Riviera Maya

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Die Riviera Maya ist eine Urlaubsregion an der Karibikküste im Südosten Mexikos.

Strand an der Riviera Maya

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name spielt auf die italienische Riviera und französische Riviera als Synonym für eine besonders schöne Küste an. Auch wenn in beiden Abschnitten schöne weiße Sandstrände mit klarem Wasser anzutreffen sind, unterscheidet sich das Hinterland jedoch beträchtlich. Zur weiteren Unterscheidung wurden dann noch die Maya, die Ureinwohner der Halbinsel, mit in den Namen aufgenommen.

Lage[Bearbeiten]

Genauer gesagt liegt die Riviera Maya an der Ostküste der Halbinsel Yucatán im Bundesstaat Quintana Roo und somit in der äußersten nordwestlichen Karibik, nahe dem Übergang zum Golf von Mexiko. Ihr Gebiet erstreckt sich auf einer Länge von circa 150 Kilometern von Cancún im Norden mit der dortigen Hotelzone Zona Hotelera über Playa del Carmen mit der dortigen Hotelzone Playacar bis etwas hinaus über Tulúm im Süden.

Cancún mit mehr als einer halben Million Einwohnern und Playa del Carmen mit mehr als 100.000 Einwohnern sind die wichtigsten Zentren der Region.

Tempel in Tulúm

Entwicklung[Bearbeiten]

Seit der systematischen Errichtung der Hotelzone in Cancún in den 1970er Jahren wächst die Riviera Maya bis heute kontinuierlich. In den 1990er Jahren begann das einstige Fischerdorf Playa del Carmen zu boomen und in letzter Zeit weist auch Tulúm eine entsprechende Entwicklung auf. Mittlerweile existieren in der Region mehrere hundert Touristenhotels aller Kategorien, aller Größen und auch aller Ketten. Mittlerweile befinden sich auch zwischen den Orten - teils sehr abseits gelegen - viele Hotels.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gebiet stellt sich als Ebene ohne irgendwelche natürlichen Erhebungen dar, welche fast vollständig von ca. 4 Meter hohem, dichtem und nicht bewirtschaftetem Wald überzogen ist. Als Besonderheit sind wassergefüllte Einbrüche des Kalksteinuntergrunds, die sog. Cenotes, zu nennen.

Die Riviera Maya ist hurrikangefährdet, d.h. es ist zwischen Juni und Dezember mit möglichen Wirbelstürmen zu rechnen. Der Hurrikan Wilma richtete im Oktober 2005 großen Schaden in der Region an. In der Regenzeit im Juli ist öfters mit kurzen, aber starken Regenschauern und Gewittern zu rechnen, jedoch ist es auch dann noch meist sehr sonnig (circa 30-35 °C tagsüber).

Verkehr[Bearbeiten]

Rückgrat bildet für die Region die gut ausgebaute Schnellstraße Carretara 307, die im Abstand von wenigen Kilometern parallel zur Küste in Nord-Süd-Richtung von der größten Stadt in Quintana Roo, Cancún, bis zur Hauptstadt Chetumal verläuft.

Der öffentliche Personennahverkehr funktioniert durch ein dichtes und preiswertes Omnibus- und Sammeltaxi-Netz in diesem Teil Mexikos sehr gut (zum Beispiel mit einem ADO-Bus Playa del Carmen–Cancún im 10-Minuten-Takt für 36,00 Mexikanische Pesos).

Die Riviera Maya ist per Flugzeug gut und meist direkt über den internationalen Flughafen Cancún (IATA-Code: CUN) zu erreichen. Von Mexiko-Stadt aus beträgt die Flugzeit etwa zwei Stunden.

Weiterhin werden insbesondere Playa del Carmen und die Insel Cozumel regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angesteuert.

Tourismus[Bearbeiten]

Touristen finden hier eine sehr gut ausgebaute und auf sie ausgerichtete Infrastruktur vor. In Cancún und Playa del Carmen locken Shopping-Malls bzw. auch eine attraktive Fußgängerzone mit Vertretungen aller möglichen bekannten und weltweit operierenden Markennamen sowie viele Restaurants und Bars. Ergänzt wird dieses Angebot durch verschiedene Freizeitparks wie z.B. die Parks von Xcaret und Xel-Ha.

Freizeitpark Xcaret

Die vorgelagerten Inseln Isla Mujeres und Cozumel sprechen mehr die Naturliebhaber an, wie auch der Naturpark Sian Ka'an, der seit 1987 als Biosphärenreservat zum Weltnaturerbe der Unesco gehört. An vielen Stellen, wie z.B. an der Insel Cozumel, finden sich sehr interessante Orte zum Tauchen. Nahe der Insel Holbox im äußersten Norden ist es sogar möglich, in freier Natur mit Walhaien zu schwimmen.

Die Insel Cozumel aus dem Weltraum gesehen
Strand auf der Isla Mujeres

Tulúm bietet einen direkt am Meer gelegenen Maya-Tempel und das UNESCO-Weltkulturerbe Chichén Itzá sowie die Maya-Pyramide in Cobá sind gut per Straße erreichbar, auch wenn sie nicht mehr in dieser Urlaubsregion liegen.

Cobá, Nohoch Mul-Pyramide

Jedoch haben die in der Riviera Maya gelegenen großen Städte aufgrund ihres jungen Alters nichts Mexiko-typisches wie einen zentralen Platz (Zócalo) und eine Kathedrale aufzuweisen. Dies weisen erst wieder weiter entfernt liegende Städte wie Mérida oder Valladolid (Yucatán) auf. Die für die Touristen angebotenen Ausflugsprogramme mit Preisen zwischen ca. 25 und 250 US-Dollar sind dementsprechend umfangreich, jedoch können viele Touren auch selbst unternommen werden.

Bettler sowie aufdringliche Kaufleute und selbsternannte „Helfer“ trifft man nur sehr selten an. Läden mit Produktfälschungen - wie in vielen Urlaubsgebieten anzutreffen - existieren hingegen dort überhaupt nicht.

Die Pauschaltouristen stammen zum weitaus größten Teil aus den USA und Kanada. Der Rest verteilt sich auf Europäer und Mexikaner. Von den Europäern sind die meisten Deutsche, Engländer und Italiener. Zum Spring Break treffen sich viele jugendliche Amerikaner zum Feiern in Cancún, ähnlich wie es europäische Jugendliche mit Ibiza oder Mallorca halten.

Während in Cancún mehr die sogenannten „Bettenburgen“ - hochhausartige Hotelbauten - dominieren, sind die Hotels im Rest der Region größtenteils flächig mit mehrere kleineren Gebäuden aufgebaut um trotz ihrer hohen Kapazität nicht wuchtig zu wirken.

Alle großen deutschen Reiseveranstalter haben Angebote für diese Region in ihrem Programm.

Weblinks[Bearbeiten]