Robbie Brightwell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Robbie Brightwell (Robbie Ian Brightwell; * 27. Oktober 1939 in Rawalpindi, damals Indien heute Pakistan) ist ein ehemaliger britischer Leichtathlet. Bei einer Körpergröße von 1,88 m betrug sein Wettkampfgewicht 81 kg.

Karriere[Bearbeiten]

Bei den British Empire and Commonwealth Games 1958 in Cardiff schied Robbie Brightwell über 220 Yards im Halbfinale aus. Einen Monat später, im August, fanden in Stockholm die Europameisterschaften 1958 statt. Im 200-Meter-Lauf belegte Brightwell in 21,9 Sekunden Platz 5.

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom verbesserte Robbie Brightwell den britischen Rekord im 400-Meter-Lauf gleich zweimal. Im Viertelfinale auf 46,2 Sekunden (elektronisch 46,31 Sekunden), im Halbfinale auf 46,1 Sekunden (elektronisch 46,25 Sekunden). Mit seiner Zeit im Halbfinale belegte er nur Platz 4 in seinem Halbfinale und gehörte nicht zu den sechs Finalisten. Die britische 4-mal-400-Meter-Staffel belegte in Rom nach 3:08,3 Minuten Rang 5 im Finale.

Sein 400-Meter-Rekord wurde 1961 von Adrian Metcalfe verbessert. Bei den Europameisterschaften 1962 in Belgrad siegte aber Brightwell in neuem Rekord von 45,9 Sekunden vor den bundesdeutschen Manfred Kinder und Hans-Joachim Reske. Metcalfe wurde Vierter. Im Staffelfinale gewann das team aus der Bundesrepublik Deutschland in 3:05,8 Minuten vor den Briten in 3:05,9 Minuten. Die British Empire and Commonwealth Games 1962 fanden Ende des Jahres in Perth statt. Brightwell belegte über 440 Yards in 46,86 Sekunden Platz 2 hinter dem Jamaikaner George Kerr und auch in der 4x440-Yards-Staffel gewann Jamaika vor den Engländern.

Vor den Olympischen Spielen 1964 in Tokio war Brightwell einer der Favoriten auf der 400-Meter-Strecke. Im Halbfinale lief er mit 45,79 Sekunden die schnellste Zeit. Im Finale konnte er diese Zeit (und den britischen Rekord) auf 45,75 Sekunden verbessern und wurde doch nur Vierter in dem vom US-Amerikaner Mike Larrabee vor Wendell Mottley aus Trinidad gewonnenen Rennen. In der Staffel lagen die Briten nach Tim Graham, Adrian Metcalfe und John Cooper auf Platz 4. Robbie Brightwell überholte als Schlussläufer sowohl George Kerr als auch Wendell Mottley und sicherte den Briten nach 3:01,6 Minuten Silber hinter der Weltrekordstaffel aus den USA, vor Trinidad, Jamaika und der Bundesrepublik.

1965 wurde Robbie Brightwell mit dem MBE ausgezeichnet.

Familie[Bearbeiten]

In Tokio war seine Verlobte Ann Elizabeth Packer mit Silber über 400 Meter und Gold über 800 Meter noch erfolgreicher als er gewesen. Nach den Olympischen Spielen heirateten die beiden. Der älteste Sohn Gary (* 6. Oktober 1965) erreichte 1984 eine 400-Meter-Zeit von 47,90 Sekunden. Die beiden jüngeren Söhne Ian (* 9. April 1968) und David (* 7. Januar 1971) wurden Fußballprofis bei Manchester City.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Matthews und Ian Buchanan: All Time Greats of British and Irish Sport. Enfield 1995, ISBN 0-85112-678-2
  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896–1996 Track and Field Athletics. Berlin 1999 (publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.)