Soldat (Dienstgrad)

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Dieser Artikel behandelt den Dienstgrad. Zum Soldaten als Beruf siehe Soldat; zu weiteren Bedeutungen siehe Soldat (Begriffsklärung).

Der Soldat ist einer der Dienstgrade der Schweizer Armee und der früheren Nationalen Volksarmee. In der Bundeswehr ist der Begriff eine Sammelbezeichnung für die verschiedenen Dienstgradbezeichnungen der Soldaten im niedrigsten Dienstgrad.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Soldat
Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Panzertruppe. Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger. Ärmelabzeichen am Hemd, dunkelblau für Marineuniformträger (Verwendungsreihe 20er Marineführungsdienst)

Schulterklappe und Ärmelabzeichen[1][A 1]

Dienstgradgruppe Mannschaften[2]
NATO-Rangcode OR-1[3]
Dienstgrad Heer/Luftwaffe siehe Tabelle
Dienstgrad Marine Matrose[4]
Abkürzung (in Listen) siehe Tabelle (S)[5]
Besoldungsgruppe A 3 nach BBesO[6]

Der niedrigste Dienstgrad wird durch den Bundespräsidenten mit der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage des Soldatengesetzes[7] festgesetzt. Die Dienstgradbezeichnung lautet entweder Grenadier, Jäger, Panzerschütze, Panzergrenadier, Panzerjäger, Kanonier, Panzerkanonier, Pionier, Panzerpionier, Funker, Panzerfunker, Schütze, Flieger, Sanitätssoldat oder Matrose.[4]

Sammelbezeichnung[Bearbeiten]

Die informelle Sammelbezeichnung für alle oben aufgezählten Dienstgrade ist „Soldat“. „Soldat“ ist weder Dienstgrad noch Dienstgradbezeichnung. Die Sammelbezeichnung „Soldat“ rührt von der Abkürzung „S“ (für Soldat) her, die in Listen gemäß Zentrale Dienstvorschrift 64/10 „Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr“ als Abkürzung für alle untersten Dienstgrade Verwendung findet.[5] In der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten wird stattdessen nach der ersten Aufzählung die Dienstgradbezeichnung „Grenadier“ pars pro toto für alle weiteren ranggleichen Dienstgrade verwendet.[4] Andere einschlägige Vorschriften wie die Soldatenlaufbahnverordnung oder die Zentrale Dienstvorschrift 37/10 „Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr“ umschreiben diese Dienstgrade meist mit „Mannschaften im niedrigsten Dienstgrad“ oder ähnlich.[8][1]

Soldaten in der Grundausbildung, in der Regel also Soldaten im niedrigsten Dienstgrad, werden informell häufig als Rekruten, seltener als Landser[A 2] bezeichnet.

Dienstgradbezeichnungen[Bearbeiten]

Die Dienstgradbezeichnung für einen Soldaten im niedrigsten Dienstgrad richtet sich gemäß Zentraler Dienstvorschrift 14/5 grundlegend nach der Zugehörigkeit der Laufbahn zu einer der drei Teilstreitkräfte oder des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. In den Laufbahnen der Marine lautet die Bezeichnung demnach stets Matrose; in den sanitätsdienstlichen Laufbahnen stets Sanitätssoldat. In den Laufbahnen des Heeres und der Luftwaffe erfolgt eine weitere Differenzierung nach Zugehörigkeit zu einer Truppengattung oder zu einem bestimmten Truppenteil nach tradierten Konventionen[A 3].[2] Durch die Neuordnung der Bundeswehr, die Gründung des Zentralen Sanitätsdienstes und der Streitkräftebasis, sowie der Neustrukturierung der Laufbahnen und Truppengattungen, müssen die Bestimmungen sinngemäß der heutigen Situation angepasst werden. Dort wo die Zentrale Dienstvorschrift 14/5 von Soldaten der Laufbahnen der Marine spricht, sind ausnahmslos alle Marineuniformträger gemeint. Entsprechendes gilt für die Soldaten der Laufbahnen der Luftwaffe und des Heeres, womit alle Luftwaffenuniformträger bzw. alle Heeresuniformträger (außer der Sanitätssoldaten) gemeint sind. Dies gilt auch, wenn diese Soldaten beispielsweise in der Streitkräftebasis dienen und damit nicht in einer der drei Teilstreitkräfte. Mit den Soldaten der Laufbahnen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr sind die Heeresuniformträger in den Laufbahnen in der fachlichen Verantwortung des Inspekteurs des Sanitätsdienstes gemeint; gemeint sind also Heeresuniformträger im Zentralen Sanitätsdienst sowie Soldaten im Sanitätsdienst Heer.

Konkret sind die folgenden Dienstgradbezeichnungen für die einzelnen Teilbereiche der Bundeswehr vorgesehen:

Dienstgrad-
bezeichnung
Abkürzung
[A 4][5]
Trägergruppe (Beispiele[A 5])
Jäger Jg Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Jäger-, Fallschirmjäger- und Gebirgsjägertruppe und in traditionell eng verwandten Truppenteilen wie der Tragtierkompanie 230 oder einigen Kompanien der Luftlandeversorgungsbataillone - bis 1991 auch Heeressoldaten im Wachbataillon BMVg.[A 6] Anmerkung: „Jäger“ ist auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten der Jägertruppe.
Grenadier Gren Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad im Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung seit 1991 (bis 1991 als Jäger)
Panzergrenadier PzGren[A 7] Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Panzergrenadiertruppe. Anmerkung: „Panzergrenadiere“ ist auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten der Panzergrenadiertruppe.
Panzerschütze PzSchtz Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Panzertruppe, bis zu deren Auflösung auch bei der Panzeraufklärungstruppe.
Panzerjäger PzJg Der Dienstgrad existiert in der aktiven Truppe nicht mehr. Er bezeichnete Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Panzerjägertruppe. Die Truppengattung wurde 2006 außer Dienst gestellt; die Dienstgradbezeichnung entfiel möglicherweise de facto bereits mit der Auflösung aller selbstständigen Kompanien dieser Truppengattung Mitte der 1990-er Jahre. Anmerkung: „Panzerjäger“ war auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten der Panzerjägertruppe.
Kanonier Kan
Panzerkanonier PzKan Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in mit Panzerhaubitzen ausgerüsteten Truppenteilen der Artillerietruppe (Panzerartilleriebatterien)
Pionier Pi Alle Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Pioniertruppe außer in Panzerpionierkompanien /-bataillonen. Anmerkung: „Pioniere“ ist auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten der Pioniertruppe.
Panzerpionier PzPi Alle Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Panzerpionierkompanien /-bataillonen der Pioniertruppe. Anmerkung: „Panzerpioniere“ ist auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten in Panzerpionierkompanien /-bataillonen.
Flieger Flg
Funker Fu
Panzerfunker PzFu Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Fernmeldetruppe, die im festen Kampfverband mit Panzertruppen operieren. Dazu zählen die in den Kompanien der Panzertruppen eingegliederten Fernmeldetrupps und Fernmeldezüge sowie größere in Panzer- oder Panzergrenadierbrigaden eingegliederte Truppenteile.[A 8]
Sanitätssoldat SanSdt Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr und des Sanitätsdienstes Heer. Anmerkung: „Sanitätssoldaten“ ist auch eine Sammelbezeichnung für alle Soldaten im Sanitätsdienst der Bundeswehr
Matrose Matr Marineuniformträger im niedrigsten Dienstgrad
Schütze Schtz Im Wesentlichen alle Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad, die nicht zu einer der oben genannten Gruppen zählen. Beispiele sind Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Truppenteilen der Heereslogistiktruppen, der Feldjägertruppe, der ABC-Abwehrtruppe, der Heeresaufklärungstruppe (auch ihrer Vorgänger Feldnachrichtentruppe und Fernspähtruppe), sowie entsprechende Heeresuniformträger der Logistiktruppe und des Militärmusikdienstes.

Befehlsgewalt und Dienststellungen[Bearbeiten]

In der Bundeswehr ist der Soldat im niedrigsten Dienstgrad ein Mannschaftsdienstgrad,[4] der gemäß der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) 14/5 „Soldatengesetz“ zur Dienstgradgruppe der Mannschaften zählt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Mannschaften können Soldaten im niedrigsten Dienstgrad auf Grundlage des § 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung niemandem allein auf Grund ihres Dienstgrades Befehle erteilen.[9][10] Wie alle Mannschaftsdienstgrade können sich Soldaten im niedrigsten Dienstgrad auch in Notlagen nicht selbst zu Vorgesetzten gemäß § 6 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund eigener Erklärung“) der Vorgesetztenverordnung erklären.[11]

Soldaten im niedrigsten Dienstgrad absolvieren in der Regel im Einstellungsdienstgrad die Grundausbildung und erlernen grundlegende militärische und dienstliche Grundsätze. In der Grundausbildung erfolgt in der Regel auch die Ausbildung zum Sicherungs- und Wachsoldaten. Nach Absolvierung dieser Ausbildung können Soldaten im niedrigsten Dienstgrad als Wachsoldaten eingeteilt werden, was aber während der Grundausbildung unüblich ist. Üblich ist dagegen, dass Soldaten im niedrigsten Dienstgrad als Gefreiter vom Dienst eingeteilt werden. Auch Soldaten im niedrigsten Dienstgrad können Aufträge erteilt bekommen und dazu Soldaten unterstellt bekommen. Beispiel ist das (übungsweise) Führen eines Panzervernichtungstrupps oder die stellvertretende Führung einer Gruppe. Für Soldaten im niedrigsten Dienstgrad sind dies in der Praxis jedoch meist kurz befristete und inhaltlich eng umrissene Aufträge. Soldaten im niedrigsten Dienstgrad können dann aber gemäß Vorgesetztenverordnung in den dort aufgezählten Fällen und in den dort genannten Grenzen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.[9][12]

Ernennung und Besoldung[Bearbeiten]

Maßgebliche gesetzliche Grundlagen für die Ernennung in den niedrigsten Dienstgrad trifft die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. In den niedrigsten Dienstgrad können Zeitsoldaten, freiwillig Wehrdienstleistende sowie beorderte Reservisten aller Laufbahnen ernannt werden. Wenn Soldaten nicht mit einem höheren Dienstgrad eingestellt werden, durchlaufen Rekruten zunächst den niedrigsten Dienstgrad als Einstellungsdienstgrad.[8][13][14][A 9]

Zeitsoldaten im niedrigsten Dienstgrad werden nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A 3 besoldet.[6] Freiwillig Wehrdienstleistende und Reservistendienstleistende erhalten stattdessen Wehrsold nach dem Wehrsoldgesetz.[15]

Schulterklappe und Ärmelabzeichen[Bearbeiten]

Ein Soldat im niedrigsten Dienstgrad trägt keine Dienstgradabzeichen.[4][1] Scherzhaft wird er daher auch „Schulterglatze“ genannt.[A 10]

Die Schulterklappen sind dennoch nicht völlig „leer“: Bei Heeresuniformträgern stehen waffenfarbige Litzen oder Paspelierungen für die Zugehörigkeit zu einer Truppengattung. Luftwaffenuniformträger tragen wo die Uniform sonst der Uniform von Heeres- oder Marineuniformträger gleichen würde, eine Doppelschwinge auf sonst leeren Schulterabzeichen. Unteroffizieranwärter, Feldwebelanwärter und Offizieranwärter tragen verschiedenfarbige Überziehschlaufen, einen oder zwei waagerechte Balken oder Laufbahnabzeichen. Andere Marineuniformträger tragen Verwendungabzeichen zum Dienstanzug.[1] Bei sonst gleicher Uniform, auch wenn die dazu besser geeignete Kopfbedeckung nicht erkennbar ist,[A 11] kann durch diese Kennzeichen abgeschätzt werden, welche Dienstgradbezeichnung der Soldat im niedrigsten Dienstgrad konkret führt, auch wenn das ausdrücklich nicht immer eindeutig ist.[A 12]

Äquivalente und übergeordnete Dienstgrade[Bearbeiten]

In den Streitkräften der NATO ist der Gefreite zu allen Dienstgraden mit dem NATO-Rangcode OR-1 äquivalent.[3] In der Laufbahngruppe der Mannschaften ist ein Soldat im niedrigsten Dienstgrad gemäß ZDv 20/7 unter dem ranghöheren Gefreiten eingeordnet.[14]

Schweizer Armee[Bearbeiten]

CH Armee.png
Schweizer Armee
— Soldat —
Anzug 75/03

Dienstanzug Schulterklappe

Dienstgradgruppe Mannschaften
NATO-Rangcode OR-1
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Soldat
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Sdt
Besoldungsgruppe

In der Schweizer Armee ist Soldat der weitaus häufigste Mannschaftsdienstgrad. Im Gegensatz zu anderen Armeen wird ein Soldat nicht automatisch nach einigen Monaten Dienstzeit zum Gefreiten.

Nationale Volksarmee[Bearbeiten]

Soldat, Distinktionsabzeichen

In der Nationale Volksarmee (NVA) der DDR und in den Grenztruppen der DDR war der Dienstgrad Soldat der niedrigste Dienstgrad der Mannschaften. Das Äquivalent in der Volksmarine war Matrose und in den Luftstreitkräften der Flieger. Die Stehzeit eines Soldaten bis zur Beförderung zum nächsthöheren Dienstgrad betrug in der Regel jeweils sechs Monate.

Dienstgrad
niedriger:
keiner

Flag of NVA (East Germany).svg
Soldat
höher:
Gefreiter

Vergleichbare Dienstgrade anderer Streitkräfte[Bearbeiten]

Im englischen Sprachraum entspricht nach NATO-Rangcode der Private häufig dem niedrigstem Dienstgrad (in den britischen Streitkräften Private, in Kanada Private (Recruit) und in der Heer der Vereinigten Staaten Private E-1). Im Bundesheer ist der Rekrut gemäß NATO-Rangcode äquivalent.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Links: Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Panzertruppe. Mitte: Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger. Rechts: Ärmelabzeichen am Hemd, dunkelblau eines Marineuniformträgers (Verwendungsreihe 20er Marineführungsdienst)
  2. Die Bezeichnung Landser wird häufig auch bewusst nicht gebraucht, weil der Begriff vor allem mit dem gemeinen Soldaten der Wehrmacht assoziiert wird.
  3. Tradierte Konventionen“ bedeutet vor allem, dass eine genaue Zuordnung der Dienstgradbezeichnungen für Heeres- und Luftwaffenuniformträger nicht in Form eines Gesetzes, einer Verordnung oder einer Dienstvorschrift erfolgt, sondern sich am bewährten Vorgehen orientiert. Richtwerte sind die Truppengattung und die Bezeichnung des Truppenteils. Nicht immer ist die Zuordnung dabei immer klar. Ob nun beispielsweise Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in einem Fernmeldezug der Stabskompanie einer Panzergrenadierbrigade folglich Panzerfunker genannt werden, weil sie in einem Panzerverband dienen, oder „bloß“ Funker, weil sie nicht unmittelbar über eigene gepanzerte Fahrzeuge verfügen, oder alle Soldaten der Stabskompanie im niedrigsten Dienstgrad der Einheitlichkeit willen (Panzer-) Schütze genannt werden, bleibt ungeregelt. Ein weiteres Beispiel sind Rekruten der Tragtierkompanie 230, die traditionell Jäger genannt werden, obwohl ihre Kompanie zur Heereslogistiktruppe zählt, wo Rekruten gewöhnlich als Schütze bezeichnet werden.
  4. In Listen dagegen stets „S“
  5. Die aufgezählten Träger sind exemplarisch zu verstehen. Es gibt etliche Ausnahmen und darüber hinaus auch so bezeichnete Dienstgrade in anderen als den hier aufgezählten Bereichen.
  6. Falls es im Bereich des Kommandos Spezialkräfte überhaupt Soldaten im niedrigsten Dienstgrad gibt (eher unwahrscheinlich), so werden diese möglicherweise auch Jäger genannt, weil die Wurzeln des Kommandos maßgeblich in der Fallschirmjägertruppe liegen
  7. entgegen der Zentralen Dienstvorschrift 64/10 häufig auch PG
  8. Die Dienstgradbezeichnung Panzerfunker dürfte in der Truppe mittlerweile extrem selten sein.
  9. ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung ( Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).)
  10. Seine Ausbilder werden dagegen zur Abgrenzung häufig als „Dienstgrade“ zusammengefasst, weil sie Dienstgradabzeichen tragen.
  11. Man vergleiche dazu Barettabzeichen, Barettfarbe, Bergmütze
  12. Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad mit orangen Litzen oder Paspeln sind beispielsweise eindeutig Schützen. Dunkelblaue Litzen tragen Sanitätssoldaten. Marineuniformträger sind eindeutig Matrosen. Sie sind auch im Feldanzug daran zu erkennen, dass sie weder Doppelschwinge noch Litze tragen. Ob aber der Luftwaffenuniformträger, der im Feldanzug an der Doppelschwinge identifizierbar ist, im niedrigsten Dienstgrad Kanonier oder wie weitaus häufiger Flieger genannt werden muss, ist anhand dieser Kennzeichen nicht identifizierbar. Ob ein Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad mit grünen Litzen Grenadier, Jäger oder Panzergrenadier ist, bleibt ebenso unklar. Erschwerend kommt hinzu, dass Rekruten in einigen Kompanien die Litzen häufig erst nach dem Gelöbnis oder sogar erst zum Ende ihrer Grundausbildung „verliehen“ bekommen, so dass man sie theoretisch mit Matrosen verwechseln könnte.
  13. Alternativ ein Heeresuniformträger im niedrigsten Dienstgrad der entgegen der Bestimmungen der Zentralen Dienstvorschrift 37/10 wie in der Praxis häufig vorkommend keine Litzen in Waffenfarbe trägt. Handelt es sich um einen Heeresuniformträger ohne Litzen und ohne Barett, ist es für Außenstehende kaum möglich, die korrekte Dienstgradbezeichnung „auf einen Blick“ zu erkennen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Soldat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Soldat – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Hartmut Bagger, Führungsstab der Streitkräfte I 3 , Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996, Digitalisat (PDF; 3,5 MB)).
  2. a b  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).
  3. a b  Agreed English texts. STANAG 2116. NATO standardization agreement (STANAG). NATO codes for grades of military personnel. 5 Auflage. 1992 (Englisch, NATO Rank Codes - 1992 (HTML), abgerufen am 25. März 2014).
  4. a b c d e f  Der Bundespräsident (Hrsg.): Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (PDF).
  5. a b c  Bundesminister der Verteidigung; Führungsstab der Streitkräfte IV 1 (Hrsg.): Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr - Deutsche Abkürzungen – ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (Stand 17. September 1999, PDF).
  6. a b  Anlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur für Berufs- und Zeitsoldaten und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  7.  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG). Bonn 19. März 1956, § 4 Abs. 3 (2) (Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730, PDF, abgerufen am 25. März 2014).
  8. a b  Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung - SLV). 19. März 2002 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  9. a b  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit dem Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV)).
  10.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  11.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956, § 6 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  12.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  13. Beachte auch:  Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere. (Anlage zu § 3 Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten, HTML, abgerufen am 1. April 2014).
  14. a b  Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008, PDF, abgerufen am 26. März 2014).
  15. Gesetz über die Geld- und Sachbezüge der Soldaten, die auf Grund der Wehrpflicht Wehrdienst leisten (Wehrsoldgesetz - WSG). In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz; juris GmbH, 3. März 1957, abgerufen am 1. November 2014 (pdf, in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. August 2008 (BGBl. I S. 1718), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes vom 8. April 2013 (BGBl. I S. 730) geändert worden ist).
  16. a b Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl.  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhältnisses).