Rebekka Bakken

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Rebekka Bakken (Wien 2007)
Rebekka Bakken (Wien 2007)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
The Art of How to Fall
  AT 64 12.10.2003 (5 Wo.)
Is That You?
  NO 30 13/2005 (1 Wo.)
  DE 61 14.03.2005 (5 Wo.)
  AT 19 13.03.2005 (10 Wo.)
I Keep My Cool
  DE 50 15.09.2006 (4 Wo.)
  AT 19 15.09.2006 (9 Wo.)
Morning Hours
  DE 64 06.11.2009 (7 Wo.)
  AT 19 06.11.2009 (5 Wo.)
September
  DE 31 30.09.2011 (3 Wo.)
  AT 12 30.09.2011 (7 Wo.)
Little Drop of Poison
  DE 43 06.06.2014 (1 Wo.)
  AT 27 06.06.2014 (2 Wo.)
Singles
Everything Can Change
  AT 53 02.06.2006 (3 Wo.)
[1]

Rebekka Bakken (* 1970 in Oslo, Norwegen) ist eine norwegische Sängerin, die häufig im weiteren Sinne der Jazzmusik zugeordnet wird, obgleich sie selbst es ablehnt, sich als Jazzmusikerin zu charakterisieren.[2] Ihre Stimme reicht über drei Oktaven.

Leben[Bearbeiten]

Schon in der Kindheit kam die in der Nähe von Oslo aufwachsende Rebekka Bakken innerhalb der Familie mit Musik in Berührung. Der Vater ist Neurologe, die Mutter Lehrerin. Sie spielte klassische Violine und Klavier und sang norwegische Folklore- und Kirchenlieder. In ihren Teenagerjahren machte sie Erfahrungen als Sängerin in Bands der norwegischen Rhythm & Blues-, Rock- und Funk-Szene. Nach Abbruch ihres Philosophie- und Wirtschaftsstudiums zog sie 1995 nach New York, um sich ihrer Gesangskarriere zu widmen. Sie begann, eigene Kompositionen und Texte zu schreiben. Der Einfluss der Modern Jazz nahm dabei zu. Ende der 1990er-Jahre lernte sie den österreichischen Jazz-Gitarristen Wolfgang Muthspiel kennen. Die 2001 und 2002 mit ihm im Duo entstandenen Veröffentlichungen machten sie einem größeren Kreis von Hörern bekannt. Ebenfalls noch in New York traf Rebekka Bakken mit der deutschen Pianistin Julia Hülsmann zusammen. Aus dieser Begegnung entstand die 2003 veröffentlichte CD Scattering Poems, in der Bakken zur Musik des Julia-Hülsmann-Trios Texte des amerikanischen Dichters E. E. Cummings interpretierte. Im gleichen Jahr verließ sie New York und fand in Wien ein neues Zuhause.

Das Label Universal nahm die Sängerin unter Vertrag, nach Studioaufnahmen in Oslo bei Bugge Wesseltoft veröffentlichte sie 2003 ihre erste Solo-CD, der im Jahre 2005 die zweite folgte. Beide Aufnahmen zeigen populäre Singer/Songwriter-Einflüsse, ohne dem Jazz jedoch komplett den Rücken zuzukehren. Bei den Aufnahmen zu ihrer dritten Solo-CD I Keep My Cool, die im September 2006 erschien, wurde Bakken unter anderem von ihrem Landsmann Eivind Aarset unterstützt. Ihr 2009 veröffentlichtes viertes Album Morning Hours wurde von Craig Street produziert. Bakken lebt heute in Schweden.[3]

Während Bakken immer wieder mit Jazzmusikern zusammenarbeitet, ihre Musik oft von Elementen des Jazz beeinflusst ist und diesem häufig auch zugeordnet wird, stellte sie in Interviews wiederholt fest, dass sie sich nicht als Jazzsängerin betrachtet und auch nie Standards oder etwa Scat gesungen hat.[4][3] Dem Jazzbuch von Joachim Ernst Berendt und Günther Huesmann zufolge hat Bakken jedoch die angeblich „einzigartige Fähigkeit, in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen, die ihre Lieder verlangen.“ Es zitiert die junge Künstlerin mit dem Satz: „Sobald es einen Text gibt, geht es ganz um ihn. Wir [Sängerinnen] sind nur die Mädchen vom Lieferservice.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ihre mit dem Julia-Hülsmann-Trio aufgenommene CD Scattering Poems wurde 2003 mit dem German Jazz Award ausgezeichnet. 2006 wurde Rebekka Bakken in der Sparte "Nationales Jazz/Blues/Folk-Album des Jahres" erstmals für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert. 2007 gewann sie diesen in der gleichen Kategorie.

Diskografie[Bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten]

  • 2003 - The Art of How to Fall
  • 2005 - Is That You?
  • 2006 - I Keep My Cool
  • 2009 - Morning Hours
  • 2011 - September
  • 2014 - Little Drop of Poison (mit der hr-Bigband)

Mit Julia Hülsmann[Bearbeiten]

  • 2003 - Scattering Poems

Mit Wolfgang Muthspiel[Bearbeiten]

  • 2001 - Daily Mirror
  • 2001 - Daily Mirror Reflected (Remixes)
  • 2002 - Beloved

Als Gastmusikerin[Bearbeiten]

  • 2002 - Monolith - Enders Room (Johannes Enders)
  • 2003 - Heaven - Christof Lauer
  • 2004 - Human Radio - Enders Room (Johannes Enders)
  • 2006 - In Ewigkeit Damen - Ludwig Hirsch

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Norwegen - Deutschland - Österreich
  2. Interview, wiedergegeben in Little Drop of Poison – Rebekka Bakken & hr-Bigband: The Bonus-Tracks, hr 2, 13. Juli 2014
  3. a b Der Standard: Suche nach der Leichtigkeit: Rebekka Bakken, 2. Dezember 2009
  4. Süddeutsche Zeitung, 5. Mai 2005
  5. Tom-Waits-Songs von Rebekka Bakken im Vorab-Stream: Die Diva und der Poet Der Spiegel, 18. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rebekka Bakken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien