Reismilch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Reismilch

Reismilch ist eine Form der Getreidemilch. Sie wird aus Reis hergestellt und darf daher in der EU nicht als Milch[1], sondern nur als „Reisgetränk“ oder „Reisdrink“[2] verkauft werden.

Reismilch wird aus Vollkornreis produziert, der dazu zunächst gemahlen, mit reichlich Wasser gekocht und dann vermaischt wird, so dass eine Masse von cremig-schleimiger Konsistenz entsteht, die danach fermentiert und gefiltert wird. Das so gewonnene Filtrat wird mit Pflanzenöl versetzt und emulgiert.[3]

Manchen Sorten werden Reisöl, Salz, Zucker (meist Roh-Rohrzucker) oder Aromen (z. B. Vanille, Schokolade) beigemischt, meistens auch noch pflanzliche Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Carrageen.

Eine Vitamin- bzw. Mineralstoffanreicherung (vor allem Calcium) ist verbreitet, da Reismilch im Gegensatz zu Kuhmilch sehr mineralstoffarm ist. Sie enthält nur wenig Eiweiß, kaum Fett, keine Laktose und kein Gluten.[3]

In Europa wird Reismilch vor allem von Veganern und Menschen mit einer Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz in der Küche verwendet. Für Säuglinge ist Reismilch als Ersatz für die Muttermilch dagegen ungeeignet, da wichtige Nährstoffe nicht enthalten sind und Mangelerscheinungen wie Anämie und Rachitis drohen.[4]

Weitere alkoholfreie Reisgetränke sind Kokkoh und Amazake.

Ähnliche pflanzliche Getränke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reismilch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verordnung (EWG) Nr. 1898/87 des Rates vom 2. Juli 1987 über den Schutz der Bezeichnung der Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung. Abgerufen am 20. März 2014.
  2. Christiane Schäfer: Praxisbuch Lebensmittelallergie, 2007, S. 65.
  3. a b UGB: Getreidedrinks: Ein Traum in Reis?
  4. Infos der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung