Reismilch

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Reismilch

Reismilch ist hierzulande die häufigste Form der Getreidemilch. Sie wird aus Reis hergestellt und darf daher lebensmittelrechtlich nicht als Milch verkauft werden, sondern nur als „Reisgetränk“ oder „Reisdrink“.[1]

Reismilch wird aus Vollkornreis hergestellt, der dazu zunächst gemahlen, mit reichlich Wasser gekocht und dann vermaischt wird, so dass eine Masse von cremig-schleimiger Konsistenz entsteht, die danach fermentiert und gefiltert wird. Das so gewonnene Filtrat wird mit Pflanzenöl versetzt, um das Reisgetränk zu emulgieren.[2]

Manchen Sorten werden Reisöl, Salz, Zucker (meist Roh-Rohrzucker) oder Aromen (z. B. Vanille, Schokolade) beigemischt, meistens auch noch pflanzliche Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Carrageen. Fertige Reismilchgetränke werden im Reformhaus verkauft.

Eine Vitamin- bzw. Mineralstoffanreicherung (vor allem Calcium) ist verbreitet, da Reismilch im Gegensatz zu Kuhmilch sehr mineralstoffarm ist. Sie enthält auch nur wenig Eiweiß, kaum Fett, keine Laktose und kein Gluten.[2]

In Europa wird Reismilch vor allem von Veganern und Menschen mit einer Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz in der Küche verwendet. Für Säuglinge ist Reismilch als Ersatz für die Muttermilch dagegen ungeeignet, da wichtige Nährstoffe nicht enthalten sind und Mangelerscheinungen wie Anämie und Rachitis drohen.[3]

Weitere alkoholfreie Reisgetränke sind Kokkoh und Amazake.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Christiane Schäfer, Praxisbuch Lebensmittelallergie, 2007, S. 65
  2. a b UGB: Getreidedrinks: Ein Traum in Reis?
  3. Infos der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung
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