013 [Bearbeiten]
- 5. bis 7. Juni 2013: 22. Weltwirtschaftsforum Ostasien, "Courageous Transformation for Inclusion and Integration"
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 5. Januar 2011: Hort der weissen Elefanten und feldgrünen Könige. Besuch in Burmas unfertiger Hauptstadt Naypyidaw
- ↑ Rüdiger Falksohn: Zeichen des Himmels. In: Der Spiegel. Nr. 3, 2006, S. 116 (online).
- ↑ Volker Klinkmüller u.a.: Myanmar, Seite 245 ISBN 3-7701-6162-9, abgefragt am 26. Juli 2009