Rheintal-Express

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Der neue Rheintal-Express in St. Gallen.
Der alte Rheintal-Express zwischen Sevelen und Weite.

Der Rheintal-Express (kurz: REX) ist eine Schweizer Zugverbindung, die von den Schweizerischen Bundesbahnen betrieben wird. Sie verkehrt täglich in stündlichem Takt von Wil via St. Gallen und Rorschach nach Chur; der Zugslauf wird im Kursbuch im Fahrplanfeld 881 (Wil SGSt. Gallen), Fahrplanfeld 880 (St. GallenSargans) und ab Sargans im Fahrplanfeld 900 (Zürich–Sargans–Chur) abgebildet. Für gewöhnlich setzt sich eine Komposition des Rheintal-Express aus einer RABe 511-Komposition zusammen. Die Haltefrequenz des Rheintal-Express entspricht einem Schweizer RegioExpress; der gesonderte Name ist historisch bedingt und kommt daher, dass die Linie von Chur bis Rheineck parallel zum Rhein verläuft. Es war auch die erste Linie, auf der diese Zugsgattung eingeführt wurde, erst nachträglich hat man andere RE-Linien eingerichtet, für die der Name Rheintal-Express natürlich nicht verwendet werden konnte. Die anfängliche Abkürzung RX wurde, daher auf RE abgewandelt.

Historische Ec 3/5 und E 3/3 zwischen Au und St. Margrethen

Die Zugsgattung REX wurde damals eingeführt, weil mit der Ablösung der Schnellzüge durch die Interregios (IR) für die Zugsgattung IR einen Pflichtanteil an klimatisierten Wagen eingeführt wurde. Weil aber damals zu wenig klimatisierte Wagen zur Verfügung standen und für diese Linie nur revidierte EW II Wagen verfügbar waren, die nicht klimatisiert sind, war eine Benennung als IR nicht möglich. Daher wurde beschlossen, eine neue Zugsgattung einzuführen, die zwischen einem Regionalzug und IR liegt.

Die im Fahrplanfeld 880 (Sargans–St. Gallen) abgebildete Bahnstrecke wurde 1858 von den Vereinigten Schweizer Bahnen eröffnet, 1934 elektrifiziert und wird über 80 Kilometer überwiegend einspurig geführt. Sie feierte am Wochenende vom 23. bis 25. Mai 2008 ihr 150-jähriges Bestehen.

Geplant ist ein Ausbau auf der Strecke zwischen St. Margrethen und Sargans; dieser soll 70 Millionen Franken kosten und gegen 2012/2014 vollendet sein. Durch den Ausbau der Strecke soll die totale Fahrtzeit des Rheintal-Express zwischen St. Gallen und Sargans auf 60 Minuten gesenkt, zudem soll der Anschluss an Zürich und an die Rhätische Bahn optimiert werden. Seit der Einführung der S-Bahn St. Gallen wurde der Rheintal-Express nach Wil SG verlängert,[1] - früher fuhr der REX von St. Gallen nach Chur - und seit dem 9. Juni 2013 kommt eine Komposition des neuesten Doppelstockzuges (Typ RABe 511) als Rollmaterial zum Einsatz.

S-Bahn 2013 und Doppelstock-Triebzug (RABe 511)[Bearbeiten]

Links das neue Rollmaterial des REX (RABe 511 / Regio Dosto)

Am 8. Juni 2013 fand die Schnupperfahrt des neuen REX mit dem Typ RABe 511 statt. Ab dem 9. Juni 2013 verkehrten dann die neuen Doppelstock-Triebzüge des Typs RABe 511 (Regio Dosto) anstelle des alten REX mit einer RE 4/4 und gemischten EW-Waggons. Die neuen Züge verfügen über eine Klimatisierung in allen Wagen und bieten mehr Komfort.[2][3] Neuerdings wird auch der vor Juni 2013 anwesende Zugbegleiter nicht mehr im REX anzutreffen sein. Die Sicherheit solle über Überwachungskameras und gegebenenfalls die Transportpolizei gewährleistet werden.[4] Dagegen regte sich anfangs noch Widerstand, da der geplante Abbau des Zugbegleiters eine Abwertung der REX-Linie darstelle. Auf Anfrage von Daniel Bühler (ehemaliger Stadtpräsident von Altstätten SG) reagierte die St. Galler Regierung am 6. November 2012 mit einem 3-seitigen Brief, in dem unter anderem erklärt wird, dass das früher eingesetzte Rollmaterial technisch vom Zugbegleiter abgefertigt werden musste. Als weiteres Argument wurde die Finanzierung der Zugbegleiter genannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rheintal-Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neuer Liniennetzplan mit S-Bahn 2013 (PDF;1.6 MB)
  2. Neuer Rheintal-Express (REX): Mehr Komfort zwischen Chur und St.Gallen Medienmitteilung der SBB
  3. Neue Züge ab Sommer-Fahrplanwechsel: Qualitätssprung mit dem Regio-Dosto im Rheintal
  4. Mit Kameras, aber ohne Kondukteure St. Galler Tagblatt vom 8. Mai 2013
  5. Antwort der Regierung auf Anfrage von Daniel Bühler (PDF;18.9KB)