Robert J. Bentley

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert J. Bentley (2009)

Robert Julian Bentley (* 3. Februar 1943 in Columbiana, Alabama) ist ein US-amerikanischer Politiker und Arzt. Seit dem 17. Januar 2011 ist er Gouverneur des Bundesstaates Alabama.

Leben[Bearbeiten]

Bentley studierte nach seiner Schulzeit an der University of Alabama Chemie und Biologie. Danach begann er ein Medizinstudium an der University of Alabama School of Medicine. Nach dem Studiumsende begann er beim US-Militär von 1969 bis 1975 zu arbeiten. Danach eröffnete er seine eigene Arztpraxis in Tuscaloosa.

Bentley ist Mitglied der Republikanischen Partei. 2002 zog er als Abgeordneter in das Repräsentantenhaus von Alabama ein. Am 2. November 2010 gewann er die Gouverneurswahlen in Alabama. In seinem Wahlkampf hatte er unter Anderem eine strenge Immigrationsgesetzgebung versprochen.[1] Am 17. Januar 2011 folgte er Bob Riley im Amt. In seiner Antrittsrede erklärte er, dass Personen, die nicht an Jesus Christus glaubten, ihm nicht so nahestehen könnten wie Christen. Die Äußerung rief erhebliche Kritik und Proteste hervor.[2][3]

Am 9. Juni 2011 unterschrieb er „HB 56“, das, nach eigenen Angaben, „härteste Immigrationsgesetz der USA“. Darin ist das erweitere Recht für die Polizei festgelegt Personen nach Verdacht auf Aufenthaltspapiere zu untersuchen und verschiedene zivile Gruppen wie Schulen, Vermieter und Arbeitgeber werden verpflichtet illegale Einwanderer zu melden. Außerdem sollen Verträge hinfällig werden wenn eine Partei keine Papiere besitzt. Kritiker haben bereits eine Verfassungsklage angekündigt.[1]

Bentley ist seit 1965 verheiratet und hat vier Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Tuscaloosa.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dorothea Hahn: „Härtestes Gesetz der USA“. In: die tageszeitung. 10. Juni 2011, abgerufen am 14. Juni 2011.
  2. Wie ein US-Gouverneur Nicht-Christen ausgrenzt, Zeit Online vom 20. Januar 2011.
  3. US-Gouverneur brandmarkt Nicht-Christen, Spiegel Online vom 20. Januar 2011.