Rive Gauche

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Rive Gauche (frz.) bedeutet Linkes Ufer. In Bezug auf Paris bezeichnet es allgemein das südlich der Seine gelegene Stadtgebiet, im engeren Sinn nur die Teile der Stadt, die sich dort im Bereich des Zentrums befinden. Dazu gehören beispielsweise das Quartier Latin, die Umgebung der Kirche St. Germain-des-Prés und das Montparnasse-Viertel.

Da auf der Rive Gauche die Sorbonne und viele weitere Bildungsinstitute entstanden sind, ist der Begriff mit der Vorstellung eines Intellektuellenviertels verknüpft, im Gegensatz zu der Rive Droite (Rechtes Ufer), auf der hauptsächlich Geschäftsviertel liegen.

Anordnung der Arrondissements

Bezeichnungen der Uferstraße[Bearbeiten]

Im Jahr 1313 entstanden als erste befestigte Uferstraßen der Quai de Nesle (heute Quai de Conti) und die frühere Rue de Seine (heute Quai des Grands-Augustins), an dessen westlichem Ende unter Karl VI. (König von 1380 bis 1422) am Standort des heutigen Pont Saint-Michel die erste Steinbrücke der Stadt gebaut wurde.

Die Uferstraßen der Rive Gauche tragen innerhalb der Stadtgrenzen vom Osten zum Westen folgende Namen: Quai d’Ivry, Quai Panhard-et-Levassor, Quai François-Mauriac, Quai d’Austerlitz, Quai Saint-Bernard, Quai de la Tournelle, Quai de Conti, Quai des Grands-Augustins, Quai Voltaire, Quai Anatole-France, Quai d’Orsay, Quai Branly, Quai de Grenelle, Quai André-Citroën und Quai d’Issy-les-Moulineaux.

Bezirke der Rive Gauche[Bearbeiten]

Das Rive Gauche/Linke Ufer umfasst Teile folgender Stadtbezirke:

Left Bank[Bearbeiten]

Der aus dem Französischen übersetzte englische Begriff Left Bank bezeichnet eine (vorrangig) US-amerikanische Künstlerszene, die im Paris der 1920er Jahre eine größere künstlerische, aber auch sexuelle Freiheit fand als in der Heimat. Zu den Künstlern, Schriftstellern und Verlegern gehörten unter anderem Ernest Hemingway, Henry Miller, Anaïs Nin, Djuna Barnes, Gertrude Stein, Janet Flanner, Elsa von Freytag-Loringhoven, Sylvia Beach, Bryher und Robert McAlmon.