Rekrut

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Polnische Rekruten beim Fahneneid

Rekrut bezeichnet im Militär die Dienststellung und gegebenenfalls auch den Dienstgrad eines neueingestellten Soldaten – in der Regel für die Dauer seiner Grundausbildung. Das Wort ist eine Entlehnung aus dem französischen recrue („Nachwuchs“), wiederum abgeleitet von lateinisch recrescere („nachwachsen“) und in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich.

Deutschland[Bearbeiten]

In der Bundeswehr ist Rekrut kein Dienstgrad, sondern eine Dienstposten-Bezeichnung für einen Soldaten in der Grundausbildung.

Der Dienstgrad in dieser Zeit entspricht dem niedrigsten Mannschaften-Dienstgrad je nach Teilstreitkraft, Truppengattung, Spezialtruppe oder Verwendung. Als Sammelbezeichnung ist die Dienstgradbezeichnung Soldat (S) festgelegt. Gemäß Zentraler Dienstvorschrift (ZDv) 64/10 "Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr" gelten darüber hinaus folgende Dienstgradbezeichnungen und Abkürzungen:

Heer
Luftwaffe
(nur bei den Flugabwehrraketenverbänden)
Marine

Österreich[Bearbeiten]

Flag of Austria (state).svg
Österreichisches Bundesheer

— Rekrut —

Anzug 75/03 Schulterstück (Pioniertruppe) Tellerkappe

Anzug 75/03 / Kragenspiegel / Tellerkappe

Dienstgradgruppe Rekruten
NATO-Rangcode OR-1
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Rekrut
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Rekr
Besoldungsgruppe ...

Im Bundesheer ist Rekrut zugleich der niedrigste Mannschaftsdienstgrad.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweizer Armee ist Rekrut zugleich der niedrigste Mannschaftsdienstgrad.

Dienstgradabzeichen[Bearbeiten]

In den meisten Armeen der Welt tragen Rekruten keine oder leere Dienstgradabzeichen (ggf. nur mit allgemeiner Verwendungs-, Teilstreitkraft- oder Waffengattungskennzeichnung, z. B. einen Anker für Marine) und erlangen die ersten Dienstgradabzeichen durch die erste Beförderung nach der Grundausbildung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Hämmerle (Hrsg.): Des Kaisers Knechte. Erinnerungen an die Rekrutenzeit im k. (u.) k. Heer 1868 bis 1914 (= Damit es nicht verlorengeht, 66). Böhlau, Wien [u.a.] 2012, ISBN 978-3-205-78872-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Rekrut – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen