Juan Antonio Samaranch
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Juan Antonio Samaranch (katalanisch Joan Antoni Samaranch i Torelló; * 17. Juli 1920 in Barcelona) wurde 1966 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Sportminister unter Francisco Franco. Am 16. Juli 1980 wurde er als 7. Präsident des IOC Nachfolger von Michael Morris, 3. Baron Killanin.
Nach 21 Jahren endete seine Amtszeit als IOC-Präsident, nachdem er im Juli 2001 nicht mehr zur Wahl antrat. Sein Nachfolger wurde der Belgier Jacques Rogge.
Kritiker halten Samaranch vor, er habe das IOC autokratisch und intolerant geführt, und unter seiner Amtszeit habe die Korruption innerhalb des IOC einen Höchststand erreicht. Außerdem wurde ihm immer wieder vorgeworfen, ein williger Mitläufer oder Unterstützer des Franco-Regimes in Spanien gewesen zu sein. Er hatte sich nie zu diesem Vorwurf geäußert und auch nie seine Gesinnung diesbezüglich dementiert. Auf jeden Fall steht sein Name für die Kommerzialisierung der Olympischen Spiele.
Andererseits muss beachtet werden, dass die Olympischen Spiele nach den Boykotten von Montréal, Moskau und Los Angeles in einer schweren Krise steckten und auch die Finanzierung immer schwieriger wurde. Durch die Kommerzialisierung machte er das IOC finanziell unabhängig und die Ausrichtung der Spiele für Städte wieder deutlich interessanter und führte die Olympischen Spiele aus ihrer damaligen Krise.
Demetrius Vikelas | Pierre de Coubertin | Godefroy de Blonay (komm.) | Pierre de Coubertin | Henri de Baillet-Latour | Sigfrid Edström | Avery Brundage | Lord Killanin | Juan Antonio Samaranch | Jacques Rogge
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Samaranch, Juan Antonio |
| KURZBESCHREIBUNG | Politiker und Präsident des Internationalen Olympischen Komitees |
| GEBURTSDATUM | 17. Juli 1920 |
| GEBURTSORT | Barcelona |

