Raymond Massey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Portrait von Raymond Massey. Aufnahme von Carl van Vechten.

Raymond Hart Massey (* 30. August 1896 in Toronto, Ontario; † 29. Juli 1983 in Los Angeles) war ein kanadisch-amerikanischer Schauspieler, bekannt für seine Auftritte als Abraham Lincoln und seine Rollen in Filmklassikern wie Arsen und Spitzenhäubchen und Jenseits von Eden.

Leben[Bearbeiten]

Massey war der Sohn eines Fabrikbesitzers für landwirtschaftliche Maschinen. Für die kanadische Armee nahm er am Ersten Weltkrieg teil und wurde in Frankreich mehrfach verwundet. Bereits als Soldat machte er erste Bühnenerfahrungen, sollte allerdings zunächst nach dem Krieg für das väterliche Unternehmen arbeiten. Anfang der 1920er Jahre ging er nach England und trat 1922 in London erstmals auf einer Theaterbühne auf. In dieser Zeit hörte ihn der Sohn von Abraham Lincoln, Robert Todd Lincoln, und war verblüfft von der Ähnlichkeit Masseys Stimme zu der seines Vaters. 1940 sollte er dann auch tatsächlich im Biografiefilm Abe Lincoln in Illinois die Rolle von Abraham Lincoln übernehmen, zum letzten Mal schlüpfte er 1962 im Westernepos Das war der Wilde Westen in die Rolle von Lincoln.

Ab den 1930er Jahren war Massey sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten in Filmen zu sehen, meist in größeren Nebenrollen eher unsymphatischer oder harter Natur. Zu seinen bekanntesten Filmrollen gehören der gesichtsoperierte Schwerverbrecher Johnathan Brewster in Frank Capras Komödienklassiker Arsen und Spitzenhäubchen (1944), der Staatsanwalt aus Fritz Langs Film noir Gefährliche Begegnung (1944) sowie James Deans strenger Vater in Elia Kazans Literaturverfilmung Jenseits von Eden (1955).

Während des Zweiten Weltkriegs trat er wieder der kanadischen Armee bei und wurde 1943 nach erneuter Verwundung kriegsinvalide aus der Armee entlassen. Nach dem Krieg nahm er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. In den 1950er und 1960er Jahren spielte er vor allem in Fernsehfilmen. Zwischen 1961 und 1966 spielte er die Rolle des Dr. Gillespie in 191 Folgen der populären Arztserie Dr. Kildare. Seine letzte Fernsehrolle übernahm er 1973. Raymond Massey war dreimal verheiratet. Mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Adrianne Allen, hatte er zwei Kinder. Anna Massey und Daniel Massey wurden beide erfolgreiche Schauspieler. Sein älterer Bruder Vincent Massey war Generalgouverneur von Kanada.

Raymond Massey verstarb 1983 im Alter von 86 Jahren an einer Lungenentzündung - am gleichen Tag wie sein britischer Kollege David Niven, mit dem er in Der Gefangene von Zenda (The Prisoner of Zenda) 1937 gemeinsam vor der Kamera stand.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für seinen Auftritt als Abraham Lincoln in Abe Lincoln in Illinois erhielt er 1941 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Für seine Film- und Fernseharbeit besitzt er zwei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]