Ray Manzarek

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Ray Manzarek

Raymond Daniel „Ray“ Manzarek (* 12. Februar 1939 in Chicago, ursprünglich Manczarek) ist ein US-amerikanischer Musiker und Schriftsteller. Bekannt wurde er als Organist der Doors.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Manzarek wurde als Sohn einer polnischstämmigen Einwandererfamilie, in der dritten Generation in den Vereinigten Staaten, in Chicago geboren. Schon früh begann er mit klassischen Klavierstunden, wohl eher im Kontext einer bürgerlichen Erziehung, seine Begabung bildete sich langsam heraus.

Nach seinem College-Abschluss 1960 beschloss Manzarek, an der University of California in Los Angeles zu studieren, wo er an der kinematographischen Fakultät Jim Morrison kennenlernte. Die aufstrebenden Intellektuellen schlossen schnell Freundschaft, Morrison bewohnte sogar einige Zeit mit Ray und dessen Freundin Dorothy dieselbe Wohnung. Manzarek machte in dieser Zeit erste ausgiebige Drogenerfahrungen: vornehmlich konsumierte er Marihuana, allerdings auch das aufkommende LSD.

Nach dem Tod Morrisons und der Auflösung der Band versuchte auch Ray Manzarek sich als Solo-Interpret zu verwirklichen, hatte allerdings keinen großen Erfolg. Erwähnen ließe sich beispielsweise das Album The Golden Scarab (1974), seine Zusammenarbeit mit Nite City oder die elektronische Adaption der Carmina Burana (1983). 2002 nahm auch Manzarek an dem Versuch teil, gemeinsam mit Robby Krieger und John Densmore, zusammen mit einem neuen Leadsänger, die Musik der Doors noch einmal aufleben zu lassen.

Im Jahr 2002 gründete Manzarek zusammen mit Robby Krieger, Ty Dennis und dem Frontmann der Band The Cult, Ian Astbury die Band The Doors of the 21st Century, die sich nach einem Rechtsstreit im Jahr 2005 „Riders on the Storm“ nannte. Zuletzt traten Manzarek und Krieger als Ray Manzarek and Robby Krieger of The Doors auf.

[Bearbeiten] Zitat

„Die Gegenwart ist doch entsetzlich. Wir leben in genau dem zynischen Alptraum, vor dem wir in den Sechzigern immer gewarnt hatten.“

Ray Manzarek Pressekonferenz im Sommer 1997. [1]

[Bearbeiten] Diskografie

Veröffentlichungen mit den Doors

Solo-Alben

  • 1974: The Golden Scarab
  • 1974: The Whole Thing Started With Rock and Roll And Now It's Out Of Control
  • 1983: Carmina Burana

Veröffentlichungen mit Nite City

  • 1976: Nite City
  • 1978: Golden Days And Diamond Nights

Kollaborationen (Auswahl)

  • 1982: Versions (mit Robby Krieger)
  • 1993: Beat Existentialist (mit Darryl Read)
  • 1993: Love Lion (mit Michael McClure)
  • 1994: Revelation Blues (mit Scott Richardson)
  • 1999: Freshly Dug (mit Darryl Read)
  • 2001: There's A Word! (mit Michael McClure)
  • 2004: The Paul & Georgia Album (mit Paul & Georgia Ferrara)
  • 2006: Atonal Head (mit Bal)
  • 2006: Love Her Madly (Soundtrack)
  • 2007: Bleeding Paradise (mit Darryl Read)

Veröffentlichungen mit Riders on the Storm

[Bearbeiten] Schriften

  • Ray Manzarek: Mein Leben mit den Doors. Hannibal-Verlag, Andrä-Wördern 1999, ISBN 3-85445-165-2
    Deutsche Übersetzung von Light My Fire - My Life with the Doors, 1998
  • Ray Manzarek: The Poet in Exile. Thunder's Mouth Press, USA 2001, ISBN 1-56025-359-2
    Fiktive Geschichte um Jim Morrison

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Nach Barry Graves, Siegfried Schmidt-Joos, Bernward Halbscheffel: Rock-Lexikon. Sonderausgabe 2003 der überarbeiteten und erweiterten Neuausgabe 1998, S. 282. Rowohlt, Hamburg 2003. ISBN 3-499-61588-6.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ray Manzarek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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